Neu im Kino
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Neu im Kino (KW 16/2017)

Die neue Kinowoche bietet u.a. drei sehenswerte Festivalfilme aus Cannes bzw. Graz sowie einen Film über einen sehr reich gewordenen Weißen und einen anderen über eine schwarze Familie, die klein anfangen muss.
Kaum sind die Osterferien vorbei geht es auch schon weiter mit einer ganzen Reihe von neuen Kinofilmen unter denen sich einige zweifellos wärmstens empfehlen lassen:

Die Frau im Mond - Erinnerung an die Liebe

Da ist zum Beispiel das bemerkenswerte französische Drama „Die Frau im Mond“ mit der großartigen Marion Cotillard in der Hauptrolle zu nennen, in dem die Oscar-Preisträgerin eine psychisch bzw. seelisch Kranke spielt, die sich auf ungewöhnlich starke Weise nach körperlicher und seelischer Nähe sehnt. Der Film lief im letzten Jahr auf dem Filmfestival in Cannes.

Tour de France

Und auch der zweite französische Neustart dieser Woche, das Roadmovie „Tour de France“ mit Gerard Depardieu in einer der beiden Hauptrollen lief im vergangenen Jahr in der Reihe „Quinzaine des Realisateurs“ in Cannes. Dabei geht es um einen älteren Franzosen, der mit einem jüngeren aus einer arabischen Einwandererfamilie durch Frankreich fährt. Der Ältere hat seiner Frau versprochen, ein Gemälde von jedem Hafen des Landes zu malen, der Jüngere bringt dem Älteren das Rappen bei.

Ein Dorf sieht schwarz

Noch einmal nach Frankreich, jedoch ohne Empfehlung von einem Festival, spielt die Komödie „Ein Dorf sieht schwarz“, in dem eine afrikanische Familie in ein kleines Dorf nördlich von Paris zieht, weil der Vater dort die Stelle als Dorfarzt übertragen bekommen hat. Die Menschen im Dorf stehen Schwarzen jedoch (anfangs) sehr skeptisch gegenüber und es braucht einige Zeit und Mühe, bis sich Schwarz und Weiß langsam besser kennen und verstehen lernen.

Vom jüngsten Filmfestival des österreichischen Filmes in Graz kommen hingegen (vorerst leider nur in Teilen Österreichs) die Dokumentation „Secondo Me“ über den Arbeitsalltag dreier Garderobiers an den Opernhäusern in Wien, Odessa und Mailand, in dem eine Opernaufführung aus deren Perspektive erzählt wird sowie (jetzt auch in Graz) die Dokumentation „Auf Ediths Spuren“ über die berühmte englische Fotografin Edith Tudor-Hart, die während des Kalten Krieges als Spionin für den KGB gearbeitet hat. In ganz Österreich startet zudem auch noch die ebenfalls auf der letzten Diagonale gezeigte, berührende Dokumentation „Seeing Voices“ über den Alltag von Gehörlosen in Wien.

Aber auch Hollywood hat in dieser Woche ein paar durchaus sehenswerte Streifen im Angebot.

Da wäre zu allererst das Biopic „The Founder“ mit Michael Keaton als Ray Kroc, dem Gründer des bekannten US-Fastfood-Ladens McDonalds, zu nennen. Der Film erzählt, wie aus einem mittelprächtig erfolgreichen Verkäufer für Haushaltsgeräte einer der erfolgreichsten Unternehmer des Landes wurde, dessen Imperium bis heute in seiner Branche den Ton angibt.

Klein aber fein dürfte zudem der Horrorfilm „The Bye Bye Man“ einzuordnen sein, in dem die Produzenten von „The Strangers“ die Geschichte eines geheimnisvollen Mannes in Schwarz erzählen, dessen Namen auszusprechen oder gar zu denken nahezu unmittelbar zum Tod führt. In einer Nebenrolle spielt in dem Film übrigens die aus den „Matrix“-Filmen bekannte Schauspielerin Carrie-Anne Moss mit.

Die Komödie „CHiPS“ über einen FBI-Agenten (gespielt von Michael Peña), der als Undercoveragent bei der kalifornischen Highway-Polizei anfängt, dürfte jedoch wohl eher in die Kategorie „belanglos“ einzuordnen sein – wem der Humor gefällt, könnte aber trotzdem Spaß haben.

Und zu guter Letzt sehen wir in „Conni & Co 2“, wie groß und erwachsen Til Schweigers Tochter Emma inzwischen geworden ist, spielt sie in dieser deutschen Komödie doch eine 17jährige, die ihrem Schuldirektor ihren Hund abspenstig machen will, da sich der eindeutig nicht optimal um seinen vierbeinigen Freund kümmert.
Der Autor
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Harry.Potter

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