Caines Corner
Caines Corner: Kinojahr 2011

Caines Corner: Kinojahr 2011

Leander Caine mit einem ersten vorläufigen Rückblick auf das vergangene Kinojahr.
Subjektiv war 2011 ein besseres Kinojahr als 2010. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass das Jahr großteils von durchschnittlichen Filmen geprägt wurde. Ärgerlich finde ich immer mehr, dass man bei einigen Großproduktionen keine Auswahl mehr hat, ob man den Film in 2 oder 3D anschauen möchte, da dieser nur in 3D angeboten wird. Damit werden die Geschäftsbilanzen gesteigert, der irreparable Schaden beim zahlenden Publikum wird dadurch aber immer größer. Die Folge ist, dass es in meinem Freundeskreis immer mehr Kinoverweigerer gibt.

Top 3:
Atmen
Österreich 2011, Regie: Karl Markovics
Das Regiedebüt von Karl Markovics ist sehr beeindruckend! „Atmen“ ist ein Film, den man nicht vergisst, da an dem Thema „Tod“ niemand vorbei kommt. Der österreichische Stolz von Cannes 2011!

The Tree of Life
USA 2011, Regie: Terrence Malick
Ein Film wie ein Gedicht! Terrence Malick ist ein Kinomagier und beweist mit erst seinem 5. Film, dass man als Kinogenie nicht viele Werke haben muss um in die Filmgeschichte einzugehen.

Super 8
USA 2011, Regie: J.J. Abrams
J.J. Abrahams Hommage an Steven Spielberg und seine Filme ist eine Perle des heurigen Kinojahres, das es schafft den Zuschauer für kurze Zeit in einen Jugendlichen zu verwandeln.

Flop 3:
In Time
USA 2011, Regie: Andrew Niccol
Die Idee ist gut – die Umsetzung ist einfach sehr schwach geworden. „Hit and run“ ist zu wenig. Das Thema hätte viel mehr hergegeben.

Transformers 3
USA 2011, Regie: Michael Bay
Sooo langweilig … und supererfolgreich, so dass 2 weitere Fortsetzungen angekündigt sind. Ohne mich!

World Invasion: Battle Los Angeles
USA 2011, Regie: Jonathan Liebesman
Die Optik erinnert an „District 9“, der Film fühlt sich wie ein Computerspiel an – nur halt ohne Intelligenz!

Spezialpreis „Zum Glück gesehen“:
In ihren Augen
E/Arg 2009, Regie: Juan José Campanella
Konnte ursprünglich nicht verstehen, dass der argentinische Beitrag den Auslandsoscar gewonnen hat. Jetzt weiß ich warum!

127 Hours
USA 2010, Regie: Danny Boyle
Hätte mir nicht gedacht, dass ein Film, wo man weiß, was passiert, so spannend und kreativ sein kann.

Thor
USA 2011, Regie: Kenneth Branagh
Kenneth Branagh ist eine sehr unterhaltsame Comicverfilmung gelungen. Freue mich jetzt schon auf den Auftritt von Thor in „The Avengers“ und in der Fortsetzung.

Spezialpreis „Leider nicht verpasst“:
Priest
USA 2011, Regie: Scott Stewart
Zwar ist der Film sehr kurz, ist mir aber im Kino wie eine halbe Ewigkeit vorgekommen.

Green Lantern
USA 2011, Regie: Martin Campbell
Martin Campbells Filme sind meistens extrem gut oder schlecht. Diese Comicverfilmung findet sich genau in der Mitte mit der Neigung zu schlecht.

Sucker Punch
USA 2011, Regie: Zack Snyder
Nur auf Optik zu setzen in einer Zeit von Reizüberflutung ist fürs Kino zu wenig. Durchgefallen!
Der Autor
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Forum

  • Großteils Zustimmung...

    ...bis auf "Tree of Life" in einer auf 90 Minuten gekürzten "Special Edition", wo auch das übertrieben Esoterische rausfällt, könnte er richtig gut sein - aber Malick und ich werden wohl nie Freunde werden. Obwohl er in allen Filmen wunderschöne Bilder liefert, konnte ich mit seiner Arbeit nie richtig warm werden...
    01.12.2011, 09:46 Uhr
    • Zustimmung zur Zustimmung

      Bei dieser Meinung zu „The Tree of Life“ und Malick kann ich dir nur zustimmen. Sehe ich auch so.
      uncut_4fd94f1238.jpg
      08.12.2011, 16:42 Uhr
  • Tja ...

    ... da hab ich wohl noch einigen Nachholbedarf! Ich werde mich bemühen, vor allem die guten Filme nachzuholen und die anderen links liegen zu lassen.
    markus_lhnert2020_d56a9fa338.jpg
    29.11.2011, 13:46 Uhr