Berlinale 2017
Berlinale 2017 - Tag 1

Berlinale 2017 - Tag 1

Die 67. Berlinale wurde mit Etienne Comars Regiedebüt „Django“ eröffnet. Die Jury stellte sich der politischen Bedeutung des Filmfestivals und wusste auf dem roten Teppich zu begeistern.
Die Berlinale wurde auch heuer wieder wie jedes Jahr mit der Pressekonferenz der internationalen Jury eingeläutet. Gemäß dem Anspruch des Festivals, heuer einen politischen roten Faden in der Filmauswahl zu haben, durfte die siebenköpfige Truppe unter der Schirmherrschaft von Jury-Präsident Paul Verhoeven zahlreiche Fragen zur Politik in der Welt beantworten. „Letztendlich schauen wir auf die Qualität, nicht ob ein Film eine bestimmte Botschaft vermitteln will“, stellte Verhoeven klar. Sein Jury-Kollege Diego Luna ergänzte, „Wir sind nicht hier um eine Botschaft zu senden, sondern um viele zu empfangen.“

Eröffnet wurden die Filmfestspiele am Abend mit „Django - Ein Leben für die Musik“, dem Regiedebüt des Franzosen Etienne Comar. Der Film läuft ebenfalls im Wettbewerb. Django handelt von der titelgebenden Figur des Jean „Django“ Reinhardt, einem berühmten Swing-Gitarristen des 20. Jahrhunderts. Django, der Sinti-Abstammung ist, versucht im Jahr 1943 über die französische Grenze in die Schweiz zu fliehen. Sein Plan scheint aber an dem wachsamen Auge der NS-Soldaten zu scheitern.

Comar hat mit Django ein einfühlsames und musikalisch hervorragendes Porträt eines Flüchtlings und Künstlers geschaffen. Django lebt nicht von politischem Drama, er inszeniert seinen Widerstand gegen das Regime durch musikalisch klangvolle Einlagen und Konzerte. Musik, die für die Nazis gegen Disziplin und gute Sitte verstößt. Musik schaffe Freiheit, wie der Regisseur und seine Hauptdarsteller Reda Katep und Cécile de France bei der Pressekonferenz feststellen. Für Katep war besonders die charmante und energetische Persönlichkeit Djangos inspirierend. Ein Respekt, der sich in seiner emotionalen Darbietung widerspiegelt. An der Thematik des politisch und ethnisch verfolgten Flüchtlings lassen sich auch Parallelen zur heutigen Zeit ziehen. Insofern schließt sich der Kreis einer Berlinale, die sich mit politischen Themen auseinandersetzt.

Für Begeisterungsstürme sorgten auch die Stars am roten Teppich. Jury-Mitglied Maggie Gyllenhaals Name wurde wiederholt aus den Zuschauerrängen geschrien, Anke Engelke moderierte live aus dem Kinosaal. Die Schiene Panorama wurde heute mit dem „The Wound“, von dem die Stadtneurotikerin noch in den nächsten Tagen berichten wird.

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Die Autorin
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susn

Forum

  • Uncut ist mein Star

    Bereits am 1. Tag kann ich sagen: das UNCUT-Team ist mein Star auf der Berlinale. Genießt es!
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    11.02.2017, 08:18 Uhr