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Neu im Heimkino (Woche 7/2021)

Neu im Heimkino (Woche 7/2021)

Vom Alexanderplatz bis zum Bahnhof Zoo. Neben Berlin hat diese Woche aber auch Wonder Woman ihren großen Auftritt auf den heimischen Fernsehgeräten.
Eine kultige Amazonenprinzessin verschlägt es in ihrem zweiten Soloabenteuer in ein glorreiches Jahrzehnt, Rosamund Pike beutet alte Menschen für eigene Zwecke aus und zwei Buchklassiker aus Deutschland werden fürs moderne Zeitalter neu interpretiert. Wir werfen einen Blick auf die Streaming-Highlights der Woche.

Sky:

Foto: Warner Bros

Wonder Woman 1984

Bevor der zweite Solo-Film der populären DC-Superheldin nach Aufhebung der aktuellen Corona-Maßnahmen hoffentlich auch über die lokalen Leinwände flimmern wird, feiert der Comicstreifen nun vorerst exklusiv im Angebot des Bezahlsenders Sky seine deutschsprachige Premiere. Im Gegensatz zum Vorgängerfilm, dem der Erste Weltkrieg als Setting diente, spielt sich die abermals von Patty Jenkins inszenierte Fortsetzung in den mit reichlich Nostalgie verbundenen Achtzigerjahren ab. 1984 arbeitet Diana Prince alias Wonder Woman (Gal Gadot) im renommierten Smithsonian-Museum in Washington D.C. Von ihrem Alter Ego hat die taffe Prinzessin der Amazonen sich aber noch lange nicht verabschiedet und beschützt die Menschen insgeheim weiterhin vor sämtlichen bösen Mächten, die die Erde heimsuchen. In Folge eines verhinderten Überfalls im Museum, gelangt ihre schüchterne Arbeitskollegin Minerva (Kristen Wiig) plötzlich in den Besitz eines mysteriöses Steins, der sämtliche Wünsche in Erfüllung gehen lässt. Während der Wunderstein Diana dazu verhilft, ihren 70 Jahre zuvor verstorbenen Liebhaber Steve (Chris Pine) ins Reich der Lebenden zurückzuholen, nutzt ihn ihre Mitarbeiterin dazu aus, um selbst an Superkräfte zu gelangen. Zur selben Zeit hat es auch der schmierige Business-Mann Maxwell Lord (Pedro Pascal) auf das traumerfüllende Artefakt abgesehen und führt Böses im Schilde.

Ein Muss für Fans des DCEU!

Netflix:

Foto: Netflix

I Care A Lot

In dieser düsteren Mischung aus Komödie und Thriller schlüpft „Gone Girl“-Star Rosamund Pike in die Rolle einer gewieften Anwältin, die wohlhabende Senior*innen abzockt. Marla Grayson (Pike) verdient sich ihre Brötchen damit, Personen älteren Semesters vor Gericht zu vertreten und so die Vormundschaft für diese zu erhalten. Nach außen hin scheint es, als würde sich Maria tatsächlich um die Rechte und Sorgen ihrer Klient*innen bemühen wollen. In Wahrheit verbirgt sich dahinter jedoch ein kalkuliertes Spiel. Gemeinsam mit ihrer Geliebten Fran (Eiza Gonzalez) verfolgt sie nämlich in erster Linie das Ziel, ans Geld vermögender Senior*innen zu gelangen. Bei ihrem neuesten Opfer handelt es sich um die reiche Jennifer (Dianne Wiest), die keine lebenden Verwandte hat, die sich ihr Erbe unter den Nagel reißen könnten. Womit die beiden jedoch nicht gerechnet hätten: die alte Dame ist selbst in kriminelle Machenschaften verwickelt. Schon bald bekommen sie es mit dem russischen Mafiaboss Roman Lunyov (Peter Dinklage) zutun, der ebenfalls das Vermögen der alten Frau im Visier hat.

Hochkarätig besetzte Mischung aus beißender Kapitalismus-Satire und smartem Thriller!

Netflix:

Foto: Constantin Film

Berlin Alexanderplatz

In der Neuverfilmung des gleichnamigen Romanklassikers von Alfred Döbl, versetzt Regisseur Burhan Qrbani die Prämisse des ursprünglich 1929 erschienenen Buches ins Berlin des 21. Jahrhunderts. Aus Franz Biberkopf wird der aus Guinea-Bissau stammende Flüchtling Francis (Welket Bungué), der kurz nach seiner kräftezerrenden Ankunft in Europa in ein Berliner Flüchtlingsheim unterkommt. Gemeinsam mit anderen Asylwerbern wird er für einen Job an einer Baustelle angeheuert. Durch den hinterhältigen Deutschen Reinhold (Albrecht Schuch) gerät der eigentlich ehrenvolle Flüchtende kurze Zeit später in den Drogenhandel der deutschen Bundeshauptstadt. Nach und nach taucht Francis immer tiefer in die Berliner Unterwelt ein und erarbeitet sich innerhalb dieser einen Namen. Früher oder später muss der junge Mann, der dem kriminellen Leben eigentlich den Rücken kehren wollte, aber realisieren, dass er sich sein Leben in Deutschland ganz anders vorgestellt hatte. In einer wichtigen Nebenrolle gibt es unter anderem auch noch „Fack Ju Göhte“-Star Jella Haase als Escort-Dame Mieze zu sehen.

Die in fünf Akte gegliederte Adaption des altbekannten Stoffes feierte im vergangenen Jahr im Rahmen der 70. Berlinale seine Weltpremiere. UNCUT durfte sich den Film bereits bei seiner Uraufführung anschauen. Hier geht es zu unserer Exklusivkritik.

Amazon Prime:

Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (Serie)
Mit dieser achtteiligen Miniserie wird der autobiografische Kultroman von Christiane F. für ein modernes Publikum neu aufgelegt. Die Rahmenhandlung der Geschichte, die bereits 1981 erfolgreich verfilmt wurde, spielt sich aber wie gewohnt im Berlin der Siebzigerjahre ab. Im Zentrum der Serie stehen die sechs Jugendlichen Christiane, Benno, Babsi, Axel, Michi und Stella, die durch die Berliner Clubszene schon in jungen Jahren mit harten Drogen wie Heroin in Berührung kommen. Das steigende Suchtverhalten der sechs Teenager bleibt jedoch nicht ohne Folgen, denn das neue Milieu birgt auch so einige Gefahren. Christiane F. selbst wird in der hippen Serien-Adaption vom österreichischen Shooting-Star Jana McKinnon („To the Night", „Beautiful Girl") verkörpert.
Der Autor
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chrosTV

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