Neu im Kino
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Neu im Kino (KW 41/2017)

Diese Kinowoche gibt es Duelle zwischen Tennis-Stars, zwischen Bürgern und der Regierung, zwischen Gut und Böse. Und einen Captain Underpants, der über all dem steht.

Borg/McEnroe

Das Sportdrama „Borg/ McEnroe“ mit Shia LaBeouf erzählt von den zwei Tennislegenden Björn Borg und James McEnroe und ihrer Rivalität in den 80ern. Erzählt wird aber auch von ihrem Leben abseits des Tennisplatzes, von dem Druck ein Sport-Star zu sein und der Isolation, die daraus folgt. Der Film versucht ein wenig das Erfolgsrezept des Motorsportdramas „Rush“ über die Rivalität zwischen Niki Lauda und James Hunt nachzuahmen, besticht aber mit coolen 80er Trainingsjacken und einem Shia LaBeouf, der im Film für genauso viele Schlagzeilen sorgt, wie in echt. Wer das Kinoprogramm genauer studiert, findet auch ein paar Vorstellungen in OV. Für Tennis-Freaks und Retro-Fans.

Captain Underpants

Dieser liebevoll animierte Abenteuerfilm basiert auf Dav Pilkeys beliebter, gleichnamiger Kinderbuchreihe über zwei Lausbuben, die ihre ganze Energie in Streiche und in Comics stecken. Da ihnen der kinderfeindliche Rektor ihrer Schule immer wieder auf der Lauer liegt, beschließen sie ihn durch Hypnose in Captain Underpants zu verwandeln, einen selbst erfundenen Helden aus ihren Comics. Der erste Kinofilm verspricht im englischen Originaltitel „epic“ zu werden und das glauben wir gern. Für Freunde von etwas anderen Superhelden.

What Happened to Monday?

Dieser Sci-Fi-Thriller mit Noomi Rapace in der Hauptrolle (oder in sieben Hauptrollen) spielt in einer düsteren Zukunft, in der aufgrund der Überbevölkerung eine Ein-Kind-Politik herrscht. Sieben identisch aussehende Schwestern, jede von ihrem Großvater (Willem Dafoe) nach einem Wochentag benannt, müssen sich daher als eine Person ausgeben, um nicht von der Regierung verfolgt zu werden. Doch dann verschwindet Monday. Glaubt man Filmkritikern, ist die Idee des Films besser als seine Umsetzung. Doch die Idee ist interessant genug, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Für Freunde von Dystopien.

Weitere Neustarts

Des Weiteren startet noch der Actionthriller „American Assassin“ mit Michael Keaton, der zum Mentor für einen jungen Mann wird, als dieser nach dem Tod seiner Freundin einer Anti-Terror-Einheit beitritt.

Auch Action aus Dänemark gibt es diese Woche. In „Darkland“ ermittelt ein erfolgreicher Chirurg auf eigene Faust, nachdem die Polizei dem Mord an seinem Bruder nur halbherzig nachgeht.

Die österreichische Dokumentation „Relativ eigenständig“ erzählt von der Diskrepanz zwischen den Träumen und der ernüchternden Realität einer jungen Generation. Dazu begleitete die steirische Regisseurin Christin Veith Schüler und Schülerinnen eines Privatgymnasiums und einer NMS drei Jahre lang.

Eine weitere österreichische Dokumentation „Tiere und andere Menschen“ beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen Tier und Mensch und erzählt uns Anekdoten aus dem Wiener Tierschutzhaus.

Auch ein österreichisches Drama erobert die neue Kinowoche. In „Home Is Here“ bricht die junge Innsbruckerin Hannah immer wieder bei Max ein. Dieser bemerkt nach jedem von Hannas „Besuchen“ kleine Veränderungen und beginnt, Hannah Botschaften zu hinterlassen.

Der deutsche Dokumentarfilm „Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt“ begleitet Patrick und Gwen auf ihrer Weltreise. In drei Jahren und 110 Tagen legen sie 96.707 Kilometer zurück und nehmen uns mit auf ihre Reise.

Die deutsche Doku „Maleika” über die gleichnamige Gepardin staretet vorerst leider nicht in Graz.
Die Autorin
herzchen
Stadtneurotikerin

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