Neu im Kino
Neu im Kino: Woche 18/2015

Neu im Kino: Woche 18/2015

Liebenswerte Monster, grausame Menschen, europäisches Actionkino und Alan Rickman als Regisseur.

The Voices

Viele Menschen sprechen mit ihren Haustieren. Doch nur selten antworten diese auch. Im Fall des schüchternen Jerry (Ryan Reynolds) bleibt es jedoch nicht bei nettem Smalltalk zwischen Mensch und Tier. Vielmehr reden ihm seine pelzigen Weggefährten ein, grausige Morde zu begehen. Die iranisch-stämmige Regisseurin Marjane Satrapi feiert mit dieser tiefschwarzen Komödie ihren vielversprechenden Einstand in Hollywood. Ihr feministischer Animationsfilm „Persepolis“ schlug 2007 international Wellen und wurde sogar für einen Oscar nominiert.

3 Herzen

Das Schicksal treibt mit Marc (Benoît Poelvoorde), Sylvie (Charlotte Gainsbourg) und Sophie (Chiara Mastroianni, die Tochter der ebenfalls zu sehenden Catherine Deneuve) ein besonders übles Spielchen. Denn nachdem sich Marc und Sylvie in bester Before-Sunrise-Manier verlieben trennen sich ihre Wege. Da sie darauf verzichten, ihre Telefonnummern auszutauschen, finden sie nicht mehr zueinander. Vorerst. Denn irgendwann bringt Sylvies Schwester Sophie ihren neuen Freund zu einer Familienfeier mit. Natürlich handelt es sich dabei um Marc – der Ausgangspunkt einer melancholischen Dreiecksgeschichte, inszeniert von Benoit Jacquot.

Die Gärtnerin von Versailles

Alan Rickman hat als Schauspieler einen großen Namen. Dass er jedoch 1997 schon einmal Regie führte („The Winter Guest“) ist weniger bekannt. „Die Gärtnerin von Versailles“ (Originaltitel: „A Little Chaos“) ist sein zweiter Streich am Regiestuhl. Rickman ist hier jedoch nicht nur in seiner Regiefunktion allmächtig, sondern agiert auch als Sonnenkönig vor der Kamera. Kate Winslet bewirbt sich bei ihm als Gärtnerin. Ihre Sisyphos-Aufgabe: Eine riesige Gartenlandschaft für das neu erbaute Versailles zu entwerfen.

The Gunman

2008 formte Pierre Morel mit „96 Hours“ („Taken“) Liam Neeson zum Actionstar. Seitdem geistert dieser in immer kürzer werdenden Abständen als ebensolcher über die Leinwände. Nun drehte Morel mit Sean Penn, Idris Elba und Javier Bardem. Und wieder handelt es sich um einen knallharten europäischen Actionkracher. Bleibt nur zu hoffen, dass der plötzlich aufgepumpte Oscarpreisträger Penn nicht eine ähnliche Action-Zweitkarriere startet wie Neeson.

Tinkerbell und die Legende vom Nimmerbiest

Die aus „Peter Pan“ bekannte Fee Tinkerbell erlebt in „Tinkerbell und die Legende vom Nimmerbiest“ bereits ihr sechstes Leinwandabenteuer seit dem 2009 erschienenen „TinkerBell - Die Suche nach dem verlorenen Schatz“. Diesmal sorgt das Auftauchen eines zunächst gefährlich aussehenden riesigen Monsters für große Aufregung im Feental. Doch in Wahrheit entpuppt sich ist das sagenumwobene Nimmerbiest als durchaus liebenswert.

In der bereits zehnten Nicholas-Sparks-Verfilmung „Kein Ort ohne dich“ ist Scott Eastwood, der Sohn des großen Clint, in der Hauptrolle zu sehen. Vorerst nur in Wien startet hingegen das musikalische Drama „Eden“ aus Frankreich.
Der Autor
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patzwey

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