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SXSW 2021 – Das war Tag 2

SXSW 2021 – Das war Tag 2

Das Filmfestival und auch einige der Filme standen ganz im Zeichen der coronabedingten Kontaktbeschränkungen.
Der zweite Tag der digitalen Edition des SXSW bot gleich mehrere Filme, die während der Covid-19-Pandemie entstanden sind und sich auch thematisch mit dieser befassen. Kelley Kali und Angelique Molina erzählen in ihrem neuen Film „I'm Fine (Thanks for Asking)“ von einer verwitweten Frau, die im Zuge der Pandemie ihre Wohnung verloren hat. Mit Rollerskates ausgestattet hetzt sich die junge Mutter von einen Kleinjob in den nächsten, um am Ende des Tages genug Geld für ein neues Apartment zusammemzukratzen.

Bild aus dem Film „I'm Fine (Thanks for Asking)“ (Filmverleih)


Die Regisseurinnen Mallory Everton und Whitney Call widmen sich in ihrer Corona-Komödie „Recovery“ hingegen zwei Schwestern, die sich auf einen mutigen Roadtrip begeben, um ihre Großmutter aus einem vom Virus befallenen Altersheim zu befreien.

Bild aus dem Film „Recovery“ (Sorø Films)


Language Lessons“, das charmante Regiedebüt von Natalie Morales, ist zwar ebenfalls während der Pandemie entstanden, macht diese jedoch gar nicht ersten zum Thema. Stattdessen wurden die Restriktionen clever genutzt, um eine Tragikomödie zu drehen, die sich zur Gänze auf Zoom abspielt. Morales selbst spielt darin an der Seite von Indie-Darling Mark Duplass eine lateinamerikanische Spanisch-Lehrerin, die zu ihrem US-Amerikanischen Schüler im Online-Unterricht eine enge Freundschaft aufbaut. Wir durften den Film bereits vor wenigen Wochen im Rahmen der Online-Berlinale sehen, wo dieser als Teil der Reihe „Berlinale Special“ seine Weltpremiere feierte.

Bild aus dem Film „Language Lessons“ (Filmverleih)


In der Seriensektion gab es diesmal die Pilot-Folge der vielversprechenden HBO-Miniserie „Made for Love“ zu bestaunen. Das Sci-Fi-Projekt zeichnet eine düstere Zukunftsvision, in der mächtige Techkonzerne eine unheimliche Alternativrealität geschaffen haben. Cristin Milioti („Palm Springs“, „Fargo“) verkörpert Hazel Green, die Frau eines stinkreichen Tech-Moguls, der sie in seinem eigenen Anwesen festhält. In der ersten Folge versucht sie zurück in die reale Welt zu fliehen. Die Besetzung der acht-episodigen Miniserie wird in Nebenrollen durch Namen wie Billy Magnussen oder Ray Romano ergänzt.

Made For Love
„Made for Love“ - Fotos: HBO Max


Auch in der Tragikomödie „Our Father“ befinden sich zwei Schwestern auf der Suche nach einem Familienmitglied. In diesem Fall ist es der mysteriöse Onkel, der wahrscheinlich über die Beweggründe Bescheid weiß, die den Vater der beiden in den Selbstmord getrieben hat.

Bild aus dem Film „Our Father“ (Filmverleih)


Und in der Midnight-Schiene lief heute unter anderem „Witch Hunt“ von Elle Callahan. Der Horrorfilm entwirft eine Alternativrealiät, in der Hexen im Amerika des 21. Jahrhunderts tatsächlich existieren und strafrechtlich verfolgt werden.