Neu im Kino
Neu im Kino: Woche 31/2016

Neu im Kino: Woche 31/2016

Die neue Kinowoche ist eine Woche der starken Frauenfiguren – egal, ob es dabei um überirdische Geister und Dämonen oder um zutiefst irdische Wünsche und Begierden geht.

Ghostbusters

Nun ist es endlich soweit und wir können uns nun selbst ein Bild davon machen, ob die Neuverfilmung des 80er-Jahre Blockbusters mit einer rein weiblichen Geisterjägertruppe an den Witz und den Charme seiner rein männlichen Vorbilder heranreicht oder diesen gar übertrifft. Erste Kritiken und Bewertungen lassen vermuten, dass der Film nicht uneingeschränkt den Geschmack des Publikums getroffen hat, obwohl er rein schon aus Nostalgie und Kult eigentlich für alle, die mit dem Original aufgewachsen sind, Pflicht sein sollte.

Lights Out

Wem die Geisterjägerinnen viel zu lustig und die von ihnen gejagten Gestalten viel zu harmlos sind, der kann sich in diesem Film über eine Frau, die vom Geist ihrer früheren Freundin verfolgt wird, eine echte Gänsehaut holen und unter der Regie von „The Conjuring“-Regisseur David F. Sandberg für anderthalb Stunden waschechten Horror genießen. Wenngleich der Film methodisch aus sehr vielen Standard-Situationen gestrickt zu sein scheint, sieht er interessant aus.

Maggies Plan

Die wie immer reizend-chaotische Greta Gerwig spielt in diesem Film eine junge New Yorkerin namens Maggie, die sich Ende der 30 nichts sehnlicher wünscht als ein Kind. Und sei es von welchem Typen auch immer. John (Ethan Hawke) ist ja eigentlich verheiratet mit Georgette (Julianne Moore), aber lässt sich rumkriegen. Im Ehe- und Familienalltag sieht das Ganze Kinder-Haben nicht mehr so romantisch aus und ihre Beziehung gerät in eine solche Krise, dass Maggie versucht, Georgette und John wieder zusammen zu bekommen. Der Film lief auf der letzten Berlinale im „Panorama“.

Julieta

Im neuesten Film des spanischen Starregisseurs Pedro Almodovar (der beim diesjährigen Filmfestival in Cannes im Wettbewerb gezeigt wurde) geht es um die Trauer einer Mutter und ihrer Tochter um ihren Vater bzw. Ehemann. Nur in der Rückblende auf alles, was in mehr als 30 Jahren verschwiegen wurde können Mutter und Tochter Frieden in ihrer Trauer finden.

The Girl King

Kristina von Schweden (Malin Buska) brachte ihrem Land nach dem 30jährigen Krieg den Frieden und erwarb sich große Beliebtheit bei ihrem Volk und als Protestantin, die zur Katholikin wurde und zugleich der Philosophie und modernen Ideen Tür und Tor öffnete, großen Respekt. Sie ist eine von drei Frauen, die in den Katakomben des Vatikan beerdigt wurden. Miki Kaurismäki erzählt ihr Leben in seinem Kostüm-Historiendrama mit ein wenig altbackener Optik, aber starken Schauspielerinnen nach (Hauptpreis z.B. für Malin Buska am Filmfestival von Montréal).

Weitere Neustarts

Die beiden Dokumentationen „Argentina“ über die Landschaften Argentiniens in Form von Tanzperformances und „Seit die Welt Welt ist“ (nur im Grazer KIZ RoyalKino) über das einfache Leben eines Bauern im spanischen Kastilien runden diese Kinowoche voller starker Frauengestalten ab.

Nicht nur den Frauen, sondern uns allen wünsche ich eine spannende Kinowoche!
Der Autor
uncut_af2a8b1f85.jpg
Harry.Potter

Forum