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Neu im Kino
Neu im Kino (KW 48/2018)

Neu im Kino (KW 48/2018)

Diese Woche findet unter anderem die Adaption eines Dr. Seuss-Klassikers, sowie die neueste Kontroverse aus der Feder des umstrittenen Regisseurs Lars von Trier ihren Weg in die österreichischen Kinos.
Foto: Universal Pictures International

Der Grinch

Das populäre Kinderbuch „Wie der Grinch Weihnachten gestohlen hat“ wurde erstmals 1966 als TV-Special in Form eines kurzen Zeichentrickfilms adaptiert, wobei kein geringerer als Boris Karloff dem grünen Wüterich seine Stimme lieh. Im Jahr 2000 wagte man sich erneut an die Geschichte, diesmal als Realverfilmung mit Jim Carrey in der Titelrolle. 18 Jahre später versucht man sich nun erneut an einer Adaption. Der Animationsfilm „Der Grinch“ startet pünktlich vor Weihnachten und wurde vom Filmstudio Illumination (Ich, einfach unverbesserlich, Minions) produziert, Regie führten Scott Mosler und Yarrow Cheney. Die Rolle des Grinch übernimmt der britische Schauspieler Benedict Cumberbatch, in der deutschen Version wird der Weihnachtshasser von Otto Waalkes gesprochen.

Der Grinch, eine grüne jähzornige Kreatur dessen Herz angeblich zwei Größen zu klein sei, lebt isoliert am Rande von Whoville in einer Berghöhle, einzig und allein sein Hund Max an seiner Seite. Als die Stadtbewohner (die Whos) kurz vor Weihnachten in freudiger Erwartung beginnen, ihre Häuser und Gärten festlich zu dekorieren, erinnert sich der Grinch an seine traurige Kindheit. Er beschließt den Whos das Weihnachten zu nehmen und fasst einen Plan sämtliche Dekoration und Geschenke der Bewohner zu stehlen.

Der Film erhielt eher durchschnittliche Kritiken, wobei besonders die fehlende Innovation bemängelt wurde.

Foto: Filmladen, Concorde

The House That Jack Built

Nach dem Cannes-Debakel 2011 schien es als seien Lars von Trier und das renommierte Filmfestival geschiedene Leute, umso überraschender war es also, dass sein neuestes Werk „The House That Jack Built“ im Mai dieses Jahres eben dort seine Weltpremiere feierte. Wie zu erwarten verließen Berichten zufolge Teile des Publikums aufgrund der expliziten Gewaltdarstellung während dem Screening den Kinosaal.

Der Film thematisiert das Leben und Handeln des hochintelligenten Psychopathen Jack, der über zwölf Jahre hinweg Dutzende Leute ermordet und beleuchtet wie einzelne Morde ihn in seiner Entwicklung zum Serienmörder beeinflusst haben.

Matt Dillon mimt den unberechenbaren Mörder Jack, in Nebenrollen sind unter anderem Bruno Ganz, Riley Keough und Uma Thurman zu sehen. Hinsichtlich der Kritiken gab es wenig Konsens, der Film stieß insgesamt auf ein gespaltenes Echo.

Weitere Neustarts

Bild aus dem Film „Peppermint“ (Constantin Film, Ascot Elite Filmverleih)
Auch der Actionthriller „Peppermint“ von Regisseur Pierre Morel startet diese Woche in den heimischen Kinos, der Film behandelt die blutige Vendetta einer Frau (Jennifer Garner), deren Mann und Tochter von den Mitgliedern eines Drogenkartells ermordet wurden. Der Film konnte weitgehend nicht überzeugen und wurde von der Kritik verrissen.

Die in Frankreich äußerst beliebte Gattung der Culture-Clash-Komödie findet auch allmählich in Österreich Anklang, und so startet diese Woche Eva Spreitzhofers neuer Film „Womit haben wir das verdient?“. Die Komödie dreht sich um die 16-jährige Nina, die Tochter der feministischen Ärztin Wanda, die eines Tages verkündet zum Islam konvertieren zu wollen. Von dieser Nachricht geschockt, weiß die Mutter nicht wie sie reagieren soll und versucht gleichzeitig sich in ihre Tochter hineinzuversetzen.

Basierend auf einem Roman von Romain Puertolas findet auch der Abenteuerfilm „Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Kleiderschrank feststeckte“ von Ken Scott seinen Weg zu uns ins Kino. Der Film erzählt von der abenteuerlichen Reise des Betrügers Aja.

Der Feder der legendären Agatha Christie entsprungen, wurde nun auch „Das krumme Haus“ für die Leinwand adaptiert. Unter der Regie von Gilles Paquet-Brenner und mit Schauspielern wie Max Irons, Glenn Close, Christina Hendricks und Gillian Anderson hochkarätig besetzt, erzählt der Kriminalfilm von einer exzentrischen Familie, von denen jeder im Stande zu sein scheint den Familienpatriarchen auf dem Gewissen zu haben.

Das Drama „Alles ist gut“ von Eva Trobisch, das seine Premiere am Filmfest München feierte, erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die nach ihrer traumatischen Vergewaltigung erneut auf ihren Peiniger trifft. Das Werk wurde von der Kritik vorwiegend gelobt und auch mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Der Film läuft vorerst nur in Teilen Österreichs an und ist vorerst nicht in Graz zu sehen.

Im Jänner dieses Jahres lief das Coming-of-Age-Drama „Leave No Trace“ am Sundance Film Festival, nun wird der Film auch in einigen wenigen Kinos in Österreich gezeigt. Der Film von Debra Granik basiert auf dem Roman „My Abandonment“ von Peter Rock und erzählt von Vater und Tochter, die bisher fernab der Zivilisation lebten und sich nun neu zu Recht finden müssen.

Zu guter Letzt startet in ausgewählten Kinos außerdem die norwegische Musikkomödie „Thilda & die beste Bande der Welt“ von Christian Lo, in der es um die beiden Möchtegernmusiker Grim und Aksel geht, die bei der Suche nach einem Bassisten auf die rätselhafte Thilda und ihr Cello treffen.
Die Autorin
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juliap

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