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Sundance Film Festival 2021 - Tag 4

Sundance Film Festival 2021 - Tag 4

Robin Wright gibt ihr Regiedebüt, Ed Helms möchte ein Kind und Udo Kier lernt und das Fürchten. Doch der Star des Tages ist Nicolas Cage im neuen Film von Sion Sono.
Tag 4 des Sundance Film Festivals war wieder vollgepackt mit zahlreichen Premieren. Den Anfang machte der Film „Marvelous and the Black Hole“ von Kate Tsang. Er handelt von einer 13-Jährigen, die nach einer Sachbeschädigung in der Schule auf ein Sommercamp geschickt wird. Dort freundet sie sich mit einer von Rhea Perlman gespielten Zauberkünstlerin an. Mehr dazu gibt's jetzt schon im Podcast (siehe unten) und bald in der Kritik.

Bild aus dem Film „Marvelous and the Black Hole“ (Filmverleih)

In „Together Together“ von Nicole Beckwith spielt der aus den „Hangover“-Filmen bekannte Ed Helms einen alleinstehenden Mann, der gerne eine Familie gründen möchte und sich deshalb eine Leihmutter sucht. Ein Film mit viel Herz und Humor, der gesellschaftliche Konflikte nicht nur oberflächlich anspricht. Mehr dazu gibt es in der ausführlichen Kritik von Julia Pogatetz.

Bild aus dem Film „Together Together“ (Bleeker Street)

Nicht nur bei den diesjährigen Golden-Globe-Nominierungen, auch in Sundance ist die Dichte an RegisseurINNEN auffallend groß. Und es kommen laufend neue dazu. So etwa die Schauspielerin Robin Wright, die mit „Abseits des Lebens“ ihr Regiedebüt gibt. Sie spielt in dem Drama eine Frau, die sich nach einem tragischen Vorfall in den Wäldern der Rocky Mountains von der Zivilisation abschottet. Christian Pogatetz hat sich den Film für Uncut angeschaut war aber trotz der schönen Bilder nicht sonderlich davon begeistert.

Bild aus dem Film „Abseits des Lebens“ (Focus Features, Universal Pictures International)

Volle Begeisterung gab es hingegen beim Film „Prisoners of the Ghostland“, dem ersten englischsprachigen Film des japanischen Kultregisseurs Sion Sono. Nicolas Cage spielt darin einen Kleinkriminellen, der dazu gezwungen wird die Tochter eines Unterweltbosses zu befreien. Laut unserem Kritiker Christian Pogatetz eine spektakuläre Samurai-Western-Apokalypse, die gleichermaßen unterhält wie überwältigt. Die ganze Kritik gibt's schon auf Uncut nachzulesen.

Bild aus dem Film „Prisoners of the Ghostland“ (RLJE Films)

In der Schiene „Next“ hatte heute ein deutscher Schauspieler seinen großen Auftritt. Genre-Urgestein Udo Kier spielte die Hauptrolle im Film „The Blazing World“ von Carlson Young. Die Frage von Julia hatte es dabei knapp nicht in die das Q&A geschafft.

Sundance Film Festival

Und in der Nacht (Ortszeit Utah) gab es es dann noch die Premiere des europäischen Films „Pleasure“ von Ninja Thyberg. Der Film der schwedische Regisseurin begleitet eine junge Frau bei ihrem Versuch in der Pornoindustrie ein Star zu werden. Ninja Thyberg war bereits 2014 mit einem Film namens „Pleasure“ im Programm des Sundance Film Festivals war. Damals allerdings im Kurzfilmprogramm.

Bild aus dem Film „Pleasure“ (Lemming Film)

An dieser Stelle sei erwähnt dass auch in der Kurzfilmschiene jährlich großartige Werke präsentiert werden. Ein Sprungbrett für junge Filmemacher, wie man sieht.



Hat euch die Berichterstattung vom Sundance Film Festival 2021 gefallen?
Dann könnt ihr Christian und Julia Pogatetz gerne auf einen Café einladen.
Buy me a Coffee
Der Autor
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UNCUT

Forum

  • Schöne Landschaftsaufnahmen

    hört sich wirklich zu wenig für einen guten Film an. Deshalb werde ich dankenswerterweise auf Robin Wrights Regiedebüt LAND verzichten.
    Aber Ihr macht mir große Lust auf PRISONERS OF THE GHOSTLAND.
    Eure Berichte sind spitze!
    Ihr verdient mehr als nur einen Kaffee.
    Lasst Euch bei unserem nächsten Wiedersehen überraschen ...
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    07.02.2021, 17:16 Uhr