Die Oscarnominierungen 2019 stehen fest.
Neu im Kino
Neu im Kino (KW 46/2017)

Neu im Kino (KW 46/2017)

Den Weltuntergang, die Entführung durch Außerirdische und den Weihnachtsmann in ein und derselben Kinowoche – das und noch mehr gibt es ab Freitag in unseren Kinos zu sehen.
Auch wenn der Adventbeginn eigentlich noch gut 2 Wochen auf uns warten würde werfen einige Filme dieser Woche bereits die ersten Schatten weihnachtlichen Kerzenlichts auf unsere Kinoleinwände und zugleich geben sich eine ganze Reihe von berühmten Comichelden ein gemeinsames Stelldichein, um (wieder einmal) den Weltuntergang zu verhindern.

In „Justice League“ können wir uns nun davon ein Bild machen, welcher Comicfiguren-Ensemblefilm uns besser gefällt: die „Marvel“-Avengers, deren hammerwerfender Göttersohn „Thor“ erst kürzlich die Götterdämmerung verhinderte oder die „Justice League“ von „DC Comics“ rund um Batman, Superman, Aquaman, Cyborg, The Flash und Wonder Woman. Regie führte diesmal wieder Zack Snyder, der nach „300“, „Man Of Steel“, „Batman vs. Superman – Dawn Of Justice“ zuletzt bei „Wonder Woman“ als Produzent seine Finger im Spiel hatte. Auch diesmal gibt es reichlich Gelegenheit, visuell beeindruckende, aber letzten Endes relativ brachialen Spezialeffekten zuzusehen und sich dabei die Frage zu stellen, ob es Batman auch ohne Superman schaffen wird, die Welt zu retten – wahrscheinlich, denn der zweite Teil des Filmes ist bereits fix geplant.

Neben dem großen Blockbuster der Woche gibt es aber auch zwei kleinere, aber nicht weniger interessante Thriller bzw. Horrorfilme zu sehen. In „The Recall“ trifft eine Gruppe Jugendlicher (u.a. Reinhold Bilgeris Tochter Laura sowie RJ Mitte aus „Breaking Bad“), die eigentlich nur ein Wochenende an einem See in den Bergen verbringen wollte, auf einen geheimnisvollen Typen (Wesley Snipes), der in die Landung eines UFOs verwickelt zu sein scheint, die unmittelbar bevorsteht.

Der zweite Film trägt den Titel „Happy Deathday“ und erzählt so etwas wie die Horrorvariante von „Täglich grüßt das Murmeltier“, denn die junge Frau in der Hauptrolle stirbt wieder und wieder um anschließend im selben Bett an dem gleichen Tag aufzuwachen. Sie beschließt, ihren Mörder ausfindig zu machen, was deutlich schwieriger ist als es aussieht. Leider sieht es ganz danach aus, als erzählte der Trailer so gut wie den gesamten Film.

Frisch mit der Goldenen Palme von Cannes ausgezeichnet kommt in dieser Woche die Sozialsatire „The Square“ von Ruben Östlund rund um einen Museumskurator und seine mehr als experimentellen Ausstellungen in die Kinos. Der Film versteht sich als eine Abrechnung mit der dänischen links-intellektuellen Szene, die aber durchaus über die dänischen Grenzen hinaus als kritische Metapher gegen die Dekadenz der modernen Gesellschaft zu verstehen ist.

Nicht weniger kontroversiell und experimentell inszeniert präsentiert sich das neue Drama „Tiere“ mit Birgit Minichmair und Philipp Hochmair unter der Regie des polnischen Regisseurs Greg Zglinski, in dem ein Paar auf einer Almhütte in den Schweizer Bergen seine Eheprobleme lösen will und mit allerlei seltsamen Ereignissen konfrontiert wird, die alles noch viel schlimmer machen.

Ihre Eheprobleme wohl noch vor sich haben hingegen Kumail (aus Pakistan) und seine US-amerikanische Freundin Emily in der US-Romanze „The Big Sick“. Kumail versucht schon seit längerem, als Comedian endlich erfolgreich zu sein, aber Emiliys Eltern halten von der Beziehung der beiden rein gar nichts. Plötzlich wird Emily krank und die Unsicherheit und die Hindernisse werden eher mehr als weniger, gemeinsam wollen die beiden frisch Verliebten aber nicht klein beigeben und für ihre Liebe kämpfen.

Zwei Kinder- bzw. Jugendfilme starten in dieser Woche ebenfalls. Zum einen „Plötzlich Santa“ aus Norwegen, in dem ein weihnachtsbegeisterter Familienvater durch Zufall den echten Weihnachtsmann trifft und mit ihm spontan die Rollen tauscht, damit seine Kinder doch noch ein schönes Weihnachtsfest feiern können. Zum anderen erzählt „Amelie rennt“ die Geschichte einer widerspenstigen 13jährigen aus Berlin, die sich von ihren Eltern nicht so mir nichts Dir nichts in eine Spezialklinik in Südtirol bringen lassen will – krank oder nicht.

Den schwierigen und zähen Weg zur Ausverhandlung eines neuen Klimaschutzabkommens erzählt schließlich noch die Dokumentation „Guardians of the Earth“ des österreichischen Regisseurs Filip Antoni Malikowski, der zuletzt mit seiner Dokumentation „Maria muss packen“ sehr positiv aufgefallen war.

Ich bin jedenfalls gespannt auf Eure Forumsbeiträge und wünsche Euch so manchen tollen Kinoabend.
Der Autor
harry.potter_aadba0451b.jpg
Harry.Potter

Forum

  • Trailer

    „Happy Deathday“ war ja vorige Woche in der UCI-Sneak und es gibt schon einige Kommentare im Forum. Mir hat er nicht so schlecht gefallen, aber du hast natürlich recht, je weniger man von dem Trailer gesehen hat, desto besser. Alles wird zwar nicht verraten, aber viel.
    uncut_4fd94f1238.jpg
    16.11.2017, 17:16 Uhr