Neu im Kino
Neu im Kino (KW 51/2018)

Neu im Kino (KW 51/2018)

Der neueste Eintrag im DC Extended Universe, ein Wiedersehen mit einer Kinderikone, sowie die Geschichte eines kleinen, gelben Autobots finden diese Woche neben vielen weiteren Filmen ihren Weg in die österreichischen Kinos.
Foto: Warner Bros

Aquaman

Nach Filmen wie „Man of Steel“, „Suicide Squad“ und „Wonder Woman“ folgt nun mit „Aquaman“ von James Wan (Saw, Insidious, The Conjuring) ein eigener Film für Arthur Curry, besser bekannt als Aquaman, der schon in „Batman v. Superman: Dawn of Justice“ und „Justice League“ zu sehen war.

Der Leuchtturmwärter Thomas Curry rettet eines Tages während eines tosenden Sturms Atlanna (Nicole Kidman), Prinzessin von Atlantis, und sie verlieben sich ineinander. Nachdem sie ihren Sohn Arthur (Jason Momoa), geboren mit der Fähigkeit mit allen Wesen des Meeres zu kommunizieren, auf die Welt bringt, kehrt sie schweren Herzens zurück nach Atlantis, wo ihr Sohn unter der Aufsicht ihres Beraters Nuidis Vulko (Willem Dafoe) trainiert wird. Auf dem Thron von Atlantis sitzt jedoch sein Halbbruder Orm, der sich in den Kopf gesetzt hat gemeinsam mit den anderen Königreichen der Meere die Menschenwelt anzugreifen, sind sie doch hauptverantwortlich für die zunehmende Verschmutzung der Meere. Daher macht sich Aquaman gemeinsam mit der Meerjungfrau Mera (Amber Heard) auf den Weg um den legendären Dreizack des ersten Königs von Atlantis zu finden, der seinen Thronanspruch bestätigen würde, wobei sie jedoch ohne es zu ahnen von dem gefährlichen Piraten Black Manta verfolgt werde, der noch eine offene Rechnung mit Aquaman zu begleichen hat.

In der Titelrolle ist Muskelmann Jason Momoa (bekannt geworden als Khal Drogo in „Game of Thrones“) zu sehen, der sein gewohnt stoisches Schauspiel zum Besten gibt, in weiteren Rollen kann man Amber Heard und Schauspielgrößen wie Willem Dafoe und Nicole Kidman bestaunen. Der Film wurde von der Kritik sehr unterschiedlich aufgenommen, wobei die Gesamtresonanz eher positiv ausfällt. Der Film befindet sich außerdem in der Vorauswahl für die Oscars in der Kategorie für Beste visuelle Effekte.

Foto: The Walt Disney Company

Mary Poppins´ Rückkehr

54 Jahre nach dem Original knüpft nun mit „Mary Poppins Rückkehr“ ein Sequel von Rob Marshall (Chicago, Into The Woods) an den beliebten Musicalklassiker an. Die Titelrolle der Mary Poppins übernimmt Emily Blunt, während Lin-Manuel Miranda ihren Freund Jack mimt. Das Schauspielensemble umfasst unter anderem Ben Wishaw, Emily Mortimer, Julie Walters, Colin Firth und Meryl Streep, sowie den bereits 93-jährigen Dick van Dyke, der schon im Original von 1964 zu sehen war.

Zwanzig Jahre nach den Ereignissen rund um das erste Auftauchen der wundersamen Mary Poppins leben die Geschwister Jane und Michael Banks gemeinsam mit Michaels drei Kindern. Nach einem tragischen Schicksalsschlag steht die Nanny plötzlich wieder vor ihrer Türe und versucht der Familie, gemeinsam mit ihrem Freund Jack, die verlorene Freude wiederzufinden.

Der Film erhielt äußerst positive Rezensionen, wobei vorwiegend die darstellerischen Leistungen von Emily Blunt und Lin-Manuel Miranda, die musikalischen Einlagen und der Soundtrack hervorgehoben wurden. Auch für die Awardseason scheint es für den Film gute Chancen zu geben, das Musical erhielt unter anderem vier Nominierungen für die Golden Globes.

Foto: Constantin Film

Bumblebee

Nachdem 2017 mit „The Last Knight“ der letzte Teil von Michael Bays Transformer-Reihe die Kinos bespielt hat, wird nun das erste Spin-Off unter dem Titel „Bumblebee“ in den Kinos anlaufen. Unter der Regie von Travis Knight (Kubo – Der tapfere Samurai) wird im Sequel (die Ereignisse finden rund 20 Jahre vor dem ersten „Transformers“-Film statt) die Geschichte des Autobots B-127 erzählt, der im Krieg gegen die Decepticons auf die Erde gesandt wird. In den Hauptrollen sind Hailee Steinfeld (True Grit, The Edge of Seventeen) und John Cena zu sehen.

Nachdem Angriff eines Decepticon, schafft es der geschwächte Bumblebee gerade noch sich in einen VW Käfer zu verwandeln, verliert jedoch Teile seines Gedächtnisses. Durch Zufall wird er von der Teenagerin Charlie entdeckt, die leidenschaftlich Autos repariert und schon bald merkt, dass es sich hierbei keineswegs um einen gewöhnlichen VW handelt.

Jahrelang war Michael Bay mit seinen Transformer-Filmen immer wieder bei der Kritik gefloppt, nun zeigt der erste Teil der Reihe, bei dem er nicht die Regie übernahm, dass es auch anders gehen kann. Mit einer Zustimmung von 94% auf Rotten Tomatoes wurde der Actionfilm von Kritikern und Publikum beiderseits äußerst positiv aufgenommen.

Weitere Neustarts

Auch das bulgarisch-deutsch-französische Drama „Nanouk“, das seine Weltpremiere bei der diesjährigen Berlinale feierte, findet seinen Weg in die österreichischen Kinos. Unter der Regie von Milko Lazarov wird die Geschichte eines isoliert lebenden Ehepaars erzählt, das traditionell nach dem Brauch ihrer Vorfahren in der Eiswüste Jakutiens ihr Dasein fristet und nur von dem lebt, was die Natur ihnen gibt.

Nachdem bereits mehrere von Nick Hornbys Büchern auf der Leinwand verwirklicht wurden („High Fidelity“, „About a Boy“), folgt mit „Juliet, Naked“ nun die nächste Adaption. Die Komödie von Jesse Peretz, die am Sundance Film Festival ihre Erstaufführung hatte, dreht sich rund um die Beziehung zwischen Anne, dem Sänger Tucker und ihrem obsessiven Freund Duncan.

Pünktlich zu den Feiertagen gibt es auch für die Jüngsten unter den Kinofreunden ein passendes Programm, denn das neue Abenteuer des Drachen Kokosnuss, „Der kleine Drache Kokosnuss - Auf in den Dschungel!“, bei dem sich der Drache gemeinsam mit seinen Freunden auf eine abenteuerliche Reise zu den Dschungelinseln begibt, läuft diese Woche in den Kinos an.

Der Dokumentarfilm „Der Klang der Stimme“ von Bernhard Weber begleitet vier Menschen, darunter eine Sopranistin und ein Stimmkünstler auf der Suche nach der Kraft des menschlichen Stimmvermögens.

Das französische Drama von Nicolas Bedos „Die Poesie der Liebe“ thematisiert die Ehe eines Paares und wird rückblickend von der Beerdigung des Mannes aus erzählt, der zu Lebzeiten Schriftsteller gewesen ist, und unter rätselhaften Umständen zu Tode kam.

Die Tragikomödie „Trouble“ startet diese Woche in Wien und Linz. In den Hauptrollen sind hierbei Anjelica Houston und Bill Pullman zu sehen. Das Werk feierte seine Premiere am Seattle International Film Festival und wurde eher durchschnittlich von der Kritik aufgenommen.

Der lettische Film „Mellow Mud“, der auf der Berlinale mit den Gläsernen Bären ausgezeichnet wurde, erzählt die Geschichte eines einfachen lettischen Mädchens und ihrer ersten Liebe. Das Drama von Renars Vimba wird zwar in einigen selektierten Kinos anlaufen, jedoch vorerst nicht in Graz.
Die Autorin
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juliap

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