Neu im Kino
Neu im Kino (Woche 45/2021)

Neu im Kino (Woche 45/2021)

In der neuen Kinowoche entführt Edgar Wright Zuschauer auf einen Horrortrip ins London der Sechziger.
Foto: Universal Pictures International

Last Night in Soho

Eigentlich ist Edgar Wright für verspielte Komödien wie die Cornetto-Trilogie („Shaun of the Dead“, „Hot Fuzz“, „The Worlds End“), „Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt“ oder „Baby Driver“ bekannt. Mit seinem neuen Spielfilm wagt sich der ohnehin Genre-versierte Brite erstmals ins ernste Horrorfach. Im Vordergrund der Geschichte steht die ambitionierte Eloise (Thomasin McKenzie), die sich für ein Modestudium vom ländlichen Cornwall nach London begibt. Das neue Leben in der Großstadt erweist sich für die junge Frau aber als große Herausforderung. Von ihren Mitschülerinnen wird sie andauernd gepiesackt und hat zunächst Probleme, sich dem Trubel der Weltmetropole anzupassen. Als die retroverliebte Modestudentin sich in ihren Träumen plötzlich im schillernden London der vermeintlich Goldenen Sechziger wiederfindet, scheint sich alles zum Positiven zu wenden. Doch der Schein trügt: bald wird sie mit den Schrecken der Vergangenheit konfrontiert, die ihr zeigen, dass Nostalgie auch gefährlich sein kann. Shooting-Star Anya Taylor Joy („The Queens Gambit“) verkörpert eine aufstrebende 60s-Sängerin, die Eloise in ihren Träumen begegnet.

Weitere Neustarts

In Til Schweigers neuestem Machwerk „Die Rettung der uns bekannten Welt“ wird ein bipolarer Jugendlicher in eine Klinik eingewiesen.

Der Dokumentarfilm „Billie - Legende des Jazz“ setzt sich mit dem Leben und künstlerischen Schaffen der Ausnahmemusikerin Billie Holiday auseinander.

Das französische Drama „Das Land meines Vaters“ erzählt von einem Mann, der einst den Bauernhof seiner Familie übernommen hatte und mittlerweile auf einem großen Schuldenberg sitzt.

In der deutschen Künstlerbiografie „Lieber Thomas“ schlüpft Albrecht Schuch in die Rolle des renommierten DDR-Schriftstellers Thomas Brasch.

Der Dokumentarfilm „Aksel - The Story of Aksel Lund Svindal“ zeichnet ein Porträt des gleichnamigen norwegischen Olympia-Skifahrers.

Mit der Doku „The Booksellers – Aus Liebe zum Buch“ werfen Schriftstellerin Fran Lebowitz und Schauspielerin Parker Posey einen Blick hinter die Kulissen der reichen Buchwelt New Yorks.

Jüngere Zuseher*innen dürfen sich mit „Elise und das vergessene Weihnachtsfest“ auf ein weihnachtliches Abenteuer aus Norwegen freuen.

Der vielversprechende „Tick, Tick ... Boom!“ läuft leider nur in einem einzigen Wiener Kino an, startet aber immerhin die Woche drauf bereits auf Netflix. Im Regiedebüt von Broadway-Star Lin Manuel Miranda verkörpert Andrew Garfield einen Theatermacher mit großen Ambitionen.

Auch die Doku „Tagebuch einer Biene“, die unterschiedlichste Bienenarten beleuchtet, startet vorerst nur in Wien.

Im Drama „Das Mädchen und die Spinne“ der Schweizer Zürcher-Brüder, das nun auch in Graz anläuft, sorgt ein Umzug für Spannungen.
Der Autor
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