Neu im Kino
Neu im Kino (Woche 39/2020)

Neu im Kino (Woche 39/2020)

Die neue Kinowoche bringt uns unter anderem eine Neuadaption eines Charles Dickens-Klassikers, sowie die sehr kurze Rückkehr eines ikonischen Duos.
Foto: eOne Germany

David Copperfield – Einmal Reichtum und zurück

Zu Charles Dickens Romanen gibt es bereits zahlreiche Verfilmungen, auch der Bildungsroman „David Copperfield“ wurde über die Jahre hinweg Dutzende Male für Film und Fernsehen adaptiert. Nichtsdestotrotz wagte sich Satiriker und Regisseur Armando Iannucci (In the Loop, The Death of Stalin) an seine eigene Interpretation der literarischen Vorlage. Die Tragikomödie feierte letztes Jahr am Toronto International Film Festival Weltpremiere und kann mit einem großartigen Ensemblecast auftrumpfen, zu dem unter anderem Dev Patel in der Titelrolle, sowie Peter Capaldi, Tilda Swinton, Hugh Laurie und Ben Wishaw in Nebenrollen zählen.

Der Film folgt dem Leben des jungen David, dessen Leben sich schlagartig ändert als seine Mutter den bösartigen Mr. Murdstone ehelicht, der den Knaben unter fragwürdigen Umständen in seiner Fabrik schuften lässt. Nach dem Tod seiner Mutter beschließt David seiner ausweglosen Situation zu entfliehen und kommt zu seiner wohlhabenden Tante Betsey Trotwood, die ihn fortan fördert und ihn in seinen Bestrebungen Autor zu werden unterstützt.

Foto: Kinostar

Bill & Ted Face the Music

Anhänger des „Bill & Ted“-Franchises warten schon lange gespannt auf den dritten Teil der Reihe, für welchen die beiden Hauptdarsteller Keanu Reeves und Alex Winter nach fast zwanzig Jahren abermals in die Rollen der Protagonisten schlüpfen. Nachdem der Film von Dean Parisot den Umständen entsprechend mehrmals verschoben wurde, läuft der Film speziell nur heute am 25. September exklusiv in ausgewählten deutschsprachigen Kinos.

Wir schreiben das Jahr 2020 und Bill und Ted ist es noch immer nicht gelungen, den prophezeiten Song, der den Weltfrieden bringen sollte, zu verfassen und die Welt beginnt langsam aus den Fugen zu geraten. Als sie erfahren, dass sie nur noch einen Tag Zeit haben den Song zu schreiben, bevor die Welt untergeht, beschließen sie das Stück einfach von ihren zukünftigen Ichs zu stehlen, was jedoch gehörig schief geht. Bill und Teds Töchter Billie (Brigette Lundy-Paine) und Thea (Samara Weaving) beschließen ihren Vätern beim Verfassen des Musikstücks unter die Arme zu greifen, befinden sich jedoch schon bald wie einst Bill und Ted in einem wahren Schlamassel.

Exklusiv heute für euch im Kino, ihr Hoschis! In der Steiermark wird der Film nur in den Dieselkinos gezeigt.

Weitere Neustarts

Die Rom-Com „Brave Mädchen tun das nicht“ von den Riedell-Brüdern basiert auf den Memoiren der Autorin Ayn Carrillo Gailey, im Fokus steht Violinistin Lucy, die versucht sich mit Hilfe einer To-Do-Liste neu zu finden.

Im zweiten Teil der Reihe „Ooops! 2 - Land in Sicht“ von Toby Genkel und Sean McCormack müssen sich die Tiere nach ihrer Rettung auf die Arche mit einer allmählichen Futterknappheit arrangieren.

Das iranische Drama „Yalda“ von Massoud Bakhshi wurde bereits im Zuge der Filmfestspiele von Berlin einem deutschsprachigen Publikum vorgestellt und feiert nun seinen Einzug in ausgewählte österreichische Kinos. Das kammerspielartige Werk befasst sich mit der wegen Mordes zum Tode verurteilten Maryam, die die Gelegenheit erhält sich in einem beliebten TV-Format von ihrer Sünde freizusprechen.

Als Remake des schwedischen Films „Kops“ erzählt Alexander Schuberts Komödie „Faking Bullshit“ die Geschichte um eine Gruppe von Polizisten, die mit erfundenen Straftaten gegen die Schließung ihrer Polizeistation vorzugehen versuchen.

Der Dokumentarfilm „Das Fieber“ von Katharina Weingartner thematisiert die Malariapandemie in Ostafrika und begleitet dabei eine Heilpraktikerin und einen Entomologen bei ihrem täglichen Kampf gegen die tödliche Krankheit.

Zu guter letzt startet in ausgewählten österreichischen Kinos (derzeit nicht in Graz) das deutsch-russische Drama „Persischstunden“, der bereits im Februar im Zuge der Berlinale Weltpremiere feiern durfte. Der Film basiert auf Wolfgang Kohlhaases Erzählung „Erfindung einer Sprache“ und handelt von einem jüdischen KZ-Gefangenen, der sich als Perser ausgibt, um dem Tod zu entkommen.
Die Autorin
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juliap

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