Neu im Kino
Neu im Kino (Woche 34/2021)

Neu im Kino (Woche 34/2021)

Während Anthony Hopkins in der neuen Kinowoche seinen Verstand verliert, gewinnt Hugh Jackman Einsicht in den Verstand und die Erinnerungen der anderen.
Foto: Filmladen, A24, Telepool

The Green Knight

Aus der Feder und unter der Regie von David Lowery ist schon viel Gutes entstanden, zum Beispiel sein berührendes Drama „A Ghost Story“. Mit seinem neusten Werk „The Green Knight“ wagt er eine Adaption der mittelalterlichen Erzählung „Sir Gawain und der Grüne Ritter“ und wer wagt, der gewinnt auch, wenn man dem Sprichwort glauben kann. Das filmische Ritterepos begeistert Kritiker und Cineasten gleichermaßen. Dev Patel spielt in diesem fantastischen Abenteuer die Hauptrolle des Gawain, König Arthurs Neffen, der sich auf ein Duell mit dem Grünen Ritter einlässt, einem mysteriösen Riesen, der ihm den Kopf kosten könnte. Für alle, die das große Abenteuer im Kino suchen.

Foto: Tobis Film

The Father

Dieses britische Drama des französischen Regisseurs Florian Zeller wurde bereits im Vorfeld mit Preisen überschüttet. Neben dem Oscar für das beste adaptierte Drehbuch wurde auch Anthony Hopkins als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet und ist somit der älteste Schauspieler (83), der je in dieser Kategorie abgesahnt hat. Das Drama erzählt die bedrückende Geschichte eines alten Mannes, dessen fortschreitende Demenz die Beziehung zu seiner Tochter (Olivia Coleman) auf eine harte Probe stellt. Sein Unverständnis für die eigene Umwelt führt zu Misstrauen gegenüber seiner Familie und letztendlich seinem eigenen Verstand. Für alle, die den Gewinner der Uncut Film-EM endlich sehen wollen.

Weitere Neustarts

Das iranische Drama von Mohammad Rasoulof „Doch das Böse gibt es nicht“ ist eine beeindruckende filmische Abhandlung über die Todesstrafe und erzählt vier Geschichten, die von Moral und Schuld handeln. Das Drama wurde im Vorjahr mit dem Goldenen Bären, dem höchsten Preis der Berlinale, ausgezeichnet.

Die Macherin der erfolgreichen Sci-Fi-Serie „Westword“, Lisa Joy, bringt nun ihren ersten Spielfilm in die Kinos. Sie bleibt ihrem Genre treu und erzählt in „Reminiscence – Die Erinnerung stirbt nie“ von einem Privatdetektiv, dessen Spezialgebiet verschüttete Erinnerungen sind. Ein neuer Auftrag bringt jedoch Dinge an den Tag, die besser verborgen geblieben wären.

Der Horrorfilm „Candyman“ spielt in Chicagos Künstlerszene. In einem gentrifizierten Stadtteil, in dem nun wohlhabende Leute wohnen, erwacht die dunkle Legende des Candyman zu neuem Leben und findet seinen Weg in die Kunst. Regisseurin Nia DaCosta schrieb das Drehbuch zu diesem etwas anderen (besseren!) Horrorfilm zusammen mit Jordan Peele, der mit seinen Filmen „Get Out“ und „Wir“ das Horror-Genre in den letzten Jahren sehr aufgewertet hat.

Im deutschen Sci-Fi-Film „Tides“ kehren drei Astronaut*innen zurück auf die Erde, nachdem die Menschheit diese verlassen hat, weil sie unbewohnbar geworden war. Da auf ihrem neuen Heimatplaneten alle Menschen unfruchtbar sind, wollen sie auf der Erde den Fortbestand ihrer Spezies sichern.

In der amerikanischen Komödie „Killer's Bodyguard 2“ gibt es ein Wiedersehen mit Ryan Reynolds und Samuel L. Jackson. Nachdem Bodyguard Bryce seinen Job nach dem ersten Teil dieser Filmreihe an den Nagel gehängt hat, holt ihn sein Beruf (oder seine Berufung) nun wieder ein.

Der Regisseur Pepe Danquart entführt uns mit „Vor mir der Süden“ in den Süden und nimmt uns mit auf eine 3000 Kilometer lange Fahrt entlang der italienischen Künste – und das auch noch in einem Fiat.

Auch für die Kleinen gibt es diese Woche großfüßiges Kino mit „Bigfoot Junior - Ein tierisch verrückter Familientrip“.

Vorerst nur in Wien startet noch „The Virtuoso“, ein Action-Thriller – ebenfalls mit Anthony Hopkins – in dem ein Auftragskiller mit seinem neuen Auftrag in verschlafenes Städtchen aufzuwecken droht.
Die Autorin
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Stadtneurotikerin

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