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Neu im Heimkino (Woche 5/2021)

Neu im Heimkino (Woche 5/2021)

Die neue Heimkinowoche steht im Zeichen der Liebe und im Vorzeichen der Nazis.

Netflix:

Foto: Netflix

Malcolm & Marie

Das in schwarz-weiß gehaltene Beziehungsdrama „Malcolm & Marie“ vereint ein Team, das sich bereits bewährt hat. Sam Levinson, Macher der HBO Serie „Euphoria“, holte für seinen neuen Film seine Serien-Hauptdarstellerin Zendaya erneut vor die Kamera. Neben John David Washington, Star des einzigen großen Blockbusters 2020 „Tenet“, spielt sie die Freundin eines Regisseurs. Ihre Beziehung wird auf die Probe gestellt, als sie von einer Filmpremiere nachhause kommen und darauf warten, dass Kritiken eintrudeln. Ein Kampf zwischen Künstler und Muse, zwischen Mann und Frau bahnt sich an. Die Netflix-Eigenproduktion ist jetzt auf dem Streaming-Dienst verfügbar. Für Publikum, das ästhetischen Anspruch und emotionale Eskalation schätzt.

Prime Video:

Foto: Filmladen, Weltkino

Wir beide

Die französische Romanze „Wir beide“ erzählt die rührende Geschichte zweier älterer Frauen. Sie sind Nachbarinnen, führen aber auch eine heimliche Liebesbeziehung. Ein Outing vor ihren erwachsenen Kindern ist für die Witwe Madeleine unvorstellbar, der Traum von der großen Liebe und vom neuen Leben miteinander will dennoch gelebt werden. Doch eines Tages stehen die liebenden Nachbarinnen vor verschlossenen Türen. Das Drama, das schon längst in unseren heimischen Kinos hätte laufen sollen, ist bereits als DVD erhältlich und landet nun auch auf Prime. Ebenfalls erhielt es diese Woche eine Golden-Globe-Nominierung als bester fremdsprachiger Film. Eine Filmempfehlung für hoffnungsvolle Romantiker*innen.

VOD:

Foto: Lionsgate

Six Minutes to Midnight

Das britische Geschichtsdrama „Six Minutes to Midnight“ mit Judi Dench und Jim Broadbent spielt während der letzten Tage vor dem zweiten Weltkrieg an einer renommierten Schule für deutsche Mädchen an Großbritanniens Küste. Ein Lehrer legt sich mit den Töchtern aus einflussreichen nationalsozialistischen Familien an und verschwindet bald darauf. Der neue Lehrer versucht sich auf dessen Spuren zu begeben, um herauszufinden, was passiert ist. Dieser packende und unheilvolle Film ist nun als VOD verfügbar. Für die Geschichtsstunde zwischendurch.

Queerfilmnacht:

Foto: Salzgeber & Co

Minjan

Das LGBT-Drama „Minjan“ handelt von einem jungen Mann im Brooklyn der 1980er. Als Sohn einer russischen Einwanderfamilie wächst er in einer strengen jüdischen Glaubensgemeinschaft auf. Doch seine Homosexualität zieht ihn immer wieder in die Schwulenbars des East Village. Hin und hergerissen zwischen seinem Glauben und seiner Lust sucht er nach dem richtigen Weg für ihn. Das sehenswerte Coming-of-Age-Drama kann man im Februar auf queerfilmnacht.de streamen. Die Website sollte generell auf dem Radar (oder Gaydar) von filmbegeisterten Menschen der queeren Community sein. Jeden Monat werden hier zwei neue Filme zum Stream angeboten. Unterstützt werden dabei sowohl queere Filme als auch geschlossene Kinos.
Die Autorin
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Stadtneurotikerin

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