Die Oscarnominierungen 2019 stehen fest.
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Heidi@Home: How I Met My Friends

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Ist „How I Met Your Mother“ tatsächlich das „Friends“ des 21. Jahrhunderts? Und warum nicht?
Diese Kolumne erzählt nicht davon, wie Ted seine Frau tatsächlich kennenlernt. Da müsst Ihr jetzt ganz stark sein – und abwarten. Dafür möchte sie sich mit der ebenfalls häufig gestellten Frage beschäftigen, wie ähnlich sich HIMYM und seine Vorgängerserie „Friends“ tatsächlich sind. „Friends“ war von 1994 bis 2004 eines der populärsten Formate der US-Serienlandschaft.

Zu den Parallelen: Beide Serien sind in New York angesiedelt, im Mittelpunkt der Handlung steht ein Freundeskreis, der aus Frauen und Männern besteht. Die Freunde wohnen in verschiedenen Konstellationen zusammen, man hat innerhalb der Clique Beziehungen und verbringt auch viel Zeit im Stammlokal (Central Perk bzw. McLarens). Jeweils ein Protagonist ist Uni Professor: Ross unterrichtet Paläontologie, Ted lehrt Architektur; eine weitere Figur ist im Mediengeschäft tätig: Joey ist Schauspieler, Robin Journalistin. Hier wie da gibt es jemanden, der einen Beruf ausübt, über den die anderen nicht so genau Bescheid wissen: wenn Barneys Freunde ihn danach fragen, so antwortet er stets nur: „Oh please….“ – in „Friends“ verlieren Rachel und Monica eines Tages ihr Appartement an Joey und Chandler, weil sie nicht sagen können, was Chandler beruflich macht. Es werden Spiele kreiert: Bamboozle vs. Marshgammon, außerdem wird Football gesehen, Thanksgiving bzw. Halloween gefeiert und natürlich geht man auch mal ins Casino (Las Vegas bzw. Atlantic City). Hauptthemen sind in beiden Serien das Erwachsenwerden, Freundschaft, Liebe, Job und gemeinsame Unternehmungen.

Zu den Unterschieden: „Friends“ ist in ihrer Struktur eine sehr klassische Sitcom, die Folgen wurden vor Live-Publikum (übrigens in Los Angeles) aufgezeichnet. Die Locations waren also alle in einem Studio aufgebaut, was am Bildschirm daheim einen eher statischen Eindruck erweckt. Es gibt kaum Zeitensprünge oder Wechsel zwischen verschiedenen Schauplätzen, dafür spielen berühmte Gaststars wie Bruce Willis, Alec Baldwin, Brad Pitt, Sean Penn und Christina Applegate eine große Rolle. Bei HIMYM gibt es seltenerer Gaststars, dafür ist die Serie berühmt für ihre schnellen Schnitte, die rasante Flashbacks und Fast Forwards, sowie für das unentwegte Springen zwischen mehreren Orten. Der Humor von HIMYM generiert sich großteils aus seiner Erzählweise, während der Humor von „Friends“ mehr in Richtung Sprachwitz geht.

HIMYM hat formal sehr viel mehr Freiheiten als „Friends“, der Erzähler Ted hat die Hoheit über seine Geschichte: er kann nach Gutdünken ergänzen und weglassen, übertreiben und tiefstapeln, was in der Serie oft auch ironisch kommentiert wird. Die Protagonisten in „Friends“ sind stärker in der Realität verhaftet, man weiß über ihr endgültiges Schicksal nicht Bescheid. Die Geschichte von HIMYM ist zum Zeitpunkt der Erzählung bereits Vergangenheit – auch wenn wir noch sehnsüchtig auf Aufklärung warten.
Die Autorin
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Heidi@Home


Forum

  • Lena

    Lena hat sich gestern bei TV-Total geoutet dass sie gerne How i met your mother schaut.
    Ich finds natürlich auch super.
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    08.02.2011, 18:25 Uhr
  • Legendary

    Das ist natürlich momentan auch eine meiner Lieblingsserien. Wobei ich bei den lahmen deutschen Synchronstimmen immer Kopfweh bekomme. Im Original aber ein Hit.

    Gaststars gibt es aber auch bei HIMYM immer mehr. In der gestrigen (US)-Folge war zum Beispiel Katy Perry mit dabei.
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    08.02.2011, 13:54 Uhr
    • suit up

      ja auf jedenfall OV! synchro geht gar nicht.

      das mit katy perry hab ich kurz nach erscheinen der kolumne auch gelesen. hehehe. bin schon gespannt auf die folge.
      heidihome_9fc566c28c.jpg
      08.02.2011, 19:59 Uhr
    • Na dann...

      ...habe ich "zum Glück" noch keine OF gesehen.

      Seh´s immer auf Pro7 und bin mit den Stimmen recht zufrieden. Könnte sich dann wahrscheinlich schnell ändern, wenn ich´s mal im Original sehe ;-)

      Aber derzeit auf jedenfall auch eine meiner Lieblingsserien.
      08.02.2011, 20:27 Uhr