Neu im Kino
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Neu im Kino (KW 19/2017)

Eine blutrünstige und düstere Adaption der König Arthur-Geschichte, ein frecher kleiner Spatz mit Fernweh und eine anspruchsvolle Liebesgeschichte warten in dieser Woche auf uns.

King Arthur: Legend of the Sword

Viele von Euch werden Guy Ritchie wohl durch seinen genialen Gangster-Film „Snitch – Schweine und Diamanten“ kennen. Ich persönlich fand vor allem seine Neuinterpretationen der Sherlock-Holmes-Krimis einfach fabelhaft. Nicht zuletzt durch eine gehörige Portion Humor und den typisch unkonventionellen Schnitt konnte mich seine Art, Geschichten zu erzählen spätestens dort begeistern. Nun hat sich der Ex-Mann von Madonna eines noch viel älteren Klassikers angenommen und erzählt uns auf die gleiche rotzfreche und genial-coole Art und Weise seine King-Arthur-Geschichte, die ganz sicher alles Andere als romantisch daherkommt.

Rückkehr nach Montauk

Ebenso wenig romantisch, weil tragisch-schicksalshaft erzählt Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff („Die Blechtrommel“ war damals der erste deutsche Film, der einen Oscar für den besten fremdsprachigen Film erhielt) erzählt in „Die Rückkehr nach Montauk“ das Drama über verpasste Gelegenheiten und schuldhaftes Handeln, das ein Liebespaar (Stellan Starsgaard und Nina Hoss) nach 20 Jahren der Trennung, plötzlich einholt.

Überflieger - Kleine Vögel, großes Geklapper

Die Jüngeren unter uns werden sich (aber wohl gemeinsam mit ihren Eltern) bei dem neuesten Animationsabenteuer „Überflieger – Kleine Vögel, großes Geplapper“ köstlich unterhalten. Erzählt wird die Geschichte eines kleinen Spatzen, der in einem Storchennest schlüpft und von Störchen großgezogen wird. Als sich diese auf die alljährliche Winterreise nach Afrika machen, kann er nicht mit, was er ganz und gar nicht akzeptieren will und sich auf eigene Faust auf den Weg macht, um seine Eltern doch begleiten zu können.

Zu guter Letzt gibt es ab dieser Woche in der österreichischen Doku „Die Zukunft ist besser als ihr Ruf“ ausreichend Gelegenheit dazu, sich einmal zu fragen, wie viel von der angeblichen Krise in unserem eigenen Kopf beginnt und was man da vielleicht dagegen unternehmen könnte.

Und der bemerkenswerte Film „Embrace - Du bist schön“ sollte ursprünglich nur am 11. Mai in den Kinos zu sehen sein. Wegen der großen Nachfrage gibt es aber in der kommenden Kinowoche noch einige Zusatzvorstellungen (in Graz zum Beispiel im Geidorfkino und im UCI). Der von der deutschen Schauspielerin Nora Tschirner („Keinohrhasen“, „Zweiohrküken“, „Gut zu Vögeln“ etc.) mitproduzierte Film zeigt auf, wie viel Leid Menschen sich selbst zufügen, weil ihr eigener Körper nicht dem gesellschaftlich-medialen Standard entspricht. Dies gilt es zu ändern, wozu der Film ermutigen möchte.
Der Autor
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Harry.Potter

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