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Top 10 USA (KW 42/2016)

Top 10 USA (KW 42/2016)

Die Komödie „Boo! A Madea Halloween“ ist die neue Nummer eins der US-Kinocharts, gefolgt von „Jack Reacher 2“.
Tyler Perry ist mit seiner Kunstfigur Madea zurück in den amerikanischen Kinos. Mit 27,6 Millionen Dollar landete der Film „Boo! A Madea Halloween“ auf dem ersten Platz. Der Film hat damit den drittbesten Start der bisher sieben Madea-Filme. In Österreich wird der Streifen wohl so wie seine Vorgänger nicht in die Kinos kommen.

Platz zwei ging mit 23 Millionen Dollar an die Actionfortsetzung „Jack Reacher: Kein Weg zurück“ mit Tom Cruise. Teil eins brachte es vor vier Jahren im Vergleichszeitraum nur auf 15 Millionen Dollar. In rund drei Wochen läuft der Film auch hierzulande an.

Gleichzeitig auch in Österreich gestartet ist hingegen die nächste Fortsetzung: „Ouija: Ursprung des Bösen“ schaffte es mit 14 Millionen Dollar auf den dritten Platz.

Mit 5,6 Millionen reichte es für die Komödie „Keeping Up with the Joneses“ nur für den siebten Platz. Bei uns wird der Film voraussichlich Anfang Dezember unter dem Titel „Die Jones - Spione von Nebenan“ in die Kinos kommen.

Unter den Kleinstarts konnte der Film „Moonlight“ einen besonders guten Kopienschnitt verbuchen. Aber auch der Film „Michael Moore In TrumpLand“ und „Die Taschendiebin“ konnten hier gute Zahlen vorweisen.

Forum

  • Das Mysterium des Tyler Perry

    In Österreich ist der Name Tyler Perry eher wenigen Leuten geläufig. In den USA hingegen konnte er mit seiner eigens kreierten Figur "Madea", einer toughen alten afroamerikanischen Dame, die zudem stets selbst von ihm verkörpert wird, bereits Superstar-Status erzielen. Manch einer mag vielleicht denken, dass dies auf die Tatsache zurückzuführen wäre, dass das Zielpublikum, welches Perry vermeintlich mit seinen Filmen erreichen möchte, in Europa kaum vorhanden ist. Jedoch porträtieren seine Filme zumeist Afroamerikaner nicht als fein ausgearbeitete Charaktere und starke Persönlichkeiten. Eher das Gegenteil ist häufig der Fall: Die Skizzierungen der Charaktere in den "Madea"-Filmen sind meist völlig mit Stereotypen überladen. Anstatt seine Popularität als afroamerikanischer Filmemacher zu nutzen, um gegen Klischees anzukämpfen, werden diese zumeist noch bestärkt. Umso verwunderlicher (und trauriger) zu lesen, dass seine Filme, wie nun auch sein neuestes Machwerk „Boo! A Madea Halloween“, in heutigen Zeiten immer noch ein solch großes Publikum in die Kinos locken können.
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    26.10.2016, 23:39 Uhr