Cannes 2013
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Cannes 2013 - Tag 3

Der Großteil des Tages war sonnig, aber der gute alte Regen brachte sich vor allem zu Mittag in Erinnerung. Um seine Anwesenheit zu unterstreichen, stach er kurzzeitig sogar orkanartig hervor …
Trotzdem stört das die Laune nur bedingt. Obwohl die Cineastenwelt sich einig ist, dass der neue Film von Asghar Farhadi (Oscar für „Nader und Simin - Eine Trennung“) zu den Favoriten gehört, habe ich mich lange dagegen gewehrt den Beitrag anzuschauen. Ich habe befürchtet, dass das der klassische Beitrag ist, wo man aus Langeweile alle fünf Minuten auf die Uhr schaut. Nun dauert das Werk genau 130 Minuten. Mein errechnetes auf die Uhr-schauen-Potential lag also bei 26 Mal. Dann geschah für mich die erste große Überraschung im Wettbewerb. Kein einziges Mal habe ich auf die Uhr geschaut und ich habe mich zu keiner Minute im Film gelangweilt. Es kommt sogar noch besser - nach 4 Filmen steht der Film momentan an der Spitze meiner besten Filme!

Im Anschluss haben Harry und ich uns erstmals im österreichischen Pavillon getroffen. Dort gab es eine kleine Party, wie sie in fast allen vertretenen Länder-Zelten stattfindet. Diese Länderpavillons haben den Zweck einerseits Werbung für die Filmpolitik des jeweiligen Landes zu machen, dienen aber auch als Treffpunkt für alle filminteressierten Parteien wie Einkäufer, Produzenten und Journalisten. Unter den gesichteten österreichischen Filmprominenten waren Dieter Pochlatko, Danny Krausz und Arash T. Riahi.


Der Autor
leander-caine

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