Caines Corner
Caines Corner: Willem Dafoe

Caines Corner: Willem Dafoe

Ein außergewöhnlicher Schauspieler für jede Jahreszeit
Es gibt Schauspieler, die durch ihre Rollenauswahl nachhaltig beeindrucken. Ob im Independent-Movie wie zuletzt in „The Florida Project“ oder im Mainstream wie bei „Spider-Man“, aber auch in ausgezeichneten Filmen wie in „Platoon“, „Der englische Patient“ oder sogar als der Sohn Gottes in „Die letzte Versuchung Christi“, der am 22. Juli 1955 geborene Filmkünstler Willem Dafoe ist überall zu Hause. In seiner Biographie findet man Meisterwerke wie sein Debüt „Heaven's Gate“, aber auch andere großartige Filme wie „Leben und sterben in L.A.“, „Mississippi Burning“, „Geboren am 4. Juli“, „Wild at Heart“, „Das Kartell“ sowie „John Wick“. Was auffällt ist, dass der Künstler mit unterschiedlichen Regiegrößen wie Martin Scorsese, Lars Von Trier, Sam Raimi, Oliver Stone und zahlreichen anderen bedeutenden Filmemachern immer wieder zusammenarbeitet. Dafoe ist sich nicht zu schade sogar mit Rowan Atkinson in „Mr. Bean macht Ferien“ mitzuspielen. Das macht ihn außergewöhnlich und höchst sympathisch. In einem Interview habe ich gelesen, dass er als Schauspieler gefordert werden möchte. Das sagen alle, aber bei den wenigsten Schauspielern trifft das wirklich zu. Oder kennst Du jemanden, der ebenfalls so eine unterschiedliche Bandbreite seines Könnens in den verschiedensten Genres vorweisen kann?

Nicht ohne Grund wurde Willem Dafoe heuer auf der Berlinale mit dem Ehrenbären ausgezeichnet.