Caines Corner
Caines Corner: A Woman‘s World

Caines Corner: A Woman‘s World

Leander Caine über starke Frauen, die die Leinwand erobern.
Bis Wonder-Woman den ersten Kinoauftritt hat, erobern andere Grazien die Leinwand. Besonders stark ist mir die Rolle der „Furiosa“ Charlize Theron in „Mad Max: Fury Road“ vorgekommen. Nicht, dass mir ihr Auftritt nicht gefallen hätte, aber der Filme hätte durchaus auch „Mad Furiosa: Max Road“ heißen können. Der verrückte Max wird fast zu einer Nebenfigur degradiert!

Im neuen „Terminator: Genisys“ spricht nicht die steirische Eiche die bekannten Worte: „Wenn Du leben möchtest, dann komm mit mir!“, sondern Emilia Clarke als Sarah Connor. In einer Zeitreisevariation der bekannten Terminator-Story ist alles etwas anders. Aber auch hier ist unübersehbar, dass es nach Linda Hamiltion in T2 erneut um ein starkes weibliches Ausrufezeichen im Action-Genre handelt.

Im Überfilm des ersten Halbjahres 2015 stiehlt eine Dame den Jungs eindeutig die Show: „Victoria“ (Laia Costa). Intelligent, humorvoll und vor allem voller Energie lädt sie ein die Nacht aus ihrer Perspektive zu erleben. Der Zuschauer freut sich mit ihr. Je länger der Film dauert, desto mehr leidet er/sie mit ihr. Ein phantastisches und grandioses Kinoabenteuer, das niemand verpassen sollte!

Das „schwache Geschlecht“ versucht im XXL- bzw. im Ameisenformat und mit unmöglichen Missionen dagegenzuhalten. Hitman und der Transporter werden reloaded. 007 trifft spektakulär auf einen alten Bekannten. Hört sich alles gut an, aber wie wäre es mal with a female Hero? Wenigstens bei „Ant-Man“ gibt’s schon eine Ankündigung für „Ant-Woman“.

Viele Jahre nach „Aliens“, „Thelma & Louise“ und kurz nach „Gravity“ haben Filmemacher endlich verstanden, dass Frauen in Helden- und Leading Roles „in“ sind und neben coolen Männern durchaus bestehen können. Oben genannte Beispiele beweisen sogar, dass es gut und interessant ist, wenn weibliche Charaktere den Spieß umdrehen und die Show an sich reißen. „Spy - Susan Cooper Undercover“ mit Melissa McCarthy ist ebenfalls ein köstlicher Schlag unter die männliche Gürtellinie. Und ich freue mich schon jetzt auf die weiblichen „Ghostbusters“!

Wie ist Deine Meinung: Kannst Du auch einen zunehmenden Trend zu Frauen in starken Rollen erkennen?
Der Autor
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Forum

  • Superheldinnen

    Susan Cooper ist wohl wahrlich eine Legende. Genauso wie Lara Croft, die für mich auf der Videospielkonsole Erfolg hat und auch auf der Leinwand... einfach, weil ich ein Fan bin. Laut einer bekannten Kinozeitschrift war ja Black Widow der beliebteste Charakter im zweiten Avengers teil. Wegen diesem Charakter würden die Leute sogar extra ins Kino gehen. Und ich verstehe es. Jedoch braucht, so wie umgekehrt auch, das weibliche Geschlecht den passenden Gegenpart, sonst funktioniert das Konzept nicht. Catwoman und Electra sind ja auch schon lange in Vergessenheit geraten, ich kann mich selbst nicht einmal mehr erinnern, wie diese Filme gelaufen sind. Zumindest ist viel Drehbuch-Stoff möglich und ich bin schon gespannt auf die nächsten Superheldinnen.
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    06.08.2015, 17:56 Uhr
  • superwomen

    marvel ist ein schlechtes beispiel für geschlechterparität, trotz erheblichen zuwachses in der weiblichen comic-fangemeinde: die black widow (glaubt man den 900.000 ausgewerteten tweets, allerdings die bestgehasste avengers-figur) hat – trotz bedeutender position in der superhelden-kampftruppe – noch immer keinen eigenen film, und ihre spielzeugfigürchen wurden großteils vom markt genommen; disney meint das mädels-segment mit den prinzessinnen-püppchen weiterhin fest im griff haben zu können.
    aber, tolle aussichten, nach 19 heldenfilmen soll mit captain marvel (release 2.11.2018) endlich ein heldinnenfilm das MCU bereichern.

    die "ankündigung" einer ant-woman bezieht sich wohl auf die end-credit-scene in ant-man (?) – geplant sind aber weder ant-man 2 (nach den zweitschlechtesten einspielergebnissen wird sich das auch nicht ändern) noch ant-woman, vielmehr wird auf die figur der wasp (pyms tochter hope van dyne, voraussichtlich in/ab den infinity wars mit dabei) verwiesen.

    generell betrachtet stinken die meisten moderneren frauenrollen trotz martialischer kampfkünste (aliens' ripley oder sarah connor aus terminator mal ausgenommen) gewaltig gegen die alten vorbilder ab – ich kann nicht so viele filme aufzählen, ich nenne nur persönlichkeiten wie mae west, marlene dietrich, katharine hepburn oder die legendäre bette davis...
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    05.08.2015, 21:55 Uhr
  • Ant-Woman?

    Also ein zunehmenden Trend schon, aber sehr langsam zunehmend. Immer noch proportional sehr wenige Filme mit starken Frauenrollen.

    Woher hast du das mit „Ant-Woman“? Davon hab ich noch nichts gehört. Wann soll denn der kommen?
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    05.08.2015, 16:31 Uhr