Berlinale 2020
Berlinale 2020 – Tag 2

Berlinale 2020 – Tag 2

Der zweite Tag der Berlinale stand ganz im Zeichen von Johnny Depp und dem neuen Pixar-Film „Onward“
Tag 2 der 70. Berlinale hatte gleich zwei große Programm-Highlights parat. Unter anderem durfte mit „Onward: Keine halben Sachen“ das neueste Werk der Disney-Tochterfirma Pixar im Rahmen der Schiene „Berlinale Special Gala“ seine Premiere feiern. Der neueste Film der hochgeschätzten Computeranimationsschmiede spielt in einer fantastischen Welt, die einst reich an Magie war, die aber über die Jahre hinweg abhanden gekommen ist. Marvel-Stars Chris Pratt und Tom Holland sprechen in der Originalversion ein Elfen-Brüderpaar, das auf einen weitflächigen Roadtrip geht, um die noch übrige Magie in der Welt ausfindig zu machen. Zwar statteten Pratt und Holland dem Festival keinen Besuch ab, dafür aber Regisseur Dan Scanlon und Produzentin Kori Rae. In der Pressekonferenz am Vormittag erzählte Scanlon darüber wie persönlich der Film für ihn tatsächlich, da dieser – ähnlich wie die Figuren im Film – seinen Vater bereits in sehr frühen Jahren verlor.

Am Abend ging im Friedrichstadt-Palast dann die Weltpremiere des biographischen Dramas „Minamata“ von Regisseur Andrew Levitas über die Bühne – abermals ein Beitrag aus dem Berlinale Special. Darin verkörpert niemand geringerer als Johnny Depp den US-Fotografen W. Eugene Smith, der in den 70er-Jahren die Welt mit der Enthüllung eines Quecksilbervergiftung-Skandals in einem japanischen Dorf für weltweite Furore sorgte. Depp beehrte gemeinsam mit weiten Teilen der restlichen Crew, der unter anderem auch das britische Schauspielass Bill Nighy angehört, das Festival mit seiner Anwesenheit. Bei der Pressekonferenz verspätete sich das Filmteam ganze 45 Minuten, schaffte es dann aber doch noch hin – inklusive eines gut-gelaunten Johnny Depps. Wie in der Konferenz bekannt wurde, war Depp maßgeblich an Produktion und Entstehung des Projekts beteiligt, da ihm die Aufklärung der im Film geschilderten Missstände auch im echten Leben sehr am Herzen liegt.



Ab späten Abend fand auch noch die Uraufführung des italienischen Wettbewerb-Beitrags „Volevo nascondermi - Hidden Away“ von Giorgio Diritti statt. Dieser widmet sich in Spielfilm-Form dem Leben des eigensinnigen Malers Antonio Ligabue, der Anfang des 20. Jahrhunderts in der Schweiz aufwuchs, später aber gegen seinen Willen aufgrund von mentaler Gebrechen nach Italien ausgeliefert wurde.

Auffallend im Panorama war, dass in der Schiene wohl das Matriarchat ausgebrochen ist. Sowohl der Eröffnungsfilm „One in a Thousand“ als auch Marinas zweite Screenings „Kød & Blod - Wildland“ kamen ganz ohne Väter aus. Wo die verblieben sind, also ob sie vielleicht gerade in der Arbeit oder etwa verstorben sind, wird nichtmal erwähnt. Das Fehlen fällt natürlich auf, aber durchaus positiv. Gerade im Eröffnungsfilm des Panorama resultiere eine Harmonie daraus, die den Film sehr erfrischend machte.

Übrigens unterstützt uns auch Susanne Gottlieb heuer für ein paar Filme der Berlinale. Sie hat sich in der Schiene Encounters den sehr sehenswerten Film „Nackte Tiere“ angeschaut.
Der Autor
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Forum

  • Johnny Depp !!

    Das ist ja toll, dass Ihr Johnny Depp gestern in Berlin getroffen habt! Für mich war seine beste Rolle "Jack Sparrow". Ich würde ihn auch gerne einmal persönlich treffen!
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    22.02.2020, 10:42 Uhr