Berlinale 2014
Berlinale Tag 3

Berlinale Tag 3

Am 3. Tag der Berlinale starteten die monumentalen US-Filmstars George Clooney, Matt Damon und John Goodman ihre Mission zur Rettung wichtiger Kunstwerke.
Aufgrund der extremen Überlänge von 170 Minuten des Liebesdramas „Die geliebten Schwestern“ von Dominic Graf über die amourösen Abenteuer Friedrich Schillers am Vormittag, gab es heute im Wettbewerb nur noch einen weiteren Film zu sehen: „Monuments Men“ unter der Regie von George Clooney. Der Film hinterließ jedoch in mehrerer Hinsicht einen bleibenden Eindruck: zuerst musste die Pressevorführung wegen eines medizinischen Notfalls unterbrochen werden, dann wollten ungefähr 10 Mal so viele Journalisten bei der Pressekonferenz im Hyatt Hotel dabei sein, als es die Feuerpolizei erlaubt und am Schluss war klar, dass es in dem Film drei ganz besonders starke Szenen gibt, der Rest jedoch nicht alle überzeugen konnte.

Eigentlich spielt ja ein Teil des Filmes in Österreich, in Altaussee um genau zu sein. Gedreht wurde jedoch im weit entfernten Babelsberger Studio in Berlin. Bei der Pressekonferenz darauf angesprochen, warum nicht in Österreich gedreht worden ist, meinten George Clooney bzw. der Produzent, dass es zu viel Aufwand gewesen wäre, die ganze Crew an noch einen zusätzlichen Drehort zu verlegen und, dass es außerdem steuerlich in Deutschland günstiger gewesen wäre als in Österreich. „Wie machen Sie das, Mr. Clooney, dass Sie noch immer so gut aussehen?“ wurde er von einer deutschen Journalistin gefragt. Das wollte bzw. konnte George dann aber doch nicht beantworten.

Für unfreiwilliges Gelächter sorgte hingegen der Alpen-Western „Das finstere Tal“, eine österreichisch-italienisch-deutsche Koproduktion mit Tobias Moretti, Thomas Schubert und Erwin Steinhauer, der am Abend in der Reihe „Berlinale Special“ gezeigt wurde. Trotz grandioser Kamera und Filmmusik à la Hans Zimmers „Inception“ geht der Film in seiner selbstverliebten Manierlichkeit unter.