Berlinale 2018
Berlinale 2018 - Tag 2

Berlinale 2018 - Tag 2

Ein Western mit Robert Pattinson, eine Hungersnot in Irland, ein spanischer Buchladen und ein Segelturn mit österreichischer Beteiligung.
Der zweite Tag der Berlinale war für den Wettbewerb kein besonderes Highlight. Den Auftakt machte in der Früh die Pressevorstellung des paraguayischen Films „Las herederas - The Heiresses“. Darin muss sich eine lesbische Frau mittleren Alters damit auseinandersetzen, dass nicht nur ihre Lebensgefährtin wegen der unstabilen politischen Situation ins Gefängnis geht, sondern auch dass ihr Leben mit ihr über die Jahre hinweg zu einem sozialen Gefängnis verkommen ist. Der Film will zwar viele wichtige Themen ansprechen, tut dies aber etwas undeutlich und auch sehr langatmig. Auffallen tut dagegen vor allem eines: die Figuren sind ausschließlich Frauen, Männer kommen nur als Extras oder Hintergrundfiguren vor. Im Zeichen von #metoo ein erstes Hoch auf die Frauen.

Der zweite Film „Damsel“ konnte in diesem noch jungen Festival bereits die ersten Buhrufe kassieren. Der amerikanische Western versucht den Spagat zwischen Komödie, Drama und Experimenten mit dem Genre, verliert aber schon zur Halbzeit jegliche Relevanz und Daseinsberechtigung. Was dennoch noch für Begeisterung sorgen kann ist Darsteller Robert Pattinson. Er und Mia Wasikowska sorgten sowohl für einen vollen Presseraum als auch einen geschäftigen roten Teppich zur Hauptabendpremiere.

Am Abend ging es mit einer Art „irischen Western“ weiter. In „Black 47“ startet ein ehemaliger irischer Soldat der Krone zu Zeiten der großen irischen Hungersnot im 19. Jahrhundert einen Rachefeldzug gegen jene englischen Herrscher, die den Tod seiner Familie verantworten. Dieser Film sorgte bei den Besuchern der Pressevorstellung für gespaltene Meinungen. Die Trennlinie verlief zwischen „beleidigend und schlecht“ und „sehr gut“.

In den Nebenschienen war der stilistische Bogen des heutigen Tages weit gespannt. Klassisches Erzählkino gab es in der Premiere des neuen Filmes von Isabel Coixet, der Literaturadaption „Der Buchladen der Florence Green“ (The Bookshop) zu sehen. Eine weit unkonventionellere Herangehensweise an das Medium kam im japanischen Beitrag „River's Edge“ zum Zug, übrigens auch eine Literaturverfilmung: das zugrundeliegende Manga ist fixer Bestandteil der japanischen Popkultur. Einer der aufrüttelndsten Filme der heurigen Berlinale stand zu Beginn der Sonderschiene „Panorama Spezial“: in der deutsch-österreichischen Produktion „Styx“ trifft eine gut situierte Teilzeitaussteigerin bei einem Segeltörn auf ein Flüchtlingsboot in Seenot und muß sich einer schier unmöglichen Entscheidung stellen.

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Die Autorin
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susn

Forum

  • Robert rocks?

    Letztes Mal, als ich Robert Pattinson getroffen habe war er zu einer Premierenfeier in den Zoo Palast gekommen, wirkte allerdings entweder übermüdet oder stoned - jedenfalls weggetreten. So schlecht kann der Film nicht sein - das Pressefoyer wird bei ihm natürlich immer voll sein. :-)
    harry.potter_aadba0451b.jpg
    19.02.2018, 08:47 Uhr
    • Robert

      Wobei der Rummel rund um Robert Pattinson schon deutlich nachgelassen hat. Zwar noch kreischende Fans, aber bei weiten nicht mehr so eine Auflauf wie beim letzten Mal. Etwas übermüdet wirkt er ja eh fast immer ;)
      uncut_4fd94f1238.jpg
      19.02.2018, 09:23 Uhr
    • leider doch

      Naja, der einzige Film bis jetzt wo wirklich im Saal gebuht wurde. Er ist wirklich nicht sonderlich gut.
      susn_15a35adfde.jpg
      20.02.2018, 00:54 Uhr
    • Mr. Langeweile

      Habe mir jetzt erst den Podcast angeschaut: Robert Pattinson geht das alles echt auf den Keks, was?

      Der englische Film über den Buchladen mit Emily Mortimer aus „The Newsroom“ und Patricia Clarkson (u.a. House of Cards) möchte ich nicht versäumen...
      harry.potter_aadba0451b.jpg
      21.02.2018, 13:28 Uhr