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Neu im Kino
Neu im Kino (KW 32/2018)

Neu im Kino (KW 32/2018)

Diese Woche bekommt es Jason Statham mit einem gigantischen Killerhai zu tun und Dorfpolizist Franz Eberhofer darf bereits zum fünften Mal einen Fall auf der großen Leinwand lösen.

Meg

Als uns Steven Spielberg 1975 mit seinem Meilenstein „Der Weiße Hai“ den Zuschauern erstmals das Fürchten vor der bestialischen Kreatur aus den Tiefen des Meeres lehrte, hätte wohl niemand gedacht wie banal Haie über 40 Jahre später im Kino gehandhabt werden würden. Während Spielberg in seinem prägenden Blockbuster, den Jäger der Weltmeere noch als wahrlich erschreckendes Monster in Form eines Suspense-geladenen Horrorthrillers in Szene setzte, kann man im Subgenre des Hai-Films heutzutage nahezu nur noch absichtlich billig produzierte und sich selbst nicht ernstnehmende B-Movies entdecken. Das Genre bewegte sich auch immer weiter vom Kino weg und besteht mittlerweile fast ausschließlich aus Direct-to-DVD-Produktionen. Auch spielt es heute keine Rolle mehr, ob denn der porträtierte Haifisch tatsächlich furchteinflößend ist, sondern es geht primär nur mehr darum, das möglichst absurdeste Szenario zu finden, in dem sich dann der ‚Horror‘ abspielen kann. So bekamen wir in den letzten Jahren unter anderem Haie im Supermarkt, Geisterhaie, Dinosaurier-Haie oder auch Tornados voller Haie zu sehen. Die zuletzt referenzierte und durchaus beliebte „Sharknado“-Reihe zeichnet sich vermutlich für das moderne Phänomen, Hai-Filme zu reinem Trash-Spaß verkommen zu lassen, verantwortlich. Von diesem Hype will nun auch Regisseur Jon Turteltaub mit seinem demnächst erscheinenden Actionstreifen „Meg“ ein Stück abgekommen.

Dabei handelt es sich um einen der wenigen Hai-Filme der letzten Jahre, der tatsächlich den Weg auf die großen Leinwand gefunden hat und mit satten 150 Millionen Dollar das klassische Budget eines solchen B-Movies um ein Vielfaches übersteigt. Für die Hauptrolle wurde Publikumsmagnet Jason Statham gecastet, der den Tiefseetaucher Jonas Taylor verkörpert. Als Taylor mit seiner Crew im Autrag der US Navy auf Mission zum Marianengraben gesandt wird, stoßt diese auf einen faszinierenden wie zugleich auch erschreckenden Fund. Der sogenannte Megalodon (liebevoll mit ‚Meg‘ abgekürzt), ein gigantischer Haifisch aus prähistorischen Zeiten, scheint in diesem Abschnitt über Jahrtausende hinweg überlebt zu haben. Da Taylor jedoch als einziger Überlebender von der Begegnung mit der Kreatur zurückbleibt, glaubt ihm zunächst niemand. Jahre nach den tragischen Ereignissen bekommt Taylor zufälligerweise die Anfrage, bei einer Bergungsaktion im Marianengraben behilflich zu sein, was er als passende Chance zur Rache an Haifisch Meg ansieht.

Liebhaber von selbstironischen Hai-Filmen werden hier bestimmt den nötigen Biss abbekommen!

Sauerkrautkoma

Was für Österreich Wolf Haas ist, ist für Bayern Rita Falk. Deren sogenannte „Provinzkrimi“-Reihe rund um den tollpatschigen Ermittler Franz Eberhofer erfreut sich seit geraumer Zeit großer Beliebtheit und konnte besonders durch den tiefschwarzen Humor der Bücher Anschluss bei Krimiliebhabern finden. 2013 wurde somit mit „Dampfnudelblues“ erstmals ein Band der Reihe für die große Leinwand adaptiert. In Bayern entwickelte sich die Verfilmung sowohl bei Kritikern als auch Zuschauern zu einem richtigen Überraschungserfolg, was zur Folge hatte, dass im Laufe der letzten Jahre mit „Winterkartoffelknödel“ (2014), „Schweinekopf al dente“ (2016) und „Grießnockerlaffäre“ (2017) auch weitere Teile der Krimireihe fürs Kino adaptiert werden konnten.

Mit „Sauerkrautkoma“ läuft nun also die bereits fünfte Verfilmung der Falk-Romane in den deutschsprachigen Kinos an. Im neuen Teil scheint im Leben des Dorfpolizisten Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel) mal wieder nichts rund zu laufen. Gegen seinen Willen erhält er eine Beförderung und wird deswegen nach München verfrachtet. Dort angekommen muss er schon bald feststellen, dass ausgerechnet Rivalin Thin Lizzy (Nora von Waldstätten) seine neue Chefin ist. Als in Franz‘ Heimat Niederkaltenkirchen im Auto seines Vaters eine Leiche entdeckt wird, bietet ihm das mindestens eine Gelegenheit seinen aktuellen Arbeitsplatz wieder zu verlassen, um dem mysteriösen Mordfall auf die Spuren zu gehen. An dessen Seite ist einmal mehr Ösi-Darsteller Simon Schwarz in der Rolle von Franz‘ exzentrischen aber treuherzigen Freund Rudi zu sehen.
Fans der vorangegangenen Teile wird hier wieder eine Krimigroteske mit einer feinen Mischung aus pechschwarzen bayrischen Schmäh und nervenzerfetzender Spannung geboten!

Weitere Neustarts

In der britischen Romanverfilmung „Deine Juliet“ („The Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society“) verkörpert die hinreißende Lily James die Journalistin Juliet Ashot, die sich in den 40er-Jahren auf die Guernsey-Inseln begibt, um die Kriegserfahrungen der Bewohner in Form eines Buches niederzuschreiben. Aus der eigentlich journalistisch orientierten Reise wird jedoch schon bald eine lebensverändernde Erfahrung, denn Juliet verliebt sich in den lesebegeisterten Farmer Dawsey Adams (Michiel Huisman).

Die italienische Komödie „Zuhause ist es am schönsten“ erzählt von einer dysfunktionalen Familie, die wetterbedingt nach einer Feier auf einer Insel festsitzt und somit unfreiwillig mehr Zeit mit der „verhassten“ Verwandtschaft verbringen muss.

Im chinesisch-amerikanischen Animationsabenteuer „Gans im Glück“ sieht sich der Single-Gänserich Peng plötzlich dazu gezwungen, auf zwei verwaiste Baby-Enten aufzupassen.

Ich wünsche UNCUT-Lesern wie immer eine tolle Zeit im Kino und möchte euch Letzteres einmal mehr als wunderbar einen klimatisierten Zufluchtsfort für die derzeitige Hitze ans Herz legen!
Der Autor
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