Caines Corner
Caines Corner: Jahresrückblick 2019

Caines Corner: Jahresrückblick 2019

Leander Caine präsentiert seine persönlichen Tops und Flops des jahres in den Bereichen Kino, Blu-Ray und Serien
Mein Gefühl sagt mir, dass das Kinojahr 2019 ein phantastischer Jahrgang war. Neben großartigen Filmen wie „Rocketman“, „Once Upon a Time in Hollywood“ und „Leid und Herrlichkeit“ haben mich vor allem „Joker“ (Bronze), „Parasite“ (Silber) und „The Irishman“ (Gold) nachhaltig höchst beeindruckt! Leider ist so ein wunderbarer Film wie Scorseses kritische und höchst realistische Betrachtung des Gangsterlebens, dass eindeutig kein schönes Leben darstellt, ein Kurzgenuss im Kino, da der Streaminganbieter Netflix die Filme nur zeitlich beschränkt auf die Leinwand bringt. Das ist sehr schade, da es offensichtlich eine Nachfrage nach intelligenten Filmen im Kino gibt. Werde in guter Erinnerung behalten, dass die 14-Uhr-Vorstellung von „The Irishman“ im Grazer KIZ RoyalKino fast ausverkauft war.

Leider gesehen: „Glam Girls - Hinreißend verdorben“, „Midway - Für die Freiheit“ und „Hellboy - Call of Darkness“. Manchmal weiß man vorher, was man bekommt, aber die Hoffnung motiviert mich auch „leichten Filmen“ eine Chance zu geben. Vor allem bei Hellboy konnte ich es nicht glauben, wie man so einen schlechten Film drehen kann. Es ist halt leider nicht jeder Filmemacher Guillermo Del Toro, der mit seinen beiden Hellboy-Filmen gezeigt hat, wie es gehen könnte.

Auf Blu-Ray habe ich Ridley Scotts Director´s Cut von „Königreich der Himmel - Kingdom of Heaven“, die 190 Minuten dauert, wiedergesehen. Im Vergleich dazu war die Kinoversion aus dem Jahr 2005 nur 144 Minuten kurz. Dieser Film ist ein Beweis, dass es Filme gibt, wo eine längere Version notwendig und berechtigt ist um eine tolle und sehenswerte Geschichte zu erzählen. Bin happy, dass ich diesem wunderbaren Film eine zweite Chance gegeben habe. Nach dem Kinobesuch seinerzeit war ich mit dem Werk nicht glücklich. Jetzt bin ich es sehr.

Aber auch „The Crying Game“, „Gegen die Wand“ und „V wie Vendetta“ waren es heuer wert wiedergesehen zu werden. Das sind Beispiele, wie Filme auch nach Jahren sehenswert bleiben und ja sogar gut reifen.

Und die Serien in diesem Jahr waren der absolut (positive) Wahnsinn: „Chernobyl“ geht unter die Haut und zeigt, welche fatalen Folgen menschliche (dumme) Handlungen haben können. „Stranger Things“ entführt auf höchst charmante Weise in die 80er-Jahre und begeistert das Kind im Manne. Und last but not least ist die lange Reise von „Game of Thrones“ mit der finalen 8. Staffel zu Ende gegangen. Mir hat es gefallen, aber ich verstehe warum Fans weltweit damit ihre Probleme haben.

Wie fällt deine Filmbilanz 2019 aus?
Der Autor
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Forum

  • Bester Film 2019

    'Parasite'-die Handlung einfach genial, mit sehr viel Witz und Wendepunkten,mit denen man nicht rechnet, nur das Ende fand ich etwas brutal und zum Rest des Films nicht ganz stimmig....aber trotz allem der beste Film seit langem....
    28.12.2019, 20:33 Uhr
  • Streaming Cinema

    Die Streamingdienste Netflix und Amazon werden uns sicherlich noch weitere filmische Highlights bescheren. Das Gute daran, dass sie ins Geschäft mit der Produktion von Spielfilmen eingestiegen sind ist, dass dadurch Filme kommerziell möglich werden, die es sonst vielleicht nicht gegeben hätte. So lange sich beides ergänzt sehe ich darin eher eine Bereicherung. Man sollte aber länger als zwei Wochen die Möglichkeit haben, den Film im Kino zu sehen und dann doch auch am Abend. Deine Top-Filme des Jahres sehe ich ähnlich, wobei ich Parasite nicht gesehen habe. Die dritte Staffel von "Designated Survivour " fand ich toll, die Fortsetzung von "The Crown" mit den vielen neu besetzten Rollen umso weniger.
    harry.potter_aadba0451b.jpg
    28.12.2019, 12:00 Uhr