Caines Corner
Caines Corner: DVD-Jahresrückblick

Caines Corner: DVD-Jahresrückblick

Die Tops and Flops des Jahres 2012
An der klassischen DVD führt für mich immer noch kein Weg vorbei. Obwohl ich mir dieses Jahr ein halbes Dutzend Blu-Rays gekauft habe, überzeugt mich die DVD weiterhin im Preis/Leistungsverhältnis. Um ganz ehrlich zu sein, die zahlreichen Special Features, die jetzt meist nur noch auf der Blu-Ray angeboten werden, interessieren mich meistens wenig. Jedoch würde ich gerne wissen welchen Effekt eine 3D-Blu-Ray im Heimkino hat? Kann ein Leser zufällig schon auf Erfahrungen zurückgreifen? Wenn ja, würde ich mich über ein Feedback sehr freuen.

George Lucas hat kürzlich seine „Lucasfilm“ an Walt Disney verkauft. Das gehörte zu den Studiomeldungen des Jahres, da es gleich mit tollen Ankündigungen Hoffnungen bei den Fans weckte, nämlich dass schon bald Fortsetzungen von „Star Wars“ und „Indiana Jones“ vorbereitet werden. Möge die Macht mit dem Mäusekonzern sein! Apropos George Lucas: Erneut nach „The People vs. George Lucas“ bewies er Humor indem er „Chicken Wars Ep. I-III“ ermöglichte. Dabei handelt es sich um köstliche Star-Wars-Parodien!

Top 3:

Das Schlangenei
USA/D 1977, Regie: Ingmar Bergman
Kein Film hat mich dieses Jahr mehr bewegt bzw. schockiert als Ingmar Bergmans Meisterwerk aus dem Jahre 1977, in dem David Carradine einen arbeitslosen Zirkusartisten spielt und sich in Deutschland der Nationalsozialismus ankündigt.

Young Adult
USA 2011, Regie: Jason Reitman
Jason Reitman hat mit „Juno“ und „Up in the Air“ weltweit begeistert. Sein neuester Streich „Young Adult“ mit Charlize Theron auf Rückeroberungsfeldzug in Sachen Ex-Freund ging zu Unrecht im Kino unter. Bin happy, dass ich diesen großartigen Film auf DVD nachgeholt habe.

Ein stahlharter Mann
USA 1975, Regie: Walter Hill
Auch dieses Jahr habe ich die Charles-Bronson-Festspiele mit DEATH HUNT, MURPHYS LAW und 10 TO MIDNIGHT fortgesetzt. Der beste Film war aber „Hard Times“, welcher 1975 mit Charles Bronson als smarten Street Boxer und mit James Coburn als seinem Manager, der ständig unter Druck ist, vom jungen Walter Hill inszeniert wurde.

Flop 2:

Ein Schatz zum Verlieben
USA 2008, Regie: Andy Tennant
Um was ist es nochmals schnell in diesem Film gegangen? Schatzsuche, Matthew McConaughey und Kate Hudson. An mehr als das oben genannte kann ich mich zum Glück nicht mehr erinnern. Apropos McConaughey: Seine Schauspielkunst ist eher bei „Killer Joe“ zu begutachten, aber das ist aufgrund der Gewaltdarstellung wahrscheinlich nichts für seine jungen (weiblichen) Fans.

Haben Sie das von den Morgans gehört?
USA 2009, Regie: Marc Lawrence
Ein Freund hat mir diesen Film als „sehr lustig“ empfohlen. Sorry, mir ist kein einziges Grinsen zu entlocken gewesen.

Spezialpreis: „Zum Glück wieder gesehen“:

Ninja, die Killermaschine
USA 1981, Regie: Menahem Golan
Auch NINJA-Filmfestspiele haben 2012 stattgefunden. Obwohl Menahem Golans Regie heutzutage eher ein „Nicht Genügend“ in einer Filmhochschule bekommen würde, fand dieses Werk mit Franco Nero und Sho Kosugi Anfang der 80er Jahre aber durchaus seine Fangemeinde. Die Fortsetzung „Die Rückkehr der Ninja“ bzw. ein anderer Cannon--Genreklassiker „American Fighter 2“ gehören eher zur Kategorie "oje" ;-)

Masters of the Universe
USA 1987, Regie: Gary Goddard
Lange gab es diesen Film nicht auf DVD. Als ich dieses Cannon-Meisterwerk (das mit „Meisterwerk“ ist ein Scherz!) kaufen wollte, sah ich ihn zufällig im Fernsehen. Frank Langella als Skeletor und Dolph Lundgren als He-Man sind echt mies, aber nach knapp einem Vierteljahrhundert nach Kinoerstaufführung verzeiht man den Film seine Peinlichkeit. Für mich schreit das Ganze nach einem Remake J

Die Waffen der Frauen
USA 1988, Regie: Mike Nichols
„Working Girl“ habe ich im März 1989 kurz nach der Besichtigung der Berliner Mauer noch in West-Berlin angeschaut. Melanie Griffith als Sekretärin, die nach mehr strebt, ist echt ein Hit! Harrison Ford als Manager war nur in diesem Film witzig. Und der Song „Let the river run“ ist ebenfalls weiterhin spitze und bleibt als Ohrwurm noch eine Zeit nach Filmbesichtigung hängen.