Der Plakateur
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Der Plakateur: Crossing Europe

Was Linz und Cannes hat, und was in Berlin, Wien und Graz leider fehlt...
In Linz findet momentan zum zehnten Mal das Filmfestival „Crossing Europe“ statt. Aus grafischer Sicht bin ich von dem Festival begeistert. Die von Gerhard Wasserbauer fotografierten und von der Firma d.signwerk umgesetzten Plakate basieren auf einer ganz einfachen Idee, die so gut erweiterbar ist, dass sie auch nach 10 Jahren noch frisch und einzigartig wirkt.



Hier einige der bisherigen „Crossing Europe“-Plakate:



Wenn es um Plakate für Filmfestivals geht, ist mein Favorit aber nach wie vor das Cannes Film Festival. Auch heuer schafften sie es wieder ein klassisches Motiv mit direkten Filmbezug zu erstellen. Hier die Plakate der letzten drei Jahre:



Nicht ganz so gut gefallen mir hingegen die Plakate eines anderen A-Festivals: Die Berlinale präsentiert sich meist in einer reinen grafischen Lösung ohne jeglicher Fotos. Das gelingt manchmal besser und manchmal schlechter. Insgesamt finde ich aber das immer wieder dominierende Rot und den riesigen Bären etwas langweilig und die Motive leicht verwechselbar:



Platz vier in meinem Festival-Ranking geht an die Viennale. Die Jahre 2008 bis 2010 hatten hier noch eine kleine Gemeinsamkeit. Alles in allem finde ich persönlich die Sujets aber zu allgemein und zu abstrakt. Und vom voriges Jahr eingeführten neuen Viennale-Schriftzug bin ich sowieso alles andere als begeistert. Das war leider ein Rückschritt und kein Fortschritt:



Etwas Nachhilfe in Sachen Festivalplakate könnte leider die Diagonale in Graz benötigen. Hier die Sujets der letzten drei Jahre, die zwar durch die Verwendung eines Bildes aus einem Film, einen klaren Kinobezug haben, aber dennoch zu eintönig sind:



Das Plakate von Filmfestivals aber alles andere als eintönig sein müssen, beweisen viele internationale Beispiele die auf der Website filmfestivalposters.com zu finden sind.
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