Neu im Kino
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Neu im Kino (KW 28/2017)

Ein neuer Spiderman kommt in die Kinos, der Regisseur der beiden letzten Spiderman-Filme hat aber inzwischen das Genre gewechselt – wenn auch nicht ganz und Eleanor Coppola präsentiert mit 81 Jahren ihren ersten eigenen Spielfilm.

Spider-Man: Homecoming

Schon zum zweiten Mal erlebt der vor 16 Jahren mit Tobey Maguire unter der Regie von „Die tanzenden Teufel“-Regisseur Sam Raimi neu verfilmte Comic aus dem Marvel-Verlag einen Reboot inklusive neuem Hauptdarsteller. Ich bin mir sicher, dass die Bilder und der Schnitt auch bei diesem Blockbuster unter der Regie von John Watts nicht minder „amazing“ sein werden wie es der Filmtitel beim letzten Reboot mit Andrew Garfield in der Hauptrolle versprach. Garfield wurde inzwischen für den Oscar nominiert und seine Filmpartnerin Emma Stone hat ihn inzwischen bekommen – höchste Zeit also, das Team gegen jüngere KollegInnen auszutauschen. Deshalb darf ab sofort Tom Holland (schon aus dem letzten „Avengers“-Film bekannt) unter dem wachsamen Auge seines Gönners Tony Stark (Robert Downey Jr.) auf Verbrecherjagd gehen.

Was gibt es sonst noch im Angebot, falls man für den Spinnenmann keine vernünftige Karte mehr bekommt? Nun, da gibt es eine ganze Reihe von weiteren Optionen, die da wären (in der Reihenfolge meiner Empfehlung):

Fallen - Engelsnacht

Eine junge Frau wird über viele Jahre hinweg wegen psychischer Störungen behandelt, bis sie eines Tages in eine Spezialklinik eingewiesen wird, in der ihr zwei Männer begegnen, die ihr durch und durch bekannt vorkommen. Kein Wunder, handelt es sich doch um zwei ihrer Liebe wegen gefallenen Engel, auf denen ihretwegen schon über viele tausend Jahre hinweg ein Fluch lastet. Was wie ein mittelmäßiger Fantasy-Schmachtfetzen aus dem Standkorb klingt, sieht nach deutlich mehr aus, als es scheint. Regie führte der US-Regisseur Scott Hicks, der für sein bewegendes Drama „Shine – Der Weg ans Licht“ für den Regie-Oscar nominiert worden war.

Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner

Auch bei dieser deutschen Komödie mit Jessica Schwarz in der Hauptrolle klingt es zuerst danach, als hätte man das alles schon mal wo gesehen, geht es doch darum, dass eine Frau an ihrem Freund gewisse Abnutzungserscheinungen der gegenseitigen Anziehungskräfte bemerkt und sich Hals über Kopf in den nächsten Künstler verliebt, der ihr über den Weg läuft – Künstler, die Freigeister schlechthin. Dann passiert es ihr jedoch, dass sie plötzlich in einer Zeitschleife landet, die sie kurz vor den Moment katapultiert, in dem sie ihren Freund vor fünf Jahren kennen gelernt hatte. Was also nun, wenn sie sich nochmals entscheiden müsste?

Begabt - Die Gleichung eines Lebens

Nach den letzten beiden „Spider-Man“-Filmen hatte Regisseur Marc Webb wohl anscheinend genug Spinnenbeine gezählt und widmet sich nun einer emotional völlig anders gelagerten, wenn auch zugleich nicht ganz artfremden Thematik: der Geschichte eines Wunderkindes. Diesmal jedoch nicht durch eine Mutation sondern durch pures Talent besitzt die kleine Mary (Mckenna Grace) überdurchschnittliche mathematische Fähigkeiten. Ihr Onkel, bei dem sie aufwächst (Chris Evans) will sie aber als ganz normales Kind aufwachsen lassen. Schnell entbrennt ein Streit darüber, ob sie ein Recht darauf hat, als Begabte gefördert zu werden oder nicht.

Paris kann warten

Wer kennt nicht den Regisseur solcher Kultfilme wie „Apocalypse Now“ Francis Ford Coppola? Niemand kennt ihn wohl so gut wie seine Frau Eleanor Coppola, mit der er seit 1963 glücklich verheiratet ist. Eleanor hatte bisher an seiner Seite filmisch nur kleine Videoproduktionen gedreht und wagt sich jetzt im Alter von 81 Jahren zum ersten Mal an einen Spielfilm. Sie erzählt darin die Geschichte eines Liebespaares, das die Vorzüge der Küche und der Lebensart Südfrankreichs kennen und schätzen lernt. In den Hauptrollen sehen wir Diane Lane und Alec Baldwin.

Weitere Neustarts

Ebenfalls aus Frankreich kommt die Komödie „Zum Verwechseln ähnlich“, in der ein schwarzes Ehepaar ein weißes Baby adoptiert und in der Dokumentation „Whitney - Can I Be Me“ wird das Leben und Schicksal der berühmten Popsängerin Whitney Houston nacherzählt, die vor fünf Jahren plötzlich an einer Überdosis Drogen verstorben war.

Und schließlich startet noch die Dokumentation „Dancing Beethoven“ über das Tokyo Ballet, das zur Musik Beethovens tanzt, nun auch in Graz.

Ich bin schon sehr gespannt auf Eure Rezensionen! Der oder die Erste, die eine aussagekräftige Kritik zu „Engelsnacht“ auf Uncut schreibt, gewinnt einen Kinoabend mit mir im KIZ-RoyalKino in Graz (Zeit und Film nach Vereinbarung).

Also: mitmachen lohnt sich!

Euer
Harry.Potter
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Harry.Potter

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