Neu im Kino
Neu im Kino: Woche 21

Neu im Kino: Woche 21

Glühender Asphalt in London, Diamantenfieber in Wien und Schmetterlinge im Bauch in Buenos Aires. Die Kinostarts diese Woche machen eine kleine Städtetour.
Fast and Furious 6
In Sachen Kilometer auf den Asphalt bringen ist das Team rund um Dominic Toretto (Vin Diesel) unschlagbar. Im „Need for Speed“-Stil wurden in den vergangen Filmen Städte wie Los Angeles, Tokio oder Rio de Janeiro zu Rennstrecken umfunktioniert. Seit ihrem letzten großen Coup in Rio befindet sich die Fahrertruppe allerdings auf der Flucht vor dem Gesetz. Doch dann bekommen die Adrenalinjunkies ein verlockendes Angebot: Man will sie von allen Verbrechen freisprechen, wenn sie einem anderen Team Straßenrowdys das Handwerk legen. Der Showdown der zwei Rivalen wird dieses Mal auf den Straßen Londons ausgetragen. Wieder mit dabei: Michelle Rodriguez als Doms totgeglaubte Geliebte Letty. Ein siebter Teil der Erfolgsserie ist bereits in Planung - doch diesmal unter der Regie von James Wan.

Mutter und Sohn
Der Gewinner der Berlinale 2013 fällt etwas aus unserer Städtetour heraus. Der rumänische Film von Regisseur Calin Peter Netzer spielt zwar zum Teil im Milieu der Bukarester Oberschicht, doch, wie der Titel schon sagt, steht die Beziehung einer Mutter zu ihrem Sohn im Mittelpunkt. Der 36 Jahre alte Barbu hat ein Kind überfahren und nun versucht seine Mutter Cornelia mit allen Mitteln ihren Sohn vor dem Gefängnis zu bewahren. Dabei schreckt sie vor nichts zurück. Neben dem Machtkampf zwischen Muttersöhnchen und überfürsorglichem Muttermonster wirft Netzers Film einen kritischen Blick auf die kapitalistischen Gesellschaftsschichten Rumäniens.

Diamantenfieber
Was sich anhört wie ein alter Bondklassiker, ist in diesem Fall der neue Film von Peter Kern. Mit seinem neusten Streich lässt der Wiener Filmemacher den Nachwuchsgauner Hans auf die Wiener High Society los. Um für seine Oma und seine vier Geschwister zu sorgen, lässt sich der 16-jährige Hans auf einen Kurierjob für seinen diamantendealenden Onkel Fritz (Josef Hader) ein. Dabei lernt er zufällig die Millionärstochter Melanie kennen und auf den Straßen Wiens entwickelt sich eine kleine Liebesgeschichte.

Medianeras
Auch die Straßen der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires werden zum Schauplatz einer Liebesgeschichte. Obwohl sie in zwei gegenüberliegenden Hochhäusern wohnen, leben die Architektin Mariana und der ehemalige Programmierer Martín nebeneinander her, ohne sich wirklich zu bemerken. Erst als die beiden Singles die schnöde Fassade ihrer Mietskasernen sprichwörtlich durchbrechen, werden sie aufeinander aufmerksam. In seinem Debütfilm montiert Gustavo Taretto aus Einzelimpressionen eine Art Wimmelbild der Stadt Buenos Aires zusammen und erzählt darin eine einfühlsame Romanze über Seelenverwandtschaft im Großstadtdschungel.

Sonstiges

Für alle kleinen Kinobesucher startet diese Woche österreichweit die Verfilmung des gleichnamigen Kinderbuches „Das Märchen von der Prinzessin, die unbedingt in einem Märchen vorkommen wollte“.
Alles andere als Märchenhaft gibt sich dagegen der österreichische Dokumentarfilm „Schulden G.m.b.H.“ . Eva Eckert begleitet darin Gerichtsvollzieher, Inkassobüros und Detektive auf ihrer Jagd nach Schuldner.
In Graz startet diese Woche noch vor dem eigentlichen Österreichstart die amerikanische Independentproduktion „Starlet“ über die Freundschaft zwischen einer alten und einer jungen Frau. Nur in Wien startet hingegen der polnische Film „The Christening“ (von Marcin Wrona) über eine Warschauer Familie, die plötzlich ins Wanken gerät.
Der Autor
Jones

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