Neu im Kino
Neu im Kino (Woche 29/2020)

Neu im Kino (Woche 29/2020)

Die neue Kinowoche handelt von Familiengeschichten und Heiratssachen und von einem amerikanischen Helden.
Foto: Warner Bros

Der Fall Richard Jewell

Clint Eastwood hat sich wieder einmal in den Regiestuhl gesetzt. Rausgekommen ist dabei genau das, was man sich erwartet: ein Film über einen amerikanischen Helden.

Diesmal handelt es sich beim Helden um den Security-Mitarbeiter Richard Jewell, der 1996 bei einem Bombenattentat in Altana das Leben von dutzenden unschuldigen Bürgern rettet. Doch sein Ruhm währt nur kurz, denn Presse und Behörden machen ihn nur Tage nach seiner Heldentat zum Hauptschuldigen. Der Anwalt Bryant (Sam Rockwell) glaubt jedoch an seinen Helden und will den Namen Richard Jewell wieder reinwaschen. Der Film liefert mit Sam Rockwell, Olivia Wilde, Kathy Bates und Jon Hamm auf jeden Fall den hochkarätigsten Cast, den wir seit der Wiedereröffnung der Kinos auf der Leinwand bewundern durften. Wer auf Clint Eastwoods Patriotismus allerdings nicht besonders anspricht, kann es mit einem Trinkspiel versuchen: jedes Mal trinken, wenn jemand das Wort „Held“ in den Mund nimmt oder eine U.S.-Flagge im Bild zu sehen ist.

Foto: Universal Pictures International

Waves

Eine persönlichere Geschichte erzählt Trey Edward Shults Familiendrama „Waves“. Der Film zeichnet ein zerbrechliches Porträt einer afroamerikanischen Familie, die unter dem erdrückenden Wohlwollen des Vaters zu ersticken droht. Dennoch versuchen die Geschwister Emily und Tyler ihren eigenen Weg zu gehen. Dabei müssen sie aber erst lernen zu lieben und zu vergeben. Packende Bilder von einem vorstädtischen Florida und eine emotionale Achterbahnverfahrt versprechen ganz großes Kino.

Weitere Neustarts

Des Weiteren startet noch der Animationsspaß „Scooby! - Voll verwedelt“. Der Film begleitet Shaggy, Fred, Velma, Daphne und natürlich den Vierbeiner Scooby bei ihrem ersten gemeinsamen Detektiv-Abenteuer und zeigt die Anfänge der mittlerweile kultigen Mystery Inc.

Die italienische Komödie „Amore al dente – Ein fast gewöhnlicher Sommer“ hat alles, um den Urlaub in Bella Italia dieses Jahr zu ersetzen, und noch mehr: Sonne, Meer und zwei Väter, die sich im gemeinsamen Urlaub zweier Familien plötzlich outen und das auch noch als Verlobte. Das Outing der zwei Patriarchen trübt die Urlaubsstimmung, aber keinesfalls die Stimmung im Kino.

Ein Wiedersehen gibt es in der kommenden Kinowoche auch mit dem Kultfilm „Blues Brothers“, der zum 40-jährigen Jubiläum in der Extended Version gezeigt wird.
Die Autorin
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Stadtneurotikerin

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