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Neu im Heimkino (Woche 16/2021)

Neu im Heimkino (Woche 16/2021)

Diese Woche mit einer wehmütigen Indie-Dramedy über eine Männerfreundschaft, einem außergewöhnlichen Künstler-Porträt und einer eigensinnigen Genre-Perle.

Amazon Prime Video:

Foto: Pandafilm

The Climb

Das Langfilmdebüt des US-Amerikaners Michael Angelo Covino wirft über mehrere Jahre hinweg einen Blick auf eine Männerfreundschaft, die durch einige Zwischenfälle auf eine harte Probe gestellt wird. Mike (Regisseur Michael Angelo Covino) und Kyle (Co-Drehbuchautor Kyle Marvin) verband jahrelang eine enge Freundschaft. Als Mike seinem besten Freund während einer gemeinsamen Fahrradtour gesteht, dass er aktuell in eine Affäre mit Kyles Frau verwickelt ist, treibt das einen Keil zwischen die zwei. Trotz mehrerer Tragödien und Hürden im Privatleben, gelingt es den beiden jedoch nur bedingt voneinander Abstand zu halten. Das Verhältnis mag zwar zerrüttet sein, aber die freundschaftliche Liebe ist noch nicht gänzlich verflogen.

Ein zutiefst bewegendes, zeitgleich aber auch brüllend komisches Porträt einer komplexen Männerfreundschaft!

Amazon Prime Video:

Foto: Stadtkino, Weltkino

Schlingensief - In das Schweigen hineinschreien

Christoph Maria Schlingensief war ohne den geringsten Zweifel einer der größten Eigenbrötler, die je erfolgreich in der deutschen Kunstszene Fuß fassten. Dass Schlingensief neben seinen eigensinnigen B-Movie-Produktionen, absurden Theaterarbeiten und provokanten Polit-Aktionen aber alles andere als ein 'enfant terrible', sondern ein aufrichtiger und sympathischer Mensch voller Empathie war, das beweist Regisseurin Bettina Böhler in diesem Doku-Porträt über den Universalkünstler. Die Doku „Schlingensief - In das Schweigen hineinschreien“ gibt einen ausführlichen Überblick über das Leben und Schaffen des 2010 im Alter von gerade mal 50 Jahren verstorbenen Ausnahmeregisseurs. Ein Muss für alle Fans des wunderbar schrulligen Film- und Theatermachers und all jenen, die es noch werden wollen bzw müssen!

Im Rahmen der Viennale durfte der Film bereits letzten Herbst seine Österreich-Premiere feiern. Hier geht es zur UNCUT-Exklusivkritik, in der wir reichlich lobende Worte für die Künstler-Doku fanden.

DVD/Blu-Ray:

Foto: Koch Films

Psycho Goreman

Steven Konstanski, der vor wenigen Jahren als Co-Regisseur des kanadischen Horrorschockers „The Void“ Bekanntheit erlangte, tischt Genre-Fans mit seinem neuesten Werk einen filmischen Leckerbissen der Sonderklasse auf. Die Sci-Fi-Horrorkomödie widmet sich einem Bruder-Schwester-Gespann, das ein miesgelauntes Alien ganz nach ihrer Pfeife tanzen lässt. Die Geschwister Luke (Owen Myre) und Mimi (Nita-Josee Hanna) finden nach einer gemeinsamen Ballspiel-Session in einem Erdloch einen glühenden Edelstein vor. Noch in der selben Nacht dringt aus dem Innern der Erde plötzlich ein außerirdisches Wesen empor, das sich schon bald als blutrünstige Killermaschine herausstellt. Der Fund des Edelsteins erweist sich jedoch als wahrer Glücksgriff. Wie die zwei Kinder nämlich wenig später realisieren, lässt sich mithilfe dessen die unheimliche Aliengestalt ganz nach ihrem eigenen Willen kontrollieren. Als eine Gruppe Außerirdische davon Wind bekommen, dass das von den Kindern liebevoll „Psycho Goreman" getaufte Wesen aus seiner Gefangenschaft entkommen ist, machen sie sich auch auf den Weg zur Erde. Was folgt ist ein intergalaktischer Kampf, bei dem bestimmt nicht jeder Beteiligte mit dem Leben davon kommen wird.

Eine Perle des obskuren Kinos, bei der vor allem Genre-Film-Fans auf ihre Kosten kommen sollten!
Der Autor
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chrosTV

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