Neu im Kino
Neu im Kino: Woche 36/2015

Neu im Kino: Woche 36/2015

Tom Hardy, Gary Oldman, Noomi Rapace, Vincent Cassel, Jason Clarke, Meryl Streep, Kevin Kline, Michael Fassbender, Maggie Gyllenhaal, Domhnall Gleeson und Vanessa Paradis in einer Kinowoche ohne Jason Statham.

The Transporter Refueled

Die Transporter-Reihe geht weiter. Und zwar ohne dem echten Transporter. Wie das? Ganz einfach: Jason Statham, der mit den Teilen eins bis drei Weltruhm erlangte, wollte den Vertrag für die Filme vier, fünf und sechs nicht unterschreiben. Nach eigener Aussage waren finanzielle Uneinigkeiten und die Tatsache, dass er blind unterzeichnen sollte, ohne jemals ein Drehbuch gesehen zu haben, dafür ausschlaggebend. Wie auch immer: Luc Besson gibt auch hinter den neuen Teilen wieder den Mastermind und actionmäßig ordentlich zur Sache gehen wird es auch hier wieder. Ach ja: Der neue Hauptdarsteller heißt übrigens Ed Skrein und ist vor allem als erster Daario Naharis-Darsteller aus „Game of Thrones“ bekannt.

Kind 44

Tom Hardy, Gary Oldman, Noomi Rapace, Vincent Cassel und Jason Clarke sind auf der Leinwand zu sehen und Ridley Scott produziert. Was braucht man mehr, um sich auf einen Kinoneustart zu freuen? Vielleicht eine außergewöhnliche Story? Auch die gibt es: Denn immerhin spielt das düstere Kriminaldrama in der Sowjetunion zu Zeiten Stalins und handelt von einem Geheimdienstoffizier, der die Seiten wechselt. Nicht weniger spannend: „Kind 44“ wurde mittlerweile in Russland verboten.

Ricki - Wie Familie so ist

Auch, wenn es schwer zu glauben ist, schafft es Meryl Streep immer noch, mit ihren Rollen zu überraschen. So etwa, wenn sie plötzlich als alternde, erfolglose Rocksängerin auf der Leinwand zu sehen ist, die von ihrer Vergangenheit eingeholt wird. Genauer gesagt vom Ex-Mann (nur im Film) Kevin Kline, der sie um Hilfe bittet, als die gemeinsame Tochter (auch im echten Leben die Tochter von Streep) plötzlich akut selbstmordgefährdet ist.

Frank

Michael Fassbender trägt einen Pappmascheekopf. Und will ihn einfach nicht abnehmen. Denn der Leadsänger einer experimentellen Rockband hat so einige Macken. Dennoch schafft es Fassbender auch hier erstaunlicherweise mit seiner Schauspielleistung zu überzeugen. Der deutsch-irische Ausnahmekönner braucht also anscheinend nicht einmal seine Mimik, um zu brillieren. Unterstützung bekommt er in dieser erfrischend absurden Tragikomödie von Maggie Gyllenhaal und Domhnall Gleeson, dem Sohn von Brendan Gleeson.

Weitere Neustarts:

In der französischen Komödie „French Women - Was Frauen wirklich wollen“ befinden sich elf Frauen, darunter Vanessa Paradis und Isabelle Adjani, auf der Suche nach dem ganz großen Glück. In „Cure - Das Leben einer anderen“ steht hingegen das Schicksal der 14-jährigen Linda im Dubrovnik der Nachkriegszeit im Mittelpunkt. Der Dokumentarfilm „Dior und ich“ porträtiert wiederum – wie könnte es auch anders sein – das Modehaus Dior.

Zudem ist endlich auch in Österreich „Der Sommer mit Mama“ zu sehen, der auf Englisch „The Second Mother“ heißt und auf der Berlinale den Panorama-Publikumspreis gewinnen konnte. Das sozialkritische Drama wurde mit viel Humor umgesetzt und ist auf alle Fälle einen Kinobesuch wert!
Der Autor
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patzwey

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