Neu im Kino
Neu im Kino (Woche 40/2021)

Neu im Kino (Woche 40/2021)

Eine Woche nach dem neuen James Bond trauen sich neue Blockbuster noch nicht ins Kino. Für Doku-Freunde mangelt es dennoch nicht an Programm. Lasst euch entführen in die Tiefen der Meere, der Wälder, der Renterparadiese und des Internets.
Foto: Polyfilm

Curveball - Wir machen die Wahrheit

Die deutsche Krimikomödie „Curveball“ feierte ihre Premiere bereits auf der Berlinale 2020. Der pandemiebedingt verschobene Kinostart hat dem Film allerdings nicht unbedingt geschadet, sondern macht das Thema, das der Film behandelt, nur umso aktueller. Der Film handelt nämlich von einem Biowaffenexperten, der überzeugt ist, dass der Irak gefährliche Viren herstellt. Ein irakischer Asylwerber bringt ihn auf eine interessante Fährte, für die allerdings jegliche Beweise fehlen, was allerdings die Verbreitung der Geschichte nicht verhindert. Bald wird die Lüge zu einer oft erzählten Wahrheit, die die Weltpolitik auf den Kopf stellt. Kommt euch bekannt vor, was? Für Publikum das hinterfragt, was es glaubt.

Foto: Filmladen

The Bubble

In der österreichischen Dokumentation „The Bubble“ lässt Regisseurin Valerie Blankenbyl eine Blase zerplatzen. Ihr Porträt der Viallages, ein Renterparadies in Florida, lässt zahlungskräftige Rentner*innen ihren dritten Frühling erleben. Doch Cocktails-Bars und Golfplätze wachsen nicht auf Bäumen, sondern zerstören diese. Neben zufriedenen Pensionist*innen zeigt Blankenbyl auch den Schaden, den Kapitalismus und Spaßgesellschaft der einzigartigen Flora und Fauna zufügen. Für alle, die ein humoristisches Porträt der Rentnerblase Floridas gepaart mit pointierter Gesellschafskritik zu schätzen wissen.

Weitere Neustarts

Des Weiteren startet noch das österreichische Drama „Hinterland“. Der Film handelt von einem Kriegsheimkehrer, der 1920 wieder nach Wien kommt, in dem er alles verändert vorfindet: das Kaiserreich ist eine Republik, seine Frau hat nicht auf ihn gewartet und seine Kameraden sind einem brutalen Serienmörder zum Opfer gefallen. Regie führte niemand geringerer als Stefan Ruzowitzky, der 2008 Österreich mit „Die Fälscher“ den Oscar für den besten fremdsprachigen Film ins Land holte.

Der österreichische Dokumentarfilm „Herbst in Bangkok“ von Walter Größbauer zeigt die Megacity Bangkok und ihre Einwohner. Dabei wagt der Film Einblicke in verschiedene Lebenswelten, die sich zwischen Konsumgesellschaft und buddhistischer Tradition ansiedeln.

Die tschechische Dokumentation „Gefangen im Netz“ wagt ein unangenehmes Experiment rund um das Tabuthema Missbrauch an Kindern und Jugendlichen im Internet.

Der französisch-britische Dokumentarfilm „Wonders of the Sea“ liefert atemberaubende Unterwasseraufnahmen aus den Ozeanen unserer Welt – und das sogar in 3D.

Die deutsche Doku „Der wilde Wald“ zeigt, wie der Bayrische Wald langsam zu seiner Natur zurückkehrt. Der heutige Nationalpark und einstige Wirtschaftswald zeichnet sich durch sein Ökosystem und seine Artenvielfalt aus. Vor allem aber werden ihn auch noch zukünftige Generationen bewundern können. Der Film startet diese Woche in Wien, ab dem 18. Oktober ist er dann aber auch im Grazer Rechbauerkino zu sehen.
Die Autorin
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Stadtneurotikerin

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