Caines Corner
Caines Corner: DVD-Jahresrückblick 2013

Caines Corner: DVD-Jahresrückblick 2013

Die Tops and Flops des Jahres 2013
Das diesjährige DVD-Jahr war von 2 TV-Serien geprägt: „Game of Thrones“ und „The Sopranos“. Beide Serien haben mich begeistert! Happy bin ich darüber, dass mir ein Freund bei einem Besuch in New York „The Sopranos“ empfohlen hat, da er meinte, dass ich wie Tony Soprano sei. Dann wollte ich wissen, was er damit meinte und habe die wahrscheinlich beste Serie der TV-Geschichte ein Jahrzehnt nach der Erstausstrahlung entdeckt. Das war wieder einmal ein Beweis, dass TV-Serien die besseren Kinofilme geworden sind. Was ist eigentlich so toll an den Sopranos?

Die Geschichte um ein Familienoberhaupt, das neben seinem Mafiajob sich mit den Herausforderungen seiner eigenen Familie kümmern muss, scheint für mich sehr realistisch zu sein. Dabei ist er überfordert und sucht ärztliche Hilfe bei einer Psychiaterin auf. Aufgrund der Zeit, die sich die Serie nimmt, kann man die Charaktere nicht nur kennenlernen, sondern mit Ihnen „mitwachsen“.

Habe übrigens eindeutig eine Lieblingsfolge: 2 Mafiosi gehen zu einem Russen Geld einkassieren. Aufgrund eines Disputs müssen sie ihn töten und in einem Wald vergraben. Das Problem dabei: Er lebt noch und kann weg rennen. Später erfährt man, dass der Typ ein Elitesoldat war. Was machen die 2 Killer? Sie verlaufen sich im Wald und finden nicht mehr zum Auto zurück. Man sollte erwähnen, dass gerade Winter herrscht, die Jungs frieren und das Handynetz kaum funktioniert …Diese Folge erinnert stark an das Tarantino- bzw. Coen-Brüder Universum!
Leider ist auch in diesem Jahr der Hauptdarsteller James Gandolfini verstorben – RIP Tony!
Und nein - ich bin nicht wie Tony Soprano :-)

Einen großen Schwerpunkt habe ich auch heuer wieder auf CANNON-Filme gelegt:
Die Rückkehr der Ninja
Die Herrschaft der Ninja
Delta Force
52 Pick-Up
Death Wish 3 - Die Rächer von New York
Das weiße im Auge - Death Wish 4
Missing in Action 2 - Die Rückkehr
Braddock - Missing in Action III
Night Hunter


Alle genannten Filme waren für mich wie eine Zeitreise. Was kann man neben der rohen Gewalt und der fragwürdigen politischen Einstellung der von Menahem Golan und Yoram Globus produzierten Filme in den 80er Jahren sonst entnehmen?
- Selbstjustiz war ein beherrschendes Thema (zu wenig Vertrauen in die Polizei?)
- Amerikaner sind meistens die Guten – (Kommunistische) Südostasiaten und (radikale) Moslems gehören zur Achse des Bösen
- In „Night Hunter“ werden nicht nur Andersdenkende und „minderwertige“ Menschen verachtet, sondern sie werden von einer einflussreichen und mächtigen „Herrenrasse“ in einem tödlichen Spiel gejagt und getötet („Surviving the Game - Tötet ihn!“ und „Harte Ziele“ haben sich durchaus beeinflussen lassen).

Was gabs dieses Jahr noch?

Top 3:

Die Verurteilten
USA 1994, Regie: Frank Darabont
Morgan Freeman und Tim Robbins als Unschuldiger im Shawshank-Gefängnis begeistern mit einer tollen und warmherzigen Story! DIE VERURTEILTEN aus der Feder von Stephen King und der Umsetzung von Frank Darabount ist vielleicht der einzige Film, der beim „Immer-wieder-Anschauen“ besser wird!

Get the Gringo
USA 2012, Regie: Adrian Grunberg
Wenn man in Hollywood in Ungnade fällt, kann es sein, dass so ein überraschend spritziger Film mit Mel Gibson wie GET THE GRINGO gar nicht ins Kino kommt. Schade!

Headhunters
D/Nor 2011, Regie: Morten Tyldum
Der schwedische Film besticht mit einem tollen Hauptdarsteller, der aufgrund seiner Gaunereien, in Teufels Küche kommt. Eine Warnung an „Masters of the Universe“, die glauben, dass sie mit allem im Leben durchkommen.

Flop 1:

The Cold Light of Day
USA 2012, Regie: Mabrouk El Mechri
Bruce Willis, Sigourney Weave und Neo-Superman Henry Cavill in einem Spionagefilm von Mabrouk El Mechri, dem Regisseur von JCVD, langweilen zu Tode!

Spezialpreis: „Zum Glück wieder gesehen“:

La Bamba
USA 1987, Regie: Luis Valdez
Lou Diamond Philips als Richy Valens ist ein Hit! Bei diesem Film passt alles: Schauspieler, Ausstattung und vor allem die Musik!

Can't Buy Me Love
USA 1987, Regie: Steve Rash
Diese Perle der Teenie-Komödien mit simpler "Loser und Traumfrau der Schule" –Story aus den 80er Jahren mit einem sehr jungen Patrick Dempsey und Amanda Peterson ist immer noch witzig.

Malone
USA 1987, Regie: Harley Cokeliss
Burt Reynolds war einer der ganz Großen! In diesem Alterswerk ist ein ehemaliger Geheimdienstkiller, der in einem Kaff wegen einem Autoproblem hängen bleibt und sich mit dem lokalen Village-Lord anlegt. Fast schon ein vergessener Klassiker!