Neu im Kino
Neu im Kino: Woche 18

Neu im Kino: Woche 18

Drei ehemalige Berlinale-Filme und ein ganz großer Partykracher werden durch Rodriguez' vierten Kinderfilm ergänzt.
Project X
Der Plot dieses Partykrachers wurde schon unzählige Male verfilmt: Der 17-jährige Nerd Thomas hat sturmfrei - logisch, dass er eine Party steigen lassen muss, die völlig aus dem Ruder läuft. Doch gerade eben, da man diese Geschichte schon so oft gesehen hat, setzen die Macher dieses Films (u. a. „Hangover“-Regisseur Todd Philips als Produzent) alles daran, die Party der drei Außenseiter so richtig eskalieren zu lassen und alles Bisherige zu überbieten. So darf man sich wohl jede Menge derbe Witze und eine völlig absurde Handlung kombiniert mit Sex, Drugs und viel Alkohol erwarten. Das ganze muss natürlich - wie es sich für einen authentischen Partyfilm eben gehört - im Found-Footage-Look (verwackelte Kamerabilder) erscheinen.

Spy Kids 4D
Bevor sich Robert Rodriguez den Dreharbeiten zu „Machete Kills“ zuwenden wird, wagte er wieder einmal einen kleinen Sprung zum Kinderfilm. Während Rodriguez 2003 mit Teil drei der Spy-Kids-Serie irgendwie den später entstehenden 3D-Hype vorweggenommen hat, erscheint Teil vier nun in 4D (Aroma-Scope Geruchskarten machens möglich). Erwarten darf man sich wie bereits im 3. Teil ein schrilles 3D-Action-CGI-Spektakel mit zahlreichen Kinderagenten und Jessica Alba als Agentenmami.

50/50
Die selbsternannte „Feel-Better-Komödie“ versucht ein ernstes Thema mit einer „gesunden“ Brise Humor zu behandeln: Joseph Gordon-Levitt hat Krebs und seine Überlebenschancen stehen 50/50. Gemeinsam mit seinem proletenhaften Freund Seth Rogen (spielt wieder einmal seine Paraderolle) versucht er aber trotz seiner harten Krankheit, die schönen Seiten des Lebens nicht aus den Augen zu verlieren.

Bel Ami
„Bel Ami“ ist eine Literaturverfilmung des gleichnamigen Romans von Guy de Maupassant aus dem Jahr 1895 und lief dieses Jahr außer Konkurrenz im Wettbewerb der Berlinale. Es geht um Intrigen und Affären gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Paris. Mittendrin in diesem gelungenen Mix aus Anspruch und Unterhaltung ist Robert Pattinson in seiner Paraderolle: Er darf Frauen verführen (u. a. Christina Ricci und Uma Thurmann).

Die Königin und der Leibarzt
Auch dieser Film lief 2012 im Wettbewerb der Berlinale und räumte sogar die Bären für das beste Drehbuch und den besten Hauptdarsteller ab. Konkret spielt sich das Drama am dänischen Königshof des 18. Jahrhunderts ab. Erzählt werden die Geschichte einer Liebe, sowie eine Geschichte über das Scheitern von aufklärerischen Ideen und über den ganz normalen Alltagswahnsinn des Adels.

Sonstiges
Bruce Willis zeigt sich in einer kurzen Nebenrolle im Actionthriller „The Cold Light of Day“. Ein Film, der wohl nichts besonderes ist, aber hoffentlich kurzweilige Unterhaltung bietet.

Nachdem „Tomboy“ auf einigen Festivals lief (u. a. Berlinale und Viennale 2011), ist er nun auch in den österreichischen Kinos zu sehen. In diesem französischen Drama geht es um die 10-jährige Laure, die nach und nach entdeckt, dass sie eigentlich lieber ein Junge wäre.

Im ganzen Land startet auch der österreichische Dokumentarfilm „Evolution der Gewalt“, der in vier Geschichten über den oft gewaltsamen Alltag in Guatemala erzählt.

In Graz ist nun auch Jennifer Fox' Dokumentarfilm „My Reincarnation“ zu sehen, in dem es um einen tibetischen Vater-Sohn Konflikt und die unterschiedlichen Lebensauffassungen der beiden Generationen geht. Vorerst nur in Wien startet „Headshots“ - Ein Film, der ein Portrait einer kreativen Frau Mitte dreißig liefert und dabei auch ihre gesamte Gesellschaftsschicht nicht aus den Augen verliert.
Der Autor
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patzwey

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