Eldritch Advice
Eldritch Advice: Contaminator ... die Mordmaschine aus der Zukunft

Eldritch Advice: Contaminator ... die Mordmaschine aus der Zukunft

Aliens vs. Terminator – Ein Science-Horrorfilm aus dem Jahr 1989
Gestern, rund eine Woche vor dem US-Start, startete „Terminator: Dark Fate“ offiziell in den österreichischen Kinos. Zählt man alle Kinoauswertungen zusammen, wäre „Dark Fate“ eigentlich der sechste Teil in diesem Franchise. Allerdings hält man es wie viele Fans und ignoriert alles was nach „Terminator 2 - Tag der Abrechnung“ passierte. Demnach schließt „Dark Fate“ direkt an James Camerons Blockbuster aus dem Jahre 1991 an und kreiert somit eine neue Zeitachse, die, sollte der Film einen entsprechenden Gewinn einfahren, den Start einer neuen Trilogie bedeuten würde. Ob es dazu kommt, wird wohl der chinesische Markt entscheiden, der bereits 2015 die Buchhaltungsabteilung der Produktionsfirma von „Terminator: Genisys“ vor einem extrem bitteren Tag der Abrechnung bewahrte.

Ginge es nach mir, hätte die Terminator Saga bereits nach dem nahezu perfekten ersten „Terminator“ ihr Ende gefunden, als Sarah Connor auf die Wetterprognose des Tankwarts „There's a storm coming“ wissend mit „I know“ antwortete und danach dem Sturm entgegen fuhr. Eine Szene, die selbst 35 Jahre später noch für Gänsehaut sorgt und ein Lehrbeispiel für die Verwendung von Pathos ist. Damit gehöre ich zu der Minderheit der Puristen, da für viele Fans „Terminator 2“ den Höhepunkt dieses Franchises markiert. Ich will diesem Werk auch keinesfalls seinen Erfolg absprechen, schließlich hatte es nicht nur einen großen Einfluss auf die Populärkultur der 90er-Jahre, sondern revolutionierte darüber hinaus das Effektkino. Mir persönlich ist „Terminator 2“ jedoch zu humorvoll und verfügt über zu viele Längen im Mittelteil. Dazu kommt erschwerend, dass der heranwachsende John Connor eine gewisse Antipathie in mir auslöst. Nichtsdestotrotz handelt es sich dabei um einen wahrhaft guten Film, obwohl er den ersten Teil nicht das Wasser reichen kann. Über die restlichen Fortsetzungen werde ich indes den Mantel des Schweigens Hüllen und mich lieber einer alternativen Variante von „Terminator 2“ widmen. Faktisch ist James Camerons Fortsetzung nämlich nicht der erste Film, der diesen Titel trägt. Zwei Jahre zuvor, im Jahre 1989, erschien Bruno Matteis „Terminator 2“, der, nach italienischer Tradition, offiziell nichts mit dem Original von 1984 zu tun hat. Heißt es für Matteis Exploitation Film „Hasta la vista, baby“ oder ist „Contaminator ... die Mordmaschine aus der Zukunft“, so der deutsche Titel, eines freitäglichen Filmabends würdig?

Lest jetzt die vollständige Kritik zum Film oder schaut euch hier das (englische) Video an:

Der Autor
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Thorsten


Forum

  • Freche Videothekenzeit

    Nicht nur die Italiener wussten, wie man Filme mehrfach vermarkten konnte, sondern die deutschsprachige Videolandschaft der 80er und 90er Jahre. Es gibt Titel und Plakate en masse, die mit meist amerikanischem Original nichts zu tun hatten. Das Beispiel von CONTAMINATOR ist harmlos, was es sonst noch an Täuschung gab. Ich kann mich erinnern, vor allem bei billigen Ninja-Filmen, den gleichen Film mit unterschiedlichem Plakat und unterschiedlichem Videolabel ausgeborgt zu haben. Das ist nicht frech, das ist Betrug.
    Apropos CONTAMINATOR: ein Filmplakat dazu mit dem Titel TERMINATOR 2 hat als Plakatvorlage Brian Bosworth aus dem Film STONE COLD. Ist das nun frech oder vielleicht vielleicht mutig originell?
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    25.10.2019, 15:47 Uhr
    • Plakateur

      das wird uns nur der Plakateur beantworten können ;)
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      25.10.2019, 16:45 Uhr
    • Terminator vs. Terminator

      Der Bericht dazu ist natürlich schon in Arbeit und wird morgen auf Uncut erscheinen ;)
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      25.10.2019, 19:56 Uhr