Neu im Kino
Neu im Kino: Woche 23

Neu im Kino: Woche 23

In den heimischen Kinos starten diesmal drei Filme aus den drei Ländern, welche den größten Anteil der Filmproduktion Europas stellen.
Diese Woche heißt es bei den Kinostarts: Europa ganz groß. Aus Frankreich, Spanien und Großbritannien stammen die österreichweiten Kinostarts!

Kochen ist Chefsache
Diese französische (spanisch co-finanzierte) Komödie kann in einer der beiden Hauptrollen mit Jean Reno aufwarten. Dieser kann in humorvollen Rollen wohl mit Robert DeNiro verglichen werden – beide spielen in Komödien zumeist die grummeligen wortkargen Typen, die von einem lebensfrohen schnellsprechenden Gegenpart genervt werden.
So auch wieder diesmal: Alexandre Lagarde (Reno) ist einer der berühmtesten Köche Frankreichs, doch nun kommen gleich mehrere Probleme auf ihn zu. Einerseits ist er nicht gerade davon begeistert, dass Stanislas (Julien Boisselier), der neue Boss der Finanzgruppe, dem sein Restaurant angehört, auf Molekularküche umstellen möchte. Andererseits muss er die Gastro-Kritiker wieder mit neuen Menü-Ideen überzeugen, um seine drei „Guide“-Sterne nicht zu verlieren. Erschwerend hinzu kommt außerdem, dass sich Alexandre ausgebrannt und ideenlos fühlt. Doch zum Glück läuft ihm gerade noch rechtzeitig der stets glücklose junge Koch Jacky Bonnot (Micheal Youn, der diesmal den flippigen Counterpart übernimmt) über den Weg. Bisher wurde dessen Talent in Bistrobuden vergeudet, nun kann er endlich groß aufkochen. Dass bei den beiden in der Küche allerdings die Fetzen fliegen, ist vorprogrammiert...
Diese grundsätzlich einfach aufgebauten Komödien aus Frankreich erfreuen sich in den heimischen Kinos immer größerer Beliebtheit – und das oft zu Recht! Für einen unterhaltsamen Kinoabend könnte sich somit auch „Kochen ist Chefsache“ lohnen.

Amador und Marcelas Rosen
Der Regisseur Fernando León de Aranoa ist verantwortlich für bereits einige, mir allerdings unbekannte, spanische Dramen. Darunter beispielsweise der preisgekrönte „Montags in der Sonne“ aus dem Jahre 2002 mit Javier Bardem in der Hauptrolle.
Auch mit „Amador und Marcelas Rosen“ (der 2011 auf der Berlinale lief) wurde wieder ein Film gemacht, der dem ersten Genre zuzuordnen ist. Die Geschichte dreht sich rund um Marcela (Magaly Solier), einer Rosenverkäuferin in Madrid. Ihrem Freund und ihr fehlt das Geld an allen Ecken und Enden und so wird sie Pflegerin eines alten Mannes namens Amador (Celso Bugallo), mit dem sie innerhalb kürzester Zeit eine innige Freundschaft verbindet. Dieser erkennt auch bald, was ihr Freund nicht sieht: Marcela ist schwanger. Wie es damit allerdings weitergehen soll, weiß Marcela selbst nicht, denn die Geldsorgen bestimmen noch immer ihr gesamtes Leben...
Für einen nachdenklichen aber auch märchenhaft angehauchten Kinoabend ist „Amador und Marcelas Rosen“ allemal zu empfehlen!

StreetDance 2
Nach dem Erfolg des ersten Teils „StreetDance 3D“ schießen die Briten nach nur zwei Jahren mit einer Fortsetzung nach. Wiederum geht es, neben der typischen Romanze, um das Tanzen (und das wieder in 3D!!!!).
Die Geschichte ist schnell erzählt: Ash (Falk Henschel) ist zwar ein talentierter Tänzer – jedoch hat er es als Solotänzer nicht leicht. Bei einem Streetdance-Wettbewerb in London unterliegt er einer US-Tanztruppe und wird daraufhin vom Publikum gedemütigt. Er schwört darauf, es das nächste Mal – bei der größten Streetdance-Veranstaltung in Paris – besser zu machen. Dazu macht er sich auf den Weg quer durch den ganzen Kontinent, um Tanzkollegen für seine Crew zu finden, mit welcher er die verhassten Amerikaner besiegen kann. Auf der Suche trifft er auf Salsa-Queen Eva (Sofia Boutella), in die er sich Hals über Kopf verliebt...
„StreetDance 2“ ist wie der erste Teil auf jeden Fall zu empfehlen,... wenn man die Aufgabe hat 13-jährige Mädchen auszuführen.

Sonstiges
In der Bundeshauptstadt startet mit dem indonesischen Animationsfilm „Tatsumi“ eine Hommage an den Manga-Zeichner Yoshihiro Tatsumi, der in den 50ern als einer der ersten ein dramatisches Manga-Genre für Erwachsene kreiert hat. Der Film ist eine Mischung aus Biographie und den Mangas Tatsumis.
Jetzt auch in Graz läuft der französische Film „Poliezei“, der sich sehr um Authentizität bemüht, an.
Der Autor
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Josko

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