Caines Corner
Caines Corner: Teaser oder Trailer?

Caines Corner: Teaser oder Trailer?

Leander Caine über die Bedeutung der verschiedenen Arten von Filmtrailern
Werbung ist etwas, was uns Konsumenten überall im Leben verfolgt! Dabei soll das Interesse für ein Produkt oder eine Dienstleistung geweckt werden. Nichts Anderes hat ein Filmtrailer zum Ziel, nämlich den Zuschauer darauf aufmerksam zu machen, dass bald ein neuer Film erscheint! Dabei ist es sehr wichtig den Titel als auch den Starttermin im Kleinhirn abzuspeichern und bei Erscheinen den Weg ins Kino nicht zu scheuen. Spätestens beim DVD oder BLU RAY-Verkauf erinnert man sich wieder …

Für mich persönlich sind diese Filmtrailer eine eigene Kunstform, da sie es meist schaffen Teile der Handlung ins ca. 2 Minuten zusammenzufassen und das Interesse des Zuschauers zu wecken. Wobei ich es liebe, wenn man recht wenig von entscheidenden Momenten zu sehen bekommt. Oder hier genau das Gegenteil: Bei der Filmbesichtigung erinnert man sich automatisch an bestimmte Szenen der Vorschau und es entwickelt sich ein Gefühl des „Wartens“ darauf. Das mag ich überhaupt nicht. Eine Katastrophe erachte ich, wenn entscheidende Wendungen im Trailer gezeigt werden. Das verdirbt die ganze Vorfreude! Ich möchte überrascht werden und nicht auf eine bestimmte Szene warten – das sind elementare Motivationsgründe für einen Kinobesuch!

Zu „G.I. Joe - Die Abrechnung“ habe ich im Kino eine „neue Form des Ausschnitt-Trailers gesehen“, wo sich zwei Kämpfer gegenübertreten und auf einem Berg kämpfen. Hier gab es nicht mehrere Handlungsstränge, sondern einen ausgewählten Filmausschnitt, der optisch und schnitttechnisch eine Sensation ist, aber auch definitiv das Beste am ganzen Film ist.

Es gibt auch sogenannte „Teaser“, die lange vor dem Start ein großes Filmprojekt ankündigen! In diesen sogenannten Teasern sieht man kaum was von der Handlung. Man bedient sich einiger weniger Szenen, meist perfekt untermalt mit ausgewählter Musik aus Film und Klassik bzw. bekannten Poptiteln, die etwas andeuten, aber kaum was von der Handlung verraten. Ein gutes Beispiel zuletzt war der „Man of Steel “-Teaser, der nicht nur Superman-Fans begeistern sollte. Aber beim eigentlich „Lang-Trailer“ wird schon sehr viel, meiner Meinung nach zu viel verraten. Aus diesem Grund bevorzuge ich eindeutig Teaser und nicht den klassischen Trailer! Wie stehst Du dazu?

Der Autor
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Forum

  • Sehr schlimm sind Trailer...

    ...wo man nachdem man diesen gesehen hat das gefühl hat bereits alles vom film gesehen zu haben. schlimmer ist nur, wenn man sich den film dann trotzdem anschaut und sich die vermutung bestätigt hat.
    ein guter trailer oder teaser ist, wenn man danach richtig hungrig auf den film ist. einer der teaser oder trailer zu "tron" hat mich diesbezüglich besonders heiss auf den film gemacht.
    bei "herr der ringe 1" hat mir der trailer eigentlich überhaupt nicht gefallen, der film bzw. die trilogie ansich dann aber umso mehr.
    ich mag es auch nicht wenn im trailer zuviel verraten wird. im fernsehen mag ich serien-vorschauen nicht, da hier schon oft sehr viel verraten wird - da schalte ich immer um oder ab. bei alten serien war es ja oft so, dass am beginn gezeigt wurde was in der folge passieren wird (knight rider, mac gyver).
    bricklayer_411372b1d0.jpg
    16.04.2013, 23:42 Uhr
  • Trailer

    Also ich fand den Trailer zu „Haben Sie das von den Morgans gehört?“ ganz schlimm. Nicht dass man es bei so einem Film nicht sowieso erwartet, aber der Trailer hat schon den ganzen Film erzählt und auch 90% der (guten) Gags beinhaltet.

    Teaser-Trailer, die mir besonders gut gefallen sind jene die ganz eigene Szenen verwenden, die dann im Film gar nicht vorkommen müssen. So zum Beispiel gesehen bei „Godzilla“ mit einer Szene im Museum oder bei „Spider-Man“ mit einem später nie mehr gesendeten Trailer in dem Spider-Man einen Hubschrauber zwischen den World-Trade-Center-Türmen einfängt...
    uncut_4fd94f1238.jpg
    16.04.2013, 09:28 Uhr
    • Meine Rede ...

      In vielen Fällen hat man den nicht unbegründeten Eindruck, dass man den Film schon gesehen hat, wenn der Trailer vorüber ist. Es ist wirklich nicht notwendig, die ganze Handlung in kurzen Ausschnitten schon vorweg zu nehmen.

      Die Szene mit dem Helicopter zwischen den Twin Towers kam deshalb nicht im Film vor, weil der 11. September dazwischen kam und das WTC aus allen Szenen des Filmes digital herausretuschiert werden musste. Das hat damals auch den Filmstart verzögert. Aber es gibt wirklich Filme, in denen das so ist, zum Beispiel eine Szene in "Der Mann mit der eisernen Maske" mit dem faulen Salat: die Dialogzeile im Trailer ist anders als jene im Film.
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      16.04.2013, 10:14 Uhr
    • World Trade Center

      Es stimmt natürlich, dass wegen der Terroranschläge auf das World Trade Center das Spider-Man-Plakat geändert wurde und auch der Trailer nicht mehr gezeigt wurde. Laut Sony war die dafür extra gedrehte Szene aber sowieso nicht für den Film gedacht.
      Sony nennt das einen „Special Shoot Trailer“.
      Gab es übrigens auch bei „Terminator 2“:
      http://youtu.be/VIkcoqgOhEA
      uncut_4fd94f1238.jpg
      16.04.2013, 10:44 Uhr
    • special-shoot-trailer:

      und beim abspann heißt es dann: ätsch, reingelegt!

      was als teil des films angekündigt wird, hat auch drin zu sein (sonst könnte man sich den kinobesuch sparen und gleich auf die DVD zugreifen) - alles andere ist etikettenschwindel.
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      16.04.2013, 14:29 Uhr
    • @r2pi

      Mehr reingelegt fühle ich mich, wenn der Trailer schon alle wichtigen Szenen des Films zeigt. Dann bräuchte ich mir diesen nicht mehr anschauen.

      Dass ein Trailer Szenen enthält, die nicht im Film vorkommen ist meiner Meinung nach schon OK, solange dadurch der Seher dadurch nicht getäuscht wird: Schlimm ist natürlich z.B. wenn der Trailer ausschaut als wäre es ein Actionstreifen und dann ist es ein Beziehungsdrama. Das ist Kundenverarsche.
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      17.04.2013, 15:47 Uhr
    • @treadstone 71

      wenn ein film nicht _mehr_ bietet als der trailer, sollte sich das entsprechend in den kritiken niederschlagen. "verarsche" ist, wenn für/mit etwas geworben wird, _was nicht drin ist_: das ist für mich ein absolutes no-go. (stell dir vor, der knochen-raumschiff-gegenschuss wäre plötzlich auch nicht drin in 2001...)

      was du aber ansprichst (falsche marketing-strategien, für das falsche zielpublikum) ist wirklich schlimm - und am schlimmsten für den film selber, bzw die filmrezeption. siehe "zero dark thirty", siehe "the hurt locker" (wenn "ein teil des publikums falsch geparkt" ist...): diese vermarktung ist mir unbegreiflich.
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      19.04.2013, 20:58 Uhr