Neu im Kino
Neu im Kino (Woche 35/2020)

Neu im Kino (Woche 35/2020)

Mit „Tenet“ findet der vielleicht einzige große Blockbuster dieses äußerst schwierigen Jahres seinen Weg in die heimischen Kinos und gibt kleinen und großen Kinoetablissements Hoffnung auf etwas Normalität.
Foto: Warner Bros

Tenet

Die Werke von Altmeister Christopher Nolan wurden schon jeher mit großer Spannung erwartet, der holprige Start seines neuesten Actionfilms „Tenet“ übertraf dies jedoch sogar. Woche um Woche wurde das Startdatum des Films verschoben und die Frustration unter den Cineasten wuchs und wuchs, bis man irgendwann davon ausging, der Film füge sich wohl der Reihe an Filmen ein, die doch erst im nächsten Jahr veröffentlicht werden zu scheinen. Schließlich konnten die Fans doch aufatmen, der Film läuft ab dieser Woche in über 70 Ländern, während er in den USA erst Anfang September starten soll.

Der Inhalt des Spionagethrillers war bis zuletzt sehr rätselhaft, die Trailer deuten zumindest ein für Nolan sehr typisches komplexes Handlungsgeflecht, verbunden mit Themen wie Zeitreisen und Wirklichkeit, an. Bereits seit „The Dark Knight“ greift Nolan auf das IMAX-Format zurück, um seine Visionen umsetzen zu können. Zum Schauspielensemble gehören unter anderem John David Washington, Robert Pattinson und Elizabeth Debicki, aber auch Kenneth Branagh, der bereits in Nolans letzten Film „Dunkirk“ prominent besetzt war. Marion Schlosser hat sich den Film schon für Uncut angeschaut, ihre Kritik gibt es auf Uncut nachzulesen.

Foto: Filmladen

Waren einmal Revoluzzer

Ursprünglich als Fixprogrammpunkt des diesjährigen Diagonale Festivals geplant, startet der österreichische Spielfilm „Waren einmal Revoluzzer“ von Johanna Moder erst jetzt in den Kinos. Das Werk folgt zwei Paaren aus Wien, die versuchen ihrem ehemaligen Studienkollegen Pavel, ein politischer Dissident Putins, zur Flucht zu verhelfen. Manuel Rubey, Marcel Mohab und die Regisseurin Johanna Moder konnten wir vorige Woche zu einem exklusiven Interview treffen, das es nun auf Uncut und Youtube zu sehen gibt.

Foto: Stadtkino

Lovecut

Der Debutfilm „ Lovecut“ des Regieduos Iliana Estañol und Johanna Lietha erzählt in kurzen Episoden die Geschichten sechs verschiedener Jugendlicher, die Liebe und Lust für sich entdecken. Im Zuge des Max Ophüls Filmfestivals wurde das Werk mit dem Drehbuchpreis ausgezeichnet. Auch dieser Film wäre eigentlich auf der heurigen Diagonale im Wettbewerb gelaufen. Laut unserem Kritiker Christian Pogatetz „Eine durch und durch authentische Darstellung der Generation Z“. Die ganze Kritik gibt’s natürlich auf Uncut nachzulesen und bei unserem aktuellen Uncut-Quiz kann man auch gleich Karten für den Film gewinnen.

Foto: Filmladen

Jenseits des Sichtbaren - Hilma af Klint

Obwohl die Künstlerin Hilma af Klint heute unbestritten als die Pionierin des Abstrakten gilt, wurde ihre Kunst hundert Jahre lang von großen Museen weitgehend ignoriert. Nun setzt ihr die deutsche Regisseurin Halina Dyrschka mit ihrem Dokumentarfilm „Jenseits des Sichtbaren- Hilma af Klint“ ein Denkmal und wirft so Licht auf die Frau, die lange vor Kandinsky und Mondrian einen grundlegenden Stil der Malerei begründete.

Foto: Einhorn, farbfilm verleih

Zu weit weg

Auch das Familiendrama „Zu weit weg“ von Sarah Winkenstette ist ab dieser Woche in ausgewählten Kinos zu sehen. Der Film thematisiert das Leben des 12-jährigen, der nach einem Umzug in eine größere Stadt der Neue in der Schule, gemeinsam mit Tariq, der mit seiner Familie aus Syrien geflüchtet ist. Zunächst sieht ihn Ben als Konkurrenz, dieser merkt aber schon bald, dass sie eigentlich viel gemeinsam haben.

Foto: Einhorn

Die Boonies - Eine bärenstarke Zeitreise

Auch die Kleinsten dürfen sich diese Woche freuen: Mit dem Animationsfilm „Die Boonies - Eine bärenstarke Zeitreise“ von Leon Ding wird die Geschichte der Bärenbrüder Briar und Bramble erzählt, die plötzlich in der Steinzeit landen.

Foto: 24 Bilder

Becoming Nobody - Die Freiheit niemand sein zu müssen

Die Dokumentation „Becoming Nobody - Die Freiheit niemand sein zu müssen“ von Jamie Catto rückt das Leben des US-amerikanischen Psychologen Richard Alpert alias Ram Dass in den Fokus. Der Film startet vorerst nur im Grazer Rechbauerkinos.

Foto: Kinostar

Still Here

Vorerst zwar nur in einigen Kinos in Österreich zu bestaunen, startet auch das US-Drama „Still Here“ von Vlad Feier hierzulande. Der Film thematisiert das plötzliche Verschwinden eines jungen Mädchens und dessen Auswirkungen auf die geschockte Familie.
Die Autorin
juliap_6446b04045.jpg
juliap

Forum