Berlinale 2016
Berlinale 2016 - Tag 9

Berlinale 2016 - Tag 9

Der Wettbewerb schließt heute mit dem iranischen Film „A Dragon arrives“ ab, Gérard Depardiue beehrt Berlin mit seiner Anwesenheit und „Les premieres, les dernieres“ stellt sich als ein weiteres Highlight des Panoramas heraus.
Für mich ging mit dem heutigen Tag das offizielle Wettbewerbsprogramm leider zu Ende. In der Früh habe ich mir den polnischen Film „United States of Love“ angeschaut. Darin geht es nur sekundär um den Gesellschaftswandel Polens nach dem Mauerfall, primär dreht sich der Film um die individuellen Bedürfnisse, Sehnsüchte und Verlangen einzelner Personen.

Zu Mittag stand die insgesamt zweite Komödie des Wettbewerbs am Programm, nämlich „Saint Amour“ mit Gérard Depardieu und Benóit Poelvoorde als Vater-Sohn Duo in den Hauptrollen. Während einer Weinverkostungsreise versuchen die beiden ihre Beziehung zueinander zu festigen.

Den würdigen und körnenden Abschluss machte heute der iranische Film „A Dragon Arrives!“, ein knallbunter, überdrehter Thriller. Die Handlung dieses Filmes kurz zu beschreiben, grenzt schon beinahe an die Unmöglichkeit, aber hier ein paar Stichworte: Ein Polizist muss versuchen einen suspekten Selbstmord aufzuklären, ein altes Schiffswrack in der Wüste beherbergt viele Geheimnisse und Leichen auf dem Friedhof werden wortwörtlich von der Erde verschluckt.

Luzia hat heute das Miles Davis Biopic „Miles Ahead“ gesehen, das eigentlich nur zwei Tage im Leben der Jazzlegende unter die Lupe nimmt, und diese mit Chlichés, Vergangenheitserrinnerungen, Verfolgungsjagden und natürlich reichlich Drogen ausstattet.
Eine weitaus positivere Überraschung bot die französisch-belgische Drama-Komödie „Les premiers les derniers - The First, the Last“. In entsättigten Bildern von kargen Landschaften spielt die Liebesgeschichte von Willy und Esther, die auf der Flucht vor dem Weltuntergang und ein paar Gaunern sind. Verschiedene Geschichten sind hierbei miteinander verflochten und treffen sich am Ende.

Den Abschluss für Lucy machte heute „La Route d'Istanbul - Road to Istanbul“, ein Film über eine Mutter die mit größter Leidenschaft ihre Tochter im fernen Syrien sucht. Das hochaktuelle Thema der zuerst so unverständlichen Anziehungskraft des islamischen Staats wird hier Stück für Stück der Mutter (sehr stark gespielt von Astrid Whettnall) offenbart.

Man darf äußerst gespannt sein, an wen die Jury morgen Abend den Goldenen und die Silbernen Bären vergeben wird. Meine persönlichen Favoriten wären ja „Die Kommune“, „Midnight Special“ oder „A Dragon Arrives!“. Aber auch „Death in Sarajevo“, „Seefeuer“ oder „Mit Siebzehn“ könnte sich den Goldenen Bären holen. Mal sehen, welche Gewinner die Berlinale 2016 hervorbringt!

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Die Autorin
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Movies Are My Jam

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  • Nahrhafte und surreale Filme

    Freue mich, dass Ihr mit spannenden und interessanten Filmen belohnt werdet, die die grauen Zellen anregen und den Nahrungsentzug rechtfertigen! Genießt diese aufregende Zeit ...
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    21.02.2016, 06:47 Uhr