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Das war das Sundance Film Festival 2022

Das war das Sundance Film Festival 2022

Am vergangenen Freitag wurden die Preisträger*innen des diesjährigen Sundance Film Festivals bekannt gegeben. Wir blicken auf eine abermals spannende Festivalwoche zurück.
Zum zweiten Mal in Folge fand das renommierte Sundance Film Festival nicht an der eigentlichen Adresse in Utah statt, sondern als exklusives Online-Event. Ein Vorteil für die nicht-amerikanische Presse, denn so war auch UNCUT wieder am Olymp der zeitgenössischen Independentfilm-Kunst im Einsatz. Nach einer knapp einwöchigen Festivalwoche wurden am Freitag die Preisträger*innen des 38. Sundance feierlich verkündet. Als großer Sieger des Abends ging „Nanny“ von Nikyatu Jusu hervor, der den Großen Jurypreis für den Besten Spielfilm gewann. Der sozialkritische Horrorfilm handelt von einer senegalesischen Einwanderin, die nach ihrer Ankunft in New York mit übernatürlichen Mächten konfrontiert wird, die in Verbindung mit ihrer afrikanischen Heimat stehen. Mit dem Jurypreis für den Besten Dokumentarfilm wurde unterdessen „The Exiles“ von Ben Klein und Violet Columbus ausgezeichnet. Die Publikumspreise gingen hingegen im Spielfilmbereich an die vielgelobte Tragikomödie „Cha Cha Real Smooth“ von und mit Cooper Raiff sowie im Dokumentarfilmbereich an „Nawalny“ von Daniel Roher. Das meisterhafte Sci-Fi-Drama „After Yang“, der nicht im Wettbewerb vertreten war, wurde mit einem Spezialpreis gekrönt.

Neben den ausgezeichneten Filmen waren andere Highlights des Festivalprogramms unter anderem der nervenzerfetzende Thriller „Fresh“, in dem Sebastian Stan als Chirurg mit besonderen Gelüsten verstört, das humanistische Charakterdrama „Living“ mit Bill Nighy oder auch die Kanye West-Doku „jeen-yuhs: Eine Kanye-Trilogie“. Auch vielgepriesene Beiträge wie „Meine Stunden mit Leo“ von Sophie Hyde, der von Aubrey Plaza angetriebene Kriminalthriller „Emily the Criminal“ von John Patton Ford und die schräge Sci-Fi-Satire „Dual“ von Riley Stearns gingen leider mit leeren Händen nach Hause.

Hauptpreise der Jury

Nanny (U.S. Grand Jury Prize: Dramatic)
The Exiles (U.S. Grand Jury Prize: Documentary)
Utama (World Cinema Grand Jury Prize: Dramatic)
All That Breathes (World Cinema Grand Jury Prize: Documentary)

Publikumspreise

Nawalny (Festival Favorite)
Cha Cha Real Smooth (U.S. Dramatic)
Nawalny (U.S. Documentary)
Girl Picture (World Cinema Dramatic)
The Territory (World Cinema Documentary)
Framing Agnes (NEXT)

Regie, Drehbuch, Schnitt und Schauspiel

Jamie Dack für „Palm Trees and Power Lines“ (Regie U.S. Dramatic)
Reid Davenport für „I Didn't See You There“ (Regie U.S. Documentary)
Maryna Er Gorbach für „Klondike“ (Regie World Cinema Dramatic)
Simon Lereng Wilmont für „A House Made of Splinters“ (Regie World Cinema Documentary)
K.D. Dávila für Emergency“ (Drehbuch)
Erin Casper und Jocelyne Chaput für „Fire of Love“ (Schnitt )
892 (Endemblepreis U.S. Dramatic)
Teresa Sánchez in „Jockey“ (Bester Schauspieler*in U.S. Dramatic)
Chase Joynt für „Framing Agnes“ (NEXT Innovator Prize)
Der Autor
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