Berlinale 2020
Berlinale 2020 – Tag 6

Berlinale 2020 – Tag 6

Der Festival-Dienstag brachte unter anderem einen meditativen Film aus Korea, einen Sundance-Hit und Hillary Clinton mit sich.
Eine Frau, die heute besonderes Aufsehen auf der Berlinale erweckte, war Hillary Clinton. Sie war zusammen mit Regisseurin Nanette Burstein da, um ihre Dokumentation „Hillary“, die im Rahmen des Berlinale Specials gezeigt wurde, vorzustellen. Der Dokumentarfilm, der stolze 252 Minuten lang ist, beleuchtet das Leben der Frau, die fast die erste weibliche Präsidentin der Vereinigten Staaten geworden wäre. Bei der Pressekonferenz musste sie allerdings jede Menge Fragen zu Männern beantworten. Donald Trump und Harvey Weinstein waren zwei der Namen, die mehrmals fielen.

Die Wettbewerbsschiene begann heute mit „Domangchin yeoja - The Woman Who Ran“, dem neuen Werk des Südkoreaners Hong Sang-Soo. Der Filmemacher, der schon 2017 mit „On the Beach at Night Alone“ im Wettbewerb des Festivals vertreten war, präsentiert hiermit seinen bereits 24. Film. Kim Minhee, die im vorhin erwähnten Beitrag des Regisseurs auch schon die Hauptrolle übernommen hatte, spielt hier eine junge Frau, die durch Gespräche mit drei Freundinnen Zuflucht aus ihrem Alltag sucht. Wovor sie jedoch genau wegrennt, das wird bewusst offen gelassen. Bei der Premiere war neben dem Regisseur und der Hauptdarstellerin auch Schauspielerin Seo Younghwa anwesend.

Bild aus dem Film „Domangchin yeoja - The Woman Who Ran“ (Filmverleih)


Am Abend ging im Berlinale Palast die Weltpremiere des zweiten italienischen Wettbewerbsbeitrags über die Bühne. Der Film nennt sich „Favolacce - Bad Tales“ und spielt sich in einer Reihenhaussiedlung in Rom ab. Zwischen den dort beheimateten Familien entwickeln sich Spannungen, die nach für nach zu eskalieren drohen. Das Regie-Brüder Fabio und Damiano D’Innocenzo brachten weite Teile der Crew und Besetzung zur Premiere mit.

Bild aus dem Film „Favolacce - Bad Tales“ (Filmverleih)

Spät abends wurde im Wettbewerb auch noch der bereits beim Sundance Festival mit Lob überschüttete „Niemals selten manchmal immer“ gezeigt. Dieser dürfte keine schlechten Karten auf mögliche Bären bei der Preisverleihung am Samstag haben. Das US-Indie-Drama von Eliza Hittmann handelt von einer Teenagerin, die ungewollt schwanger wird und ihr Kind daher abtreiben möchte. Um dies ohne die Erlaubnis der Eltern realisieren zu können, bricht sie gemeinsam mit ihrer Cousine nach New York auf. Bei der Pressekonferenz am Nachmittag waren Regisseurin Hittmann sowie die beiden Hauptdarstellerinnen Sidney Flannigan und Talia Ryder anzutreffen. Die drei sprachen darüber, wie wichtig es doch sei, jungen Frauen die nötige Selbstbestimmung zu geben, die einen potentiellen Schwangerschaftsabbruch ermöglicht.

Bild aus dem Film „Niemals selten manchmal immer“ (Universal Pictures International)

In der neuen Nebenschiene Encounters fand heute zudem die Premiere des österreichischen Films „The Trouble with Being Born“ statt. Das futuristische Drama von Sandra Wollner widmet sich einer Androidin, die für einen Mann, der seine Erinnerungen auf den Roboter projiziert, die Gestalt eines 10-jährigen Mädchens annimmt.

Im Panorama Programm war heute auch ein sehr sehenswerter Dokumentarfilm zu sehen. „Bloody Nose, Empty Pockets“ der Brüder Bill und Turner Ross ist genau so cool wie es klingt. Der Film lädt ein zum letzten Abend einer Bar in Las Vegas vor ihrer Schließung. Stammgäste treffen aufeinander, um sich noch ein letztes Mal miteinander zu betrinken und zusammen in Nostalgie zu schwelgen.
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Forum

  • Hillary

    Wollte sich niemand vom UNCUT-Team die Dokumentation anschauen?
    leandercaine_0fc45209c9.jpg
    27.02.2020, 12:11 Uhr
    • „Kurzfilm“

      Der ging sich leider, leider bei uns nicht aus.
      Aber es handelt sich dabei trotzdem immer noch um einen der kürzeren Filme. Denn der Film „The Works and Days“ der in der neuen Reihe Encounters läuft hat stolze 480 Minuten !!
      uncut_4fd94f1238.jpg
      27.02.2020, 20:20 Uhr