Berlinale 2017
Die Gewinner der Berlinale 2017

Die Gewinner der Berlinale 2017

Der ungarische Film „On Body and Soul“ wird mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet.
Ungarn darf sich neben dem Hauptpreis der Berlinale für den Film „Körper und Seele“ über weitere Preise freuen. Etwa den Preis der Ökomenischen Jury, den FIPRESCI-Preis und den Leserpreis der Berliner Morgenpost. Aber auch Österreich hat mehrfach Grund zur Freude. Georg Friedrich wurde als bester Schauspieler ausgezeichnet und der Salzburger Regisseur Adrian Goiginger bekam für seinen Film „Die beste aller Welten“ den erstmals verliehenen Kompass-Perspektive-Preis.

Die Gewinner im Überblick:

Goldener Bär für den Besten Film

Körper und Seele
Ungarn 2017, Regie: Ildikó Enyedi

Silberner Bär - Großer Preis der Jury

Félicité
F/B 2016, Regie: Alain Gomis

Silberner Bär - Alfred-Bauer-Preis

Pokot (Spoor)
D/CZ/S/ Pol/SK 2017, Regie: Agnieszka Holland

Silberner Bär - Beste Regie

Aki Kaurismäki für „The Other Side of Hope

Silberner Bär - Beste Darstellerin

Min-hee Kim in „On the Beach at Night Alone

Silberner Bär - Bester Darsteller

Georg Friedrich in „Helle Nächte

Silberner Bär - Herausragende Künstlerische Leistung

Dana Bunescu für den Schnitt in
Ana, mon amour

Silberner Bär - Bestes Drehbuch

Sebastián Lelio und Gonzalo Maza für
Eine fantastische Frau

Goldener Bär - Kurzfilm

„Cidade Pequena “ von Diogo Costa Amarante


Weitere Preise der unabhängigen Jurys

(Auswahl)

Fipresci-Preis

Körper und Seele (Wettbewerb)
Pendular (Panorama)
„Shu'our akbar min el hob “ (Forum)

Panorama Publikumspreis

Innen Leben (Spielfilm)
I Am Not Your Negro (Dokumentation)

Teddy Award

Eine fantastische Frau von Sebastián Lelio

Lable Europa Cinemas

Innen Leben von Philippe Van Leeuw

Kompass-Perspektive-Preis

Die beste aller Welten von Adrian Goiginger
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Forum

  • Meine Wettbewerbslieblinge

    Diese Liste repräsentiert nicht unbedingt die Prozent 1:1 die ich für die Filme vergeben habe, aber sie reflektiert welche Filme ich in welcher Reihenfolge am liebsten gesehen habe. Weitere Infos in meinen Kritiken.

    1) The Other Side of Hope
    2) On Body and Soul
    3) The Party
    4) Trainspotting
    5) El Bar
    susn_15a35adfde.jpg
    24.02.2017, 22:49 Uhr
  • Ein Festival voller Überraschungen

    Meine erste Berlinale hat mich insofern überrascht, dass ausgerechnet jene Filme, die ich zuvor rein gar nicht auf dem Schirm hatte, sich als welche meiner Lieblinge entpuppten. Besonders die Nebenschienen "Berlinale Special" und "Perspektive Deutsches Kino" hatten in diesem Jahr einiges an tollen Filmen zu bieten. Es fiel mir schwer mich auf fünf Filme zu reduzieren, weswegen es auch einen Doppelplatz gibt.

    Nun also zu meinen persönlichen Favoriten:

    #5: Back For Good & Emo - the Musical (tie)

    Obwohl es sich hierbei um zwei völlig unterschiedliche Filme handelt, konnte ich mich von keinem der beiden trennen.
    "Back for Good" zeigt uns den Blick hinter die Kulissen eines abgebrannten deutschen Reality-TV-Sternchens und liefert uns durch das rührende Verhältnis der Protagonistin und deren kleine Schwester ein facettenreiches und zugleich empathisches Porträt einer Skandalnudel. Bei "Emo - the Musical" handelt es sich hingegen um eine Coming-of-Age Komödie, die auf selbst-referentielle Art und Weise sämtliche Klischees dieses Genres und das des Musical-Films herrlich auf die Schippe nimmt. Was beiden Filme mit Bravour gelingt, ist den heutigen Zeitgeist einzufangen und dabei Klischees zu trotzen.

    #4 Untitled

    Bei "Untitled" handelt es sich um den Besten Dokumentarfilm, den ich am diesjährigen Festival gesehen hab und zugleich um den experimentellsten. Ohne sich explizit einem bestimmten Thema zu widmen, werden dem Zuschauer hier atemberaubende Bilder von der letzten Reise des 2014 verstorbenen österreichischen Regisseurs Michael Glawogger geboten. Während den Dreharbeiten erkrankte Glawogger in Liberia an Malaria und starb in Folge dessen. Seine einstige Cutterin Monika Willi vollendete nun sein Herzensprojekt und schuf dabei ein poetisches Kinoerlebnis.

    #3 The Lost City of Z

    Wer eine realistische Herangehensweise an das Genre des Abenteuerfilms sehen möchte, ist bei dieser bildgewaltigen Perle gut aufgehoben. Charlie Hunnam spielt hier einen ehemaligen Army-Offizier, der es sich zur Lebensaufgabe macht eine vermeintlich versunkene Stadt in Südamerika zu entdecken.
    Durch eine unfassbar authentische Inszenierung von Filmemacher James Gray wird der Zuschauer teil der Reise des Protagonisten. Ein ästhetisch beeindruckendes und emotional mitreißendes Epos geschaffen für die große Leinwand!

    #2 The Party

    Bei Sally Potters Tragikomödie "The Party" handelt es sich um den einzigen Wettbewerbsfilm, den ich mir in diesem Jahr auf der Berlinale gesehen hab. In schwarz-weiß wird hier die Geschichte einer Frau erzählt, die kürzlich als Gesundheitsministerin Großbritanniens nominiert wurde und aus gegebenem Anlass Gäste zu sich nach Hause einlädt. Als ihr Ehemann ihr jedoch durch die Enthüllung eines großen Geheimnis die Show stiehlt, entwickelt sich das Ganze zu einem bitterböse tragikomischen Kammerspiel, das kaum unvorsehbarer und wendungsreicher sein könnte.

    #1 Kaygi

    Vor 2 Wochen hatte ich noch keine Ahnung, dass ich diesen Film überhaupt sehen werde, geschweige denn überhaupt, worum es sich hierbei handelt. Als ich dann aber für eine andere Vorstellung keine Resttickets mehr bekam, wählte ich blind den türkischen Thriller "Kaygi" aus. Nicht im Traum hätte ich mir erwarten können, was für ein unglaublich fasznierendes Werk mich erwarten würde. Zugleich Medienkritik wie auch Charakterstudie einer paranoiden jungen Frau, weiß das Ganze auf mehreren Ebenen zu überzeugen und bekam durch eine Suspense hervorbringende Inszenierung, wie sie ein Hitchcock nicht besser hinbekommen hätte, eine alptraumhafte Atmosphäre verliehen. Pures Kino!
    Danke UNCUT!
    chrostv_39178447dd.jpg
    24.02.2017, 21:31 Uhr
  • Meine Gewinner...


    Manche meiner persönlichen Gewinner gingen leider leer aus. Deswegen vergebe ich hier meine eigenen imaginären pinken Bären an folgende Filme:

    1) Call Me By Your Name
    Diese italienische Romanze zwischen zwei jungen Männern ist wunderschön, macht glücklich und versprüht Urlaubsstimmung. Obwohl der Film von den Kritikern der Berlinale und des Sundance Festivals in höchsten Tönen gelobt wurde, schnappte sich die Konkurrenz alle Auszeichnungen. Von mir bekommt er aber den pinken Bären für den Besten Film meiner Berlinale.

    2) Die beste aller Welten
    Österreich war gut vertreten, aber Adrian Goiginger war mit Abstand mein Lieblings-Landsmann auf der Berlinale. Sein berührendes Drama "Die beste aller Welten" über die Liebe einer heroinabhängigen Mutter zu ihrem Sohn verdient meinen pinken Bären für den den Besten Österreichischen Film der Berlinale.

    3) Skins
    Der spanische Film "Pieles" über ein paar deformierte Menschen, die aufgrund ihres Aussehens zu Außenseitern der Gesellschaft werden, zeigt Hässlichkeit auf die schönste Art. Der Film ist komplett in zarten pastellrosa und-lila Tönen gehalten und bekommt meinen pinken Bären für die beste Ausstattung, nicht zuletzt weil ein pinker Bär so perfekt ins Bild passen würde.

    4) I Am Not Your Negro
    Raoul Pecks Dokumentarfilm ist ein wunderschönes Essay über die Amerikanische Geschichte und die Rolle der Afroamerikaner in dieser Geschichte. Ich drücke Peck wirklich die Daumen, dass er am Sonntag den Oscar für best documentary bekommt, bis dahin muss er sich mit meinem pinken Bären für den Besten Dokumentarfilm auf der Berlinale begnügen.


    stadtneurotikerin_948f8a00d1.jpg
    24.02.2017, 18:51 Uhr