Neu im Kino
Neu im Kino (Woche 50/2021)

Neu im Kino (Woche 50/2021)

Mit einem zum Bersten vollgepackten Programm öffnen nun auch die großen Kinoketten wieder ihre Pforten. Diese Woche unter anderem mit dabei: Ein Superheld zwischen den Dimensionen und die Neuauflage eines Musical-Klassikers.
Foto: Sony Pictures

Spider-Man: No Way Home

Spätestens seit vor einigen Monaten die Rückkehr des beliebten „Spider-Man“-Bösewichten Doc Ock (Alfred Molina in jugendlich aufgefrischter Version) angeteasert wurde, warten nicht nur eingefleischte MCU-Fans mit großer Erwartung auf einen der größten Blockbuster des Jahres, „Spiderman: No Way Home“ unter der Regie von Jon Watts. Der mittlerweile dritte Teil mit Tom Holland als mutierter Spinnenmann verspricht so manchen unverhofften Starauftritt (Spoiler unbedingt vermeiden) und eine kräftige Portion Nostalgie.

Der Film setzt direkt an die Handlung von „Far From Home“ an, der damit endet, dass die Identität von Peter Parker/ Spiderman publik gemacht wird. Nun muss Peter mit den Konsequenzen zurechtkommen, denn die Massen halten ihn für einen Mörder. Gut, dass er mit dem magischen Dr. Strange einen Bekannten hat, der die Fähigkeit hat, das Geschehen rückgängig zu machen. Bei der Ausführung seines Wunsches geht jedoch allerlei gehörig schief und schon bald sieht sich Peter gefährlicheren Gegner gegenüber als je zuvor.

Foto: 20th Century Fox

West Side Story

Exakt 60 Jahre nachdem die erste Leinwandadaption des Broadway-Musicals „West Side Story“ veröffentlicht wurde, findet nun die Spielberg’sche Version ihren Weg in die österreichischen Kinostätten. Der Klassiker, der die Fehde der verfeindeten Banden Jets und Sharks thematisiert, wurde hierfür modernisiert und im Gegensatz zu seinem Vorgänger zu großem Teil tatsächlich mit Schauspieler*innen der Latinx-Community besetzt. In den Rollen des dramatischen Liebespaars Tony und Maria sind Ansel Elgort und Rachel Zegler zu sehen. Auch die durch den Originalfilm bekannt gewordene Schauspiellegende Rita Moreno übernahm eine kleinen Part.

Weitere österreichweite Neustarts

Im Juli feierte Leos Carax‘ Musical „Annette“ als Eröffnungsfilm der Filmfestspiele von Cannes Premiere, für Drehbuch und Filmmusik waren keine geringeren als Ron und Russell Mael, besser bekannt als Sparks, verantwortlich. Der schräge Mix aus Drama, Satire und Musikfilm erzählt von dem wundersamen Baby des Stand-Up-Comedians Henry (Adam Driver) und der Opernsängerin Anne (Marion Cotillard), das nach dem vermeintlichen Unfalltod der Mutter mit deren Stimme singen kann.

Weiter geht es mit noch mehr Adam Driver: Nachdem dieser bereits in Ridley Scotts „The Last Duel“ zu sehen war, übernimmt er auch in der zweiten dieses Jahr veröffentlichten Produktion des Regisseurs die Hauptrolle. Gemeinsam mit Lady Gaga, Jared Leto, und Al Pacino stellt er in „House of Gucci“ den berühmt-berüchtigten Gucci-Fashion-Klan dar.

Bereits vor seinem Kinostart ließ Paul Verhoevens neuer Film, das Erotikdrama „Benedetta“, insbesondere konservative Katholik*innen sauer aufstoßen. Auf tatsächlichen Ereignissen beruhend gibt der Film die Geschichte der Nonne Benedetta Carlini wieder, die im Mittelalter als Mystikerin und vor allem wegen ihrer gleichgeschlechtlichen Beziehungen im Kloster zu zweifelhaftem Ruhme gelangte.

Bevor Adam McKays Komödie „Don't Look Up“ pünktlich zum Weihnachtsfest ins Programm des Streamingriesen Netflix aufgenommen wird, darf die Satire in einigen ausgewählten Lichtspielhäusern gezeigt werden. Der Ensemblecast versammelt neben Jennifer Lawrence und Leonardo DiCaprio, die als mittelmäßige Astronomen zufällig einen Kometen entdecken, der die ganze Welt auszulöschen droht, unter anderem auch Meryl Streep, Timotheé Chalamet und Cate Blanchett.

Nach sechs Filmen mit Milla Jovovich als Protagonistin, greift man für „Resident Evil: Welcome to Raccoon City“ wieder auf die Anfänge des Videospiel-Franchises zurück. Das Reboot von Johannes Roberts (47 Meters Down) umfasst die ersten zwei Teile des beliebten Horrorgames und zeigt Kaya Scodelario und Robbie Amell als das Geschwisterpaar Claire und Chris Redfield.

In den USA bereits seit geraumer Zeit auf Netflix zu streamen, startet der rasante Action-Thriller „Gunpowder Milkshake“ von Navot Papushado nun auch hierzulande. In der Hauptrolle der gefährlichen Auftragskillerin Sam zu sehen ist Karen Gillan, die gemeinsam mit Chloe Coleman, Lena Headey und Angela Bassett ungebändigte Frauenpower auf die Leinwände projiziert.

Benannt nach ihrem größten Welterfolg, folgt die Biografie „Respect“ von Liesl Tommy dem Leben der Gesangsikone Aretha Franklin. Dargestellt wird die Soulsängerin hierfür von niemand geringeren als Oscar-Preisträgerin Jennifer Hudson, auch Forest Whitaker und Marlon Wayans zählen zum illustren Cast.

Passend zur Weihnachtszeit kommt mit „Weihnachten im Zaubereulenwald“ auch das jüngere Publikum auf seine Kosten. Der estnische Abenteuerfilm von Anu Aun stellt das Mädchen Eia in den Fokus, die gegen die Abholzung ihres geliebten Zaubereulenwalds kämpfen muss.

Yottam Ottolenghi ist als einer der bekanntesten Kochbuchautoren weltweit vor allem Gourmets ein Begriff. Im Zuge des Dokumentarfilms „Ottolenghi und die Versuchungen von Versailles“ von Laura Gabbert folgen wir dem Küchenmeister bei seiner Kollaboration mit dem Metropolitan Museum of Art, für welches er gemeinsam mit Konditor*innen süße Meisterwerke inspiriert von dem Prunk des Schloss Versailles schuf.

Wien

Mit Maggie Gyllenhall geht die nächste Schauspielerin unter die Regisseurinnen. In ihrem Debüt „Frau im Dunkeln“ (The Lost Daughter), eine Adaption des Weltbestsellers von Elena Ferrante, porträtiert Olivia Coleman eine Frau, die sich durch eine zufällige Begegnung an vergangene Zeiten erinnert. Der Film ist erst ab Silvester bei Netflix zu sehen, in einigen ausgewählten Wiener Kinos kann man das vielfach prämierte Drama bereits jetzt schon zu sehen bekommen.

Mit reichlich Verspätung startet nun auch das norwegisch-schwedische Drama „Hope“ von Maria Sødahl in ausgewählten Spielstätten. Der Film lief im letzten Jahr in der Panorama-Schiene der Berlinale und zeigt Andrea Bræin Hovig und Stellan Skarsgård als Ehepaar, das mit einem schweren Krankheitsfall zurechtkommen muss.

Graz

Im Rahmen der diesjährigen Berlinale wurde Maria Speths‘ Dokumentarfilm „Herr Bachmann und seine Klasse“ mit dem Großen Jurypreis ausgezeichnet. Über eine stolze Lauflänge von 217 Minuten hinweg wird die Geschichte eines ganz besonderen Lehrers und seiner Schulklasse skizziert, deren Schüler*innen aus 12 verschiedenen Nationen stammen. Der Film läuft bereits seit letzter Woche in ausgewählten Wiener Kinos, nun ist er auch in Grazer Kinoprogramm zu sehen.

Auch die französische Komödie „Notre Dame“ von Valérie Donzelli läuft seit dieser Woche in vielen österreichischen Kinoetablissements. Durch eine Verwechslung gewinnt hierin die Protagonistin einen renommierten Architekturwettbewerb, der ihr ohnehin turbulentes Leben noch mehr auf den Kopf stellt.

Und der Tabaluga-Klassiker „Tabaluga und Leo - Der Weihnachtsfilm“ von David Evans ist nach seinem Start in Wien seit Freitag auch in Graz zu sehen.
Die Autorin
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juliap

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