Neu im Kino
Neu im Kino (KW 13/2019)

Neu im Kino (KW 13/2019)

Eine der liebenswürdigsten Disney-Figuren kehrt zurück auf die Leinwand während Matthew McConaughey einen Kiffer mimen darf und Hollywood-Legende Robert Redford kurz vor seiner Schauspielrente noch einmal groß aufspielt.
Foto: The Walt Disney Company

Dumbo

Nachdem unter anderem bereits „Cinderella“, „Das Dschungelbuch“ und „Die Schöne und das Biest“ erfolgreich als Realfilme neuadaptiert wurden, ist nun auch der Disney-Klassiker „Dumbo“ aus dem Jahre 1941 an der Reihe. Im Gegensatz zu den bisherigen Realverfilmungen Disneys handelt es sich hierbei jedoch um kein reines Shot-for-Shot Remake des Originals, sondern vielmehr um eine Neuinterpretation des Stoffes. Während der Originalfilm noch von sprechenden Tieren bevölkert war, bleiben die Tiere in der Neufassung völlig stumm. Stattdessen wurden der altbekannten Geschichte rund um dem Babyelefanten Dumbo, der für seine markant großen Ohren zunächst verspottet und verstoßen wird, jedoch schon bald unglaubliche Fähigkeiten offenbart, menschliche Nebencharaktere hinzugefügt. Unter anderem sind Colin Farell als Familienvater und Zirkusarbeiter, Michael Keaton als berechnender Unternehmer, Danny Devito als Zirkusdirektor und Eva Green als Trapezkünstlerin zu sehen. Am Regiestuhl nahm Exzentriker Tim Burton Platz, der für Disney bereits 2010 die Neuinterpretation von „Alice im Wunderland“ drehen durfte. Laut erster Kritiken punktet das Remake mit Burtons visueller Verspieltheit und einem fotorealistischen CGI-Dumbo, soll jedoch nicht ganz den emotionalen Sog des Originals wiederherstellen können und hätte angeblich mehr Fokus vertragen können.

Foto: Constantin Film

Beach Bum

In dieser verschrobenen Komödie aus der Feder von Provokateur und Exzentriker Harmony Korine (u.A.: „Spring Breakers“, „Gummo“) spielt Oscar-Preisträger Matthew McConaughey den exzessiven Kiffer und Poeten Moondog. Moondog verbringt sein Leben Tag aus Tag ein mit Sex, Partys und Drogen en masse, wird eines Tages jedoch von einer unerwarteten Tragödie überrollt. In Folge seiner existentiellen Krise begibt sich der Stoner auf einen skurrilen Trip und begegnet dabei vielen schrillen Persönlichkeiten, die unter anderem von Snoop Dogg, Jonah Hill, Zac Efron und Martin Lawrence verkörpert werden. Korine ist hiermit ein in Neonfarben getränkter filmischer Trip voller herrlich absurder Einfälle gelungen, der jedoch bereits wie das restliche Werk des Autorenfilmers nicht jedem Zuschauer schmecken wird. Hier geht es zur UNCUT-Exklusivkritik zum Film.


Foto: Thim Filmverleih

Ein Gauner & Gentleman

Letzten Sommer wurde die Filmwelt in Schock versetzt, als Hollywood-Ikone Robert Redford bekanntgab, seine Schauspielkarriere an den Nagel hängen zu wollen. Somit handelt es sich beim diese Woche in den deutschsprachigen Kinos anlaufenden „Ein Gentleman und ein Gauner“ (Originaltitel: „The Old Man and the Gun“) um die vermeintlich letzte Schauspielarbeit des 82-jährigen Oscar-Preisträgers. Lose inspiriert von einem echten Zeitungsartikel handelt die Tragikomödie von David Lowery („A Ghost Story“, „Petes Dragon“) von dem in die Jahre gekommenen Bankräuber Forrest Tucker (Redford), der weite Teile seines Lebens im Gefängnis verbrachte, es jedoch immer wieder schaffte auszubrechen. Kurz nachdem Forrest die Farmbesitzerin Jewel („Carrie“-Star Sissy Spacek) kennenlernt und sich in sie verliebt, ist ihm jedoch der Polizist John Hunt (Oscar-Preisträger Casey Affleck) schon dicht auf den Fersen. „The Old Man and the Gun“ wurde von der weltweiten Presse mit Lob überschüttet und insbesondere für die groß aufspielende Darstellerriege und die charmant erzählte Geschichte gepriesen. Ein würdiger Abgang einer Schauspiellegende!

Weitere Neustarts

In „Willkommen in Marwen“, dem neuen Drama von Hollywood-Altgestein Robert Zemeckis („Back to the Future“, „Forrest Gump“), spielt Steve Carell basierend auf wahren Begebenheiten einen Künstler, der ein schwerwiegendes Trauma mithilfe einer selbst erbauten Puppenstadt verarbeitet. Hier geht es zur UNCUT-Exklusivkritik zum eher missglückten Melodram.

Für die Doku „Weil du nur einmal lebst - Die Toten Hosen auf Tour“ begleitete Filmemacherin Cordula Kablitz-Post die deutsche Punk-Band Die Toten Hosen bei einer Konzerttournee und gibt dabei Einblicke in das Schaffen der Erfolgstruppe. Hier geht es zur UNCUT-Exklusivkritik von der diesjährigen Berlinale.

In der italienischen Komödie „My Big Crazy Italian Wedding“ gibt ein homosexueller Mann in seinem erzkonservativen Heimatdorf die Verlobung mit einem anderen Mann bekannt und stößt dabei auf gemischte Reaktionen.

Für die jüngeren Zuschauer gibt es ab Ende der Woche den deutschen Animationsfilm „Prinzessin Emmy“ zu sehen, in dem die titelgebende Prinzessin gemeinsam mit ihren Pferden Abenteuer bestreitet.

Ich wünsche UNCUT-Lesern ein paar unvergessliche Momente im Kino und einen hoffentlich scherzreichen Start in den April!
Der Autor
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chrosTV

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