Neu im Kino
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Neu im Kino (KW 05/2017)

Die neue Kinowoche bietet eine Zeitreise in ein Trump-freies Amerika - ob in die Roaring Twenties von „Live by Night“ oder die Swinging Sixties der „Hidden Figures“.

Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen

Der nächste Oscar-Anwärter startet in unseren heimischen Kinos. „Hidden Figures“ ist drei Mal nominiert, unter anderem als bester Film und bringt so etwas „diversity“ in die Nominierungen, etwas was die Academy gerne mal vernachlässigt. Und divers ist das Drama über drei Mathematikerinnen, die für die NASA arbeiten, wirklich. Nicht nur sind sie die brillanten Frauen, die die Apollo-Mission berechnen - sie sind auch noch schwarze Frauen. Gemeinsam versuchen sie die Geschlechter- und Rassengrenzen der USA der 1960er-Jahre zu überwinden. Für all jene, die bei der Oscar-Nacht mitfiebern wollen.

Live by Night

Ben Affleck ist als Regisseur in der Tat beliebter als als Batman. Deswegen hat er sich wieder in den Regie-Sessel begeben. Herausgekommen ist eine Krimi-Version des Great Gatsby, in dem er selbst die Hauptrolle spielt. In den Goldenen Zwanziger-Jahre fließt der Schnaps trotz des Alkoholverbots. Joe Coughlin, jüngster Sohn eines Police Superintendants, ist einer der Gangster, die am meisten von der Prohibition profitieren. Doch der Preis dafür ist hoch. Für alle, die trotz Batman noch immer Ben Affleck-Fans sind.

Rings

Der dritte Teil von „The Ring“ macht eine gruselige Entdeckung. Eine junge Frau ist besorgt um ihren Freund, der einer urbanen Legende über ein mysteriöses Video auf der Spur ist. Die Legende besagt, dass jeder, der das Video sieht, eine Woche später stirbt. Bei ihren Recherchen stößt sie auf etwas Erschreckendes: es gibt ein Video im Video. Für Horror-Fans. Wer Lust hat, „The Rings“ im Original und ohne lästige Untertitel zu sehen, hat kommenden Dienstag in Graz im UCI Annenhof die Möglichkeit, ihn als OV zu sehen.

Weitere Neustarts

Des Weiteren startet noch die schräge Komödie „Die feine Gesellschaft“ über eine französische Bucht, in der immer wieder Touristen verschwinden. Als zwei berüchtigte Ermittler Untersuchungen anstellen, stoßen diese auf Juliette Binoche und ihre kuriose, großbürgerliche Familie. Die finnische Dokumentation „Was Männer sonst nicht zeigen“ begleitet ein paar Männer in die Sauna. Für die Kleinen startet noch „Timm Thaler oder das verkaufte Lachen“ über einen Waisenjungen mit einem unwiderstehlichen Lachen. Der italienische Thriller „Suburra“, der vom Vorhaben eines Gangsters erzählt, das römische Hafenviertel Ostia in ein neues Las Vegas zu verwandeln, startet vorerst nur in Wien.
Die Autorin
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Stadtneurotikerin

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