Neu im Kino
Neu im Kino (Woche 30/2021)

Neu im Kino (Woche 30/2021)

Von koreanischen Einwandererfamilien über abenteuerliche Reisen in den tiefsten Dschungel Südamerikas hin zu unheimlichen Strandurlauben der Marke Shyamalan: die neue Kinowoche hat wieder einiges zu bieten.
Foto: Prokino, Pandafilm

Minari

Das mehrfach preisgekrönte (u.a. sechs Oscar-Nominierungen) Drama von Regisseur Lee Isaac Chung widmet sich einer aus Korea stammenden Familie, die einst in die USA emigrierte, um sich den amerikanischen Traum zu erfüllen. Anfang der 1980er-Jahre steht der Yi-Familie nun ein weiterer Umzug bevor: von Kalifornien verschlägt es sie in die ländlichen Teile des US-Bundesstaats Arkansas, wo sie fortan in einem Wohnwagen verweilen. Familienvater Jacob („The Walking Dead“-Star Steven Yeun) möchte sich dort endlich den langjährigen Wunsch der eigenen Farm realisieren und selbst angebautes Gemüse verkaufen. Doch aller Anfang ist schwer. Während Jacob und seine Frau Monica (Yeri Han) ihr neues Geschäftsmodell nur schleppend auf Vordermann bringen, hadern Sohn David (Alan S. Kim) und Tochter Anne (Noel Cho) damit, sich den neuen Wohnverhältnissen anzupassen. Durch die plötzliche Ankunft der in Korea wohnhaften Großmutter Soonja (Oscar-Preisträgerin Youn Yuh-jung) wird der verzweifelten Familie zumindest ein wenig Unterstützung geboten.

Foto: The Walt Disney Company

Jungle Cruise

Der neue Film von Action-Spezialist Jaume Collet-Sera (u.a.: „Unknown Identity“, „Non-Stop“) basiert auf dem gleichnamigen Fahrgeschäft der Disneyland-Freizeitparks. In der Leinwand-Adaption verkörpert Emily Blunt die Forscherin Dr. Lily Houghton, die sich im frühen 20. Jahrhundert gemeinsam mit ihrem Bruder McGregor (Jack Whitehall) in den Dschungel Brasiliens begibt, um nach einem Baum mit angeblichen Heilkräften Ausschau zu halten. Als Stütze wird den beiden der stämmige Flussschifffahrtskapitän Frank Wolff (Superstar Dwayne Johnson) zur Seite gestellt, der sie sicher entlang des Amazonas navigieren soll. Doch auch andere wollen den sogenannten „Baum des Lebens“ an sich herreißen. So bekommen die drei es bald mit dem blutrünstigen Söldner Aguirre (Édgar Ramírez) wie auch dem deutschen Aristokraten Prinz Joachim (Jessie Plemons) zu tun. Eine abenteuerliche Expedition, die viele Risiken birgt.

Foto: Universal Pictures International

Old

Im neuen Horrorthriller von Twist-Meister M. Night Shyamalan, dessen Karriere von hohen Höhe- und Tiefpunkten gezeichnet ist, lässt ein Strand Menschen auf mysteriöse Weise altern. Eigentlich sollte es der perfekte Familienurlaub werden: als Prisca (Vicky Krieps) und Guy Cappa (Gael García) gemeinsam mit ihren zwei Kindern einen abgelegenen Strand bereisen, ahnen sie noch nicht, was ihnen blüht. Nach außen hin erscheint der Sandstrand wie ein paradiesisches Urlaubsziel. Schon bald entpuppt sich das vermeintliche Paradies aber als der blanke Horror. Spätestens als Tochter Maddox (Thomasin McKenzie) und Sohn Trent (Alex Wolff) binnen weniger Stunden von Kindern zu jungen Erwachsenen werden, realisieren sie, dass seltsame Dinge vor sich gehen. Der Strand lässt all seine Besucher*innen rasend schnell altern, bis sie schlussendlich zu Staub zerfallen. Ein Entkommen scheint unmöglich.

Weitere Neustarts

Kult-Regisseur Guy Ritchie lässt in seinem neuesten Streich „Cash Truck“ (OT: „Wrath of Man“) Jason Statham einen millionenschweren Geldtransporter vor zwielichtigen Gangstern beschützen. Der Action-Thriller ist ein Remake des französischen Films „Cash Truck – Der Tod fährt mit“ aus dem Jahre 2004.

In der deutschen Komödie „Generation Beziehungsunfähig“ schlüpft Frederick Lau in die Rolle einen Full-Time-Single, der zum ersten Mal wahre Liebe erfährt.

Bill Nighy und Annette Benning verkörpern im Drama „Wer wir sind und wer wir waren“ ein langverheiratetes Paar, das sich nach knapp 30 Jahren Ehe trennt.

Eva Green spielt in „Proxima - Die Astronautin“ eine französische Astronautin, die während der Vorbereitung auf den kommenden Weltraumflug mit persönlichen Problemen zu kämpfen hat.

Der britische Horrorschocker „Censor“ handelt von einer Filmzensorin, die eines Tages behauptet, das Bild ihrer verschollenen Schwester in einem Horrorstreifen entdeckt zu haben.

Fotograf Jim Rakete porträtiert in seiner Doku „Now“ sechs junge Klimaaktivist*innen.

In Christian Puius knapp dreieinhalbstündigen Mammutwerk „Malmkrog“ philosophieren wohlhabende Aristokraten ausführlich über Gott und die Welt.

Die Dokumentation „Alles ist eins. Außer der 0.“ befasst sich mit der Geschichte der deutschen Hacker-Vereinigung „Chaos Computer Club“.

In „Ostwind - Großer Orkan“, dem fünften Teil der beliebten Jugendfilm-Reihe, zieht ein Sommersturm über den Pferdehof auf.
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