Neu im Kino
Neu im Kino: Woche 27

Neu im Kino: Woche 27

Kinotelegramm, Woche 27: Sennerin auf der Alm vielleicht Hexe – STOPP – Wärter im Zoo hört Tiere sprechen – STOPP – Besser ohne seine Freunde auf Urlaub fahren.
Vom Liegestuhl auf Balkonien aus betrachtet sehen die Neustarts dieser Kinowoche im gleißenden Sonnenlichte offen gesagt ein wenig blass aus. Das mag vielleicht daran liegen, dass sie eigentlich für die Dunkelheit des Kinosaales geschaffen wurden, vielleicht aber auch daran, dass kein Filmverleih, der etwas auf sich hält, es wagen würden, in der Woche vor dem ultimativ letzten „Harry Potter“ Kinofilm etwas substanziell Gehaltvolles zu starten. Quasi 90 Prozent des jungen Publikums wartet bereits sehnsüchtig auf das letzte Abenteuer ihres liebsten Zauberschülers und die älteren Semester genießen die spärlich gesäten Sonnenstrahlen dieser Woche – teilweise wohl wissend, dass sie bald mit ihren Sprösslingen zu Harry, Hermine und Ron pilgern werden.

Unter den drei Neustarts dieser Woche konnte ich jedenfalls keinen wirklichen Straßenfeger entdecken, wobei der erste von ihnen noch am ehesten Potential dazu hat.

Tierisches – teilweise aufgewärmt:
In „Der Zoowärter“ spielt Kevin James einen ebensolchen, der die Tiere in seinem Zoo plötzlich sprechen hört. Aus medizinischer Perspektive kennen wir das ja schon seit „Dr. Doolittle“, es wird also an dem „King Of Queens“ liegen, aus der Handlung mehr als eine weitere bedeutungslose Familienkomödie zu machen.

Alpines – teilweise vergrämt:
Die Sennerin von Sankt Kathrein war gestern – heute kommt „Sennentuntschi“! In diesem Mysteryfilm geht es um einen mehr oder weniger geheimnisvolle junge Frau, die in einem Schweizer Alpendorf die Männer verunsichert und allein deshalb (anscheinend) schon geheimnisvoll ist.

Französisches – teilweise anstrengend:
Rechtzeitig zur Familienreisezeit erscheint außerdem noch der französische Film „Kleine wahre Lügen“, in dem man von Guillaume Canet auf dem Regiesessel und in einer der Hauptrollen lernen kann, wie anstrengend es sein kann, mit seiner Frau (auch im echten Leben: Marion Cotilliard) und den besten Freunden gemeinsam Urlaub zu machen. Mehr als 5 Millionen KinobesucherInnen in Frankreich fanden den Streifen originell. Zum Vergleich: den Hit „Die fabelhafte Welt der Amélie“ sahen in Frankreich mehr als 8 Millionen Menschen.

Sonstiges:
Neben den heißen Neustarts dieser Woche laufen auch diese bereits leicht abgekühlten (weil verspätet jetzt auch in Graz anlaufende) Filme an: in „Kaboom“ bekommen wir Einblicke in das Liebesleben junger StudentInnen – vor dem österreichischen Film „King Kongs Tränen“ sollte ich mich als Filmkritiker wohl ein wenig in Acht nehmen, rechnet dort doch Peter Kern mit Kritiken ab. So schlimm wird es aber doch nicht werden, hoffe ich.
Der Autor
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Harry.Potter

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